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Experte zweifelt an Dreame-Vorhaben für E-Autowerk

POTSDAM (dpa-AFX) - Die Ankündigung des chinesischen Haushaltsgeräteherstellers Dreame, die Ansiedlung eines neuen E-Autowerks in Brandenburg zu erwägen, löst bei Auto-Experten Zweifel aus. "Man kann nur hoffen, dass sich hier kein Subventionsgrab auftut", sagte der Lehrbeauftragte für Automotive Management an der Fachhochschule des Mittelstands, Frank Schwope.

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Quelle: - pixabay.com:

Aus seiner Sicht ist Skepsis angebracht: "Es gibt mehr als 100 chinesische Autohersteller, und auf den vermeintlichen Luxushersteller Dreame wartet sicherlich niemand", so Schwope. "Zudem ist es unüblich, in einem derart frühen Stadium von Konzernseite zu berichten."

Das chinesische Unternehmen, das unter anderem Saug- und Mähroboter herstellt, kündigte an, künftig auch in die Automobilindustrie einsteigen und Luxus-E-Autos herstellen zu wollen. Die Marke Dreame Cars erwäge die Errichtung einer Produktionsstätte in Brandenburg, hieß es in einer Mitteilung von Dreame Technology. Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer äußerte sich wie Schwope skeptisch zu den Überlegungen.

Die Landesregierung hält sich bislang bedeckt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte lediglich: "Es gibt Gespräche." In Brandenburg gibt es mit Tesla in Grünheide bereits einen E-Autohersteller.

Warum haben chinesische Unternehmen Interesse an E-Autowerken in Deutschland und Europa? "Mit einem Werk in Europa kann man Zölle umgehen und das Qualitätssiegel "Made in Germany" in den Vordergrund rücken. Insbesondere für bereits etablierte chinesische Hersteller wie MG oder BYD sind Produktionsstätten in Europa wichtig", meinte Schwope.

In Deutschland ist die Zulassung chinesischer Fahrzeuge gestiegen. Das Unternehmen BYD etwa macht bei E-Autos zunehmend dem US-Konzern Tesla Konkurrenz./mow/DP/he

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