Vor vielen Jahre hätte ich noch gedacht, dass genau diese Übernahme ein logischer Schritt wäre, er aber durch die Wettbewerbshüter sehr kritisch gesehen werden würde. Zu groß wäre die Konzentration in einigen Gebieten geworden. Das hat sich nun aber geändert und dabei bleibt, dass die Evonik in vielen Bereichen eine sehr sinnvolle Ergänzung zum BASF Portfolio darstellt. Nach dem Verkauf der Lacksparte udn mit dem Börsengang des Pflanzenschutzgeschäfts verfügt BASF über erhebliche finanzielle Mittel die mit der Übernahme sinnvoll ins klassische Chemiegeschäft reinvestiert werden könnten. Ich kann mir außerdem vorstellen, dass Synergien in nicht unerheblichem Maße gehoben werden können. Außerdem schützt sich die BASF in der Tat selbst etwas davor übernommen zu werden. Zur Realisierung könnte die BASF der RAG Stiftung anbieten eigene Aktien an Stelle einer Barkomponente zu liefern. Dies könnte sowohl durch die bereits zurück gekauften Aktie als auch durch eine Kapitalerhöhung erfolgen. Letzteres wäre für die BASF Aktionäre in der Tat weniger attraktiv, durch die einhergehende Verwässerung. Den gesamten Deal aus dem CashFlow finanzieren wäre allerdings ein ordentlicher Kraftakt und würde die Liquidität nicht unwesentlich belasten. Es bleibt also spannend und wenn der deutsche Branchenprimus, die 2-4 übernimmt, kann das nur gut werden.