
Bei Almonty Industries rückt heute ein weiterer möglicher Kurstreiber in den Fokus: Das bereits angekündigte Aktienrückkaufprogramm startet.
Über einen Zeitraum von drei Jahren kann das Unternehmen bis zu 14,4 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Das entspricht rund 5 % der ausstehenden Aktien. Dafür steht ein maximales Volumen von 300 Millionen US-Dollar zur Verfügung.
Für Anleger ist vor allem die Größenordnung interessant. Almonty signalisiert damit, dass das Management die eigene Aktie angesichts des Werts der Wolframprojekte als attraktiv bewertet. Allerdings sollte man die 300 Millionen Dollar nicht falsch interpretieren. Dabei handelt es sich lediglich um die maximale Ermächtigung. Wie viele Aktien tatsächlich gekauft werden und wie viel Kapital am Ende eingesetzt wird, hängt von den Marktbedingungen ab.
Gleichzeitig kommt der Buyback zu einem für Almonty wichtigen Zeitpunkt. Die Sangdong-Mine in Südkorea befindet sich im Hochlauf. Das Projekt soll Almonty zu einem bedeutenden Wolframproduzenten außerhalb Chinas machen. Damit verschiebt sich der Investmentcase zunehmend von einem Unternehmen, dessen Wert vor allem auf einem Entwicklungsprojekt basiert, hin zu einem Produzenten mit eigener Förderung und entsprechendem operativem Hebel.
Auch die jüngsten Geschäftszahlen unterstreichen diese Entwicklung. Im zweiten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf rund 43 Millionen kanadische Dollar und damit um 498 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig drehte das bereinigte EBITDA von minus 4,8 Millionen auf plus 17,6 Millionen kanadische Dollar.
Der große strategische Faktor bleibt jedoch Wolfram.
Das Metall wird unter anderem für Hartmetalle, Werkzeuge sowie Anwendungen in der Verteidigungs- und Hightechindustrie benötigt. Angesichts der starken Abhängigkeit westlicher Lieferketten von China gewinnt die Produktion außerhalb Chinas zunehmend an Bedeutung. Genau hier positioniert sich Almonty mit Sangdong.
Die Aktie hat diese Entwicklung allerdings bereits zu einem großen Teil vorweggenommen und in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt. Mit dem Start des Buybacks kommt nun ein weiterer möglicher Kurstreiber hinzu.
Damit wird für mich vor allem eine Frage entscheidend: Kann Almonty die operative Entwicklung jetzt tatsächlich mit der hohen Bewertung in Einklang bringen?
Der Produktionshochlauf in Südkorea muss wie geplant funktionieren, gleichzeitig müssen sich die aktuell hohen Wolframpreise als nachhaltig genug erweisen, damit die erwarteten Cashflows tatsächlich entstehen. Nach der starken Rallye ist deshalb aus meiner Sicht nicht mehr nur die Frage interessant, ob Almonty eine spannende Story besitzt. Das ist inzwischen weitgehend bekannt.
Die spannendere Frage lautet: Ist die Neubewertung der Almonty-Aktie bereits weitgehend gelaufen oder steht mit dem Produktionshochlauf von Sangdong der nächste Aufwärtsschub bevor?
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Chartanalyse: Wo liegen jetzt die entscheidenden Marken?

Almonty Industries hat nach dem Tief vom 30.07. in einer inversen Schulter Kopf Schulter Struktur einen Boden ausgebaut und ist zurück in den großen Aufwärtstrend gelangt. Zusätzlich wurde der Abwärtstrend gebrochen und die Aktie hat die wichtige Widerstandszone um 14,50 Dollar überschritten.
Aus der Formation heraus wäre jetzt ein Ziel bei 19,50 Dollar ableitbar. Die Aktie befindet sich aktuell allerdings in einem leicht überkauften Zustand. Deshalb wäre auch ein zwischenzeitlicher Rücksetzer auf die 14,80 Dollar beziehungsweise 15 Dollar Marke durchaus möglich, bevor die Aktie anschließend noch einmal die bisherigen Hochpunkte ansteuert.
Tunlichst vermeiden sollte Almonty einen Rückfall unter die 50 Tage Linie und die 200 Tage Linie. Dann würde sich das technische Bild wieder deutlich eintrüben und erneute Tests der Tiefs wären möglich. Diese liegen im Bereich von 11 Dollar beziehungsweise 8,90 Dollar.
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