In Nairobi hatte die Polizei schon früh am Morgen alle wichtigen Zufahrtsstraßen zum Stadtzentrum abgesperrt. Das Parlament und das State House - die offizielle Residenz von Präsident William Ruto - waren mit Stacheldraht gesichert. Trotzdem kam es zu großen Protesten in Nairobi und anderen Teilen des Landes. Einige Demonstranten errichteten Barrikaden aus brennenden Reifen und bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen.
Seit Ruto vor einem Jahr ein neues Steuergesetz erlassen hat, ist es in dem Land mit rund 55 Millionen Einwohnern immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und der Polizei gekommen. Kurz nach Verkündung des Gesetzes kamen mehr als 60 Demonstranten ums Leben.
Zwar nahm Ruto im Anschluss einen Teil der Maßnahmen zurück, viele Kenianer halten dies jedoch nicht für ausreichend. Vor knapp zwei Wochen war es bei Demonstrationen zur Erinnerung an die Getöteten zu mindestens acht Todesfällen und etwa 400 Verletzten gekommen./kpa/DP/he
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