Nach israelischen Angaben werden noch 50 aus Israel entführte Menschen im Gazastreifen festgehalten, von denen noch 20 am Leben sein sollen. Das Forum der Geisel-Angehörigen hatte zuletzt einen Bericht veröffentlicht, demzufolge die Geiseln in unmittelbarer Lebensgefahr schweben. Zu diesem Schluss seien medizinische Experten auch auf der Basis der zuletzt veröffentlichten Videos gelangt, die bis auf die Knochen abgemagerte Geiseln zeigten. Einer davon ist auch deutscher Staatsangehöriger.
Herzog warnt von PR-Kampagnen
Herzog rief zudem zu einem kritischen Umgang mit Fotos und Videos von hungernden Menschen aus Gaza auf, die seiner Meinung nach inszeniert sein könnten. "Wir scheuen uns nicht vor der humanitären Notwendigkeit, den Menschen in Gaza zu helfen. Aber wir fordern die Welt auf, nicht auf die Lügen hereinzufallen." Die Hamas müsse verurteilt und aufgefordert werden, die Geiseln freizulassen.
Israel hat Herzog zufolge in der vergangenen Woche 30.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht. Die UN dagegen halte dagegen fast 800 Lastwagen mit Gütern zurück und schaffe es nicht, sie zu verteilen, sagte das israelische Staatsoberhaupt.
Die UN weisen derartige Vorwürfe zurück und werfen ihrerseits Israel vor, durch seine Kriegsführung die Verteilung von Hilfsgütern zu behindern. Vor anderthalb Wochen hatte Israel erstmals seit Monaten wieder die Einfuhr von Hilfslieferungen in größerem Stil zugelassen. Kritisiert wird dennoch von internationalen Organisationen, dass Israel zu wenig Hilfsgüter über den Landweg in den Gazastreifen einfahren lässt./awe/DP/zb
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