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Meldung des Tages: Diese Germanium-Aktie rückt jetzt ins sicherheitspolitische Zentrum Nordamerikas

4 SC Aktie

Aktie
WKN:  A3E5C4 ISIN:  DE000A3E5C40 US-Symbol:  FSCGF Branche:  Biotechnologie Land:  Deutschland
0,13 €
-0,02 €
-13,33%
16.12.25
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,09 Mio. €
Streubesitz
84,82%
KGV
-
Index-Zuordnung
-
4 SC Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die 4SC AG ist ein auf onkologische Wirkstoffe fokussiertes deutsches Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Planegg-Martinsried bei München. Das Unternehmen konzentriert sich auf die klinische Entwicklung kleiner Moleküle zur Behandlung ausgewählter Krebsindikationen, insbesondere im Bereich epigenetischer Targets und immunmodulatorischer Ansätze. 4SC versteht sich als forschungs- und entwicklungsgetriebene Biotech-Plattform, die klinische Assets bis zu entscheidenden Werttreibern wie Phase-II- oder Phase-III-Daten voranbringt, um sie anschließend über Partnerschaften oder Lizenzabkommen zu monetarisieren. Im Kapitalmarktumfeld wird 4SC typischerweise dem Segment der spezialisierten, forschungsintensiven Small-Cap-Biotechs zugeordnet, deren Investmentprofil durch hohe Forschungsrisiken, aber potenziell signifikante Werthebel bei klinischen Erfolgen gekennzeichnet ist.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der 4SC AG basiert auf der Entwicklung und Wertsteigerung ausgewählter onkologischer Arzneimittelkandidaten. Im Mittelpunkt steht ein F&E-zentriertes Entwicklungsansatz, der sich auf:
  • präzise definierte Zielstrukturen (Targets) im Bereich Epigenetik und Immunonkologie
  • klinische Validierung in streng abgegrenzten Patientenkohorten
  • partnerschaftsorientierte Kommerzialisierungsstrategien
konzentriert. 4SC investiert primär in die klinische Entwicklung eigener Wirkstoffkandidaten bis zu einem Stadium, in dem regulatorische Meilensteine, Proof-of-Concept-Daten oder erste Wirksamkeits- und Sicherheitsprofile einen substanziellen ökonomischen Wert darstellen. Einnahmen sollen vorrangig durch:
  • Upfront-Zahlungen aus Lizenz- und Kooperationsverträgen
  • Meilensteinzahlungen bei Erreichen klinischer und regulatorischer Ziele
  • spätere Umsatzbeteiligungen (Royalties) bei Markteinführung
erzielt werden. Die Gesellschaft verfolgt damit ein asset-zentriertes, kapitaleffizientes Modell, das auf schlanken Strukturen, Outsourcing von Teilen der präklinischen und klinischen Arbeit sowie fokussiertem Portfoliomanagement basiert.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von 4SC besteht darin, innovative, zielgerichtete Therapien für Krebspatienten zu entwickeln, deren medizinischer Bedarf mit bestehenden Standardtherapien unzureichend gedeckt ist. Im Fokus steht insbesondere die Verbesserung von Krankheitsverläufen bei soliden Tumoren und hämatologischen Neoplasien durch:
  • gezielte Modulation epigenetischer Mechanismen
  • Kombination mit Immuntherapien und Checkpoint-Inhibitoren
  • therapiespezifische Biomarker-Strategien zur Patientenselektion
Strategisch setzt das Management auf eine klare Fokussierung der Pipeline, die Priorisierung weniger, aber differenzierter Kernprogramme sowie eine konsequente Ausrichtung auf Partnerschaften mit größeren Pharma- und Biotechunternehmen. Die Mission ist damit eng an ein risikoadjustiertes Portfoliomanagement gekoppelt, das Projekterfolgschancen, Kapitalmarktbedingungen und regulatorische Rahmenbedingungen miteinander verzahnt.

Produkte, Pipeline und Dienstleistungen

4SC verfügt über eine Pipeline von onkologischen Wirkstoffkandidaten, überwiegend in fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsphasen. Historisch bildeten epigenetisch wirksame kleine Moleküle den Kern des Portfolios, darunter Inhibitoren von Zielstrukturen wie Histon-Deacetylasen (HDAC). Ein Schwerpunkt liegt auf Substanzen, die in Kombination mit Immuncheckpoint-Inhibitoren oder Standardtherapien eingesetzt werden sollen, um synergistische Effekte zu erzielen. Typische Pipeline-Elemente umfassen:
  • klinische Kandidaten in Phase-II- und gegebenenfalls Phase-III-Entwicklung für definierte Tumorentitäten
  • Kombinationsstudien mit etablierten Onkologie-Regimen
  • strukturiert geplante Investigator-initiated Trials (IITs) in Kooperation mit Kliniken
Direkte Dienstleistungen im klassischen Sinne bietet 4SC dem Markt nicht an; vielmehr steht die Entwicklung eigener Assets im Vordergrund. Dienstleistungen entstehen mittelbar durch wissenschaftliche Kollaborationen, Datenaustausch mit akademischen Zentren sowie durch Kooperationsmodelle mit Industriepartnern, in deren Rahmen 4SC Know-how in den Bereichen Studiendesign, Wirkmechanismus-Analyse und Biomarker-Entwicklung einbringt.

Business Units und organisatorische Struktur

Die 4SC AG operiert im Kern als integrierte Entwicklungsorganisation ohne stark ausdifferenzierte, öffentlich klar abgegrenzte Business Units im Sinne klassischer Konzernstrukturen. Die Wertschöpfung gliedert sich intern im Wesentlichen in:
  • Forschung und präklinische Entwicklung
  • klinische Entwicklung und medizinische Wissenschaft
  • Regulatory Affairs und Qualitätsmanagement
  • Business Development und Lizenzmanagement
  • Finanzen und Corporate Functions
Aufgrund der Unternehmensgröße stehen funktionsübergreifende Projektteams im Vordergrund, die einzelne Wirkstoffkandidaten entlang der gesamten Entwicklungskette begleiten. Für Investoren bedeutet dies eine hohe Abhängigkeit vom Erfolg einzelner Programme, gleichzeitig aber auch eine relativ klare Transparenz hinsichtlich der Werttreiber.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die zentralen potenziellen Alleinstellungsmerkmale von 4SC liegen in der Spezialisierung auf epigenetische onkologische Zielstrukturen, der langjährigen Erfahrung im Design kleiner Moleküle und der Fokussierung auf kombinatorische Therapieansätze. Mögliche Wettbewerbsvorteile ergeben sich aus:
  • patentgeschützten Wirkstoffstrukturen und spezifischen Formulierungen
  • Detailwissen zu Wirkmechanismen in definierten Nischenindikationen
  • Klinischer Erfahrung in der Kombination experimenteller Substanzen mit marktgängigen Immuntherapeutika
Als potenzielle Burggräben gelten vor allem geistige Eigentumsrechte (Patente, Lizenzrechte) und regulatorische Datenexklusivität. Diese können bei erfolgreicher Zulassung den Markteintritt von Generika oder Nachahmerprodukten zeitlich begrenzen. In der Realität des Biotech-Sektors sind solche Moats jedoch meist zeitlich befristet und stark abhängig von der Differenzierung gegenüber konkurrierenden Wirkstoffklassen sowie von der Akzeptanz bei Onkologen und Kostenträgern.

Wettbewerbsumfeld

4SC agiert in einem stark fragmentierten, globalen Wettbewerbsumfeld der Onkologie- und Epigenetikforschung. Internationale Pharmakonzerne und größere Biotechnologieunternehmen entwickeln parallele Therapien in ähnlichen Indikationen, darunter epigenetische Inhibitoren und immunonkologische Kombinationen. Relevante Wettbewerber finden sich:
  • im Segment epigenetischer Krebsmedikamente, in dem mehrere Unternehmen HDAC- und andere Epigenetik-Inhibitoren verfolgen
  • im Umfeld von Immuncheckpoint-Kombinationstherapien, in dem forschungsstarke Konzerne Kooperationen mit kleineren Biotechs eingehen
  • bei zielgerichteten (Targeted) Therapien, die alternative Wirkmechanismen für ähnliche Patientengruppen adressieren
Für 4SC bedeutet dies hohen Druck, klinisch überzeugende Differenzierungsmerkmale zu liefern, etwa durch verbesserte Verträglichkeit, höhere Ansprechrate in Subgruppen oder vorteilhafte Kombinationsprofile. Zugleich ergeben sich Chancen durch mögliche Partnerschaften mit großen Akteuren, die externe Innovationen einlizenzieren.

Management, Governance und Strategie

Das Management der 4SC AG verfügt typischerweise über einen Hintergrund in Pharmaforschung, klinischer Entwicklung, Regulierung und Finanzierungsstrategien im Life-Science-Sektor. Das strategische Leitbild ist von Kapitaldisziplin, Fokussierung und Partnerschaftsorientierung geprägt. Kernelemente der Steuerung sind:
  • Priorisierung der Pipeline nach klinischem Potenzial, regulatorischen Chancen und Marktattraktivität
  • aktive Steuerung von Entwicklungsrisiken durch gestufte Entscheidungstore (Go/No-Go)
  • Frühzeitige Einbindung potenzieller Lizenzpartner in Schlüsselprojekte
  • striktes Kostenmanagement mit Schwerpunkt auf wertgenerierenden Studien
Für konservative Anleger ist die Qualität der Corporate Governance, die Transparenz von Forschungsentscheidungen und der Umgang mit Kapitalmaßnahmen zentral. Biotech-Unternehmen wie 4SC sind auf wiederkehrende Finanzierungsschritte angewiesen, sodass eine klar kommunizierte, langfristig ausgerichtete Strategie und ein erfahrener Aufsichtsrat wesentliche Faktoren für das Vertrauen institutioneller und privater Investoren darstellen.

Branchen- und Regionalanalyse

4SC ist Teil der europäischen Biotechnologiebranche mit Schwerpunkt Onkologie, die durch hohe Innovationsdynamik, starke Regulierung und ausgeprägte Abhängigkeit von Kapitalmärkten gekennzeichnet ist. Deutschland, insbesondere die Region München-Martinsried, gilt als Cluster für Life-Science-Forschung mit Zugang zu akademischen Zentren, Kliniken und spezialisierten Dienstleistern im Bereich Auftragsforschung (CROs). Branchenspezifische Rahmenbedingungen umfassen:
  • strenge Anforderungen der europäischen und US-amerikanischen Zulassungsbehörden
  • zunehmenden Kostendruck in den Gesundheitssystemen und dadurch intensivierte Nutzenbewertung neuer Onkologiepräparate
  • hohe Nachfrage nach innovativen Krebsmedikamenten mit klar belegtem Zusatznutzen
Regional profitiert 4SC vom Zugang zu qualifizierten Fachkräften, Forschungskooperationen und einem etablierten Biotech-Ökosystem. Gleichzeitig ist das Unternehmen in stark internationalisierten Marktstrukturen tätig, in denen klinische Studien, Zulassungen und Vermarktungsstrategien global ausgerichtet werden müssen, häufig mit Fokus auf die großen Onkologiemärkte USA, Europa und ausgewählte asiatische Länder.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die 4SC AG wurde Ende der 1990er-Jahre als forschungsorientiertes Biotechnologieunternehmen in der Nähe von München gegründet. Historisch entwickelte sich die Gesellschaft von einem breiter aufgestellten Wirkstoffforschungsunternehmen hin zu einem stärker fokussierten Onkologie-Player mit klarer Konzentration auf epigenetische und immunonkologische Programme. Im Zeitverlauf hat 4SC seine Pipeline mehrfach bereinigt, Programme veräußert oder eingestellt und die Ressourcen auf Projekte mit höherem klinischen und wirtschaftlichen Potenzial konzentriert. Die Notierung am Kapitalmarkt eröffnete wiederkehrende Möglichkeiten zur Eigenkapitalfinanzierung und ermöglichte es, teure klinische Entwicklungsphasen zu finanzieren. Partnerschaften und Lizenztransaktionen waren wichtige Meilensteine in der Unternehmensentwicklung und prägten die strategische Ausrichtung. Die Historie zeigt eine typische Biotech-Entwicklung mit Phasen der Expansion, Pipelinefokussierung, Umstrukturierung und strategischen Anpassungen an die veränderten Kapitalmarkt- und Regulierungsbedingungen.

Besonderheiten und strukturelle Merkmale

Eine Besonderheit der 4SC AG liegt in der ausgeprägten Fokussierung auf Small-Molecule-Therapien im Onkologiebereich, während viele Wettbewerber zusätzlich auf Antikörper oder zelluläre Therapien setzen. Diese Spezialisierung erlaubt schlankere Produktions- und Entwicklungsketten, aber auch eine stärkere Abhängigkeit vom Wettbewerb innerhalb der Klasse kleiner Moleküle. Strukturell ist 4SC ein typisches F&E-zentriertes Biotech-Unternehmen ohne eigene große Vertriebsorganisation. Die Vermarktung wird in der Regel über Lizenzpartner oder strategische Allianzen angestrebt. Zudem ist die Gesellschaft in einem Marktsegment tätig, in dem klinische Studiendaten, regulatorische Interaktionen und wissenschaftliche Publikationen einen unmittelbaren Einfluss auf die Wahrnehmung am Kapitalmarkt haben. Für Investoren ist die hohe Informationsasymmetrie zwischen wissenschaftlichen Details und wirtschaftlicher Bewertung ein strukturelles Merkmal, das fundierte Analyse und Risikoabwägung erfordert.

Chancen aus Anlegersicht

Für konservative Anleger ergeben sich potenzielle Chancen aus:
  • dem strukturell wachsenden Markt für onkologische Therapien, insbesondere bei zielgerichteten und epigenetischen Ansätzen
  • der Möglichkeit, dass klinische Erfolge einzelner Programme substanzielle Wertsteigerungen auslösen können
  • potenziellen Lizenz- oder Kooperationsabschlüssen mit größeren Pharmapartnern, die das Geschäftsmodell validieren
  • dem Zugang zu einer Nischenstrategie im Onkologiesegment über ein spezialisiertes Entwicklungsunternehmen
Darüber hinaus kann eine klare Fokussierung der Pipeline sowie ein diszipliniertes Kosten- und Risikomanagement das Chancen-Risiko-Profil gegenüber breit streuenden, aber weniger fokussierten Biotech-Portfolios verbessern. Sollte es gelingen, differenzierte klinische Daten in klar definierten Indikationen zu generieren, könnten regulatorische Erfolge und spätere Umsatzbeteiligungen theoretisch erhebliche Wertbeiträge liefern.

Risiken aus Anlegersicht

Dem stehen erhebliche Risiken gegenüber, die für Biotech-Unternehmen wie 4SC typisch sind. Dazu zählen:
  • hohe klinische Entwicklungsrisiken, da ein signifikanter Anteil an Wirkstoffkandidaten in fortgeschrittenen Phasen scheitert
  • regulatorische Unsicherheiten, insbesondere bei innovativen, epigenetischen Therapieansätzen
  • Abhängigkeit von Kapitalmarktfinanzierungen, die bei ungünstigem Marktumfeld zu Verwässerung für bestehende Aktionäre führen können
  • intensiver Wettbewerb durch global agierende Pharma- und Biotechkonzerne mit größeren Ressourcen
  • mögliche Verzögerungen bei Studien, die Zeitpläne und Kostenstruktur beeinträchtigen
Zusätzlich besteht ein Konzentrationsrisiko, da der Unternehmenswert stark von wenigen Schlüsselprojekten abhängt. Scheitern zentrale Programme in späten Entwicklungsphasen, kann dies die Wertbasis erheblich beeinträchtigen. Für risikoaverse, konservative Anleger bleibt 4SC daher ein spekulatives Investment im Hochrisikosegment der Biotechnologie, bei dem eine sorgfältige Beobachtung von Pipelinefortschritten, Partnerschaften und Finanzierungsstrategie unerlässlich ist, ohne dass daraus eine Empfehlung abgeleitet werden soll.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 0,15 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief -  
Tageshoch -  
52W-Tief -  
52W-Hoch 7,35545 €
Jahrestief -  
Jahreshoch 0,13 €

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. -
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -
Jahresüberschuss in Mio. -
Umsatz je Aktie -
Gewinn je Aktie -
Gewinnrendite -
Umsatzrendite -
Return on Investment -
Marktkapitalisierung in Mio. -
KGV (Kurs/Gewinn) -
KBV (Kurs/Buchwert) -
KUV (Kurs/Umsatz) -
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote -
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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
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Änderung
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Zeit
Frankfurt 0,1 € -23,37%
0,1305 € 16.12.25
Hamburg 0,13 € -13,33%
0,15 € 16.12.25
München 0,42 € -12,13%
0,478 € 26.11.25
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
16.12.25 0,13 0
15.12.25 0,15 0
12.12.25 0,18 0
11.12.25 0,16 0
10.12.25 0,17 0
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche - -
1 Monat 0,13 € 0,00%
6 Monate 1,3633 € -90,46%
1 Jahr 6,417 € -97,97%
5 Jahre 13,3159 € -99,02%

Unternehmensprofil 4 SC AG

Die 4SC AG ist ein auf onkologische Wirkstoffe fokussiertes deutsches Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Planegg-Martinsried bei München. Das Unternehmen konzentriert sich auf die klinische Entwicklung kleiner Moleküle zur Behandlung ausgewählter Krebsindikationen, insbesondere im Bereich epigenetischer Targets und immunmodulatorischer Ansätze. 4SC versteht sich als forschungs- und entwicklungsgetriebene Biotech-Plattform, die klinische Assets bis zu entscheidenden Werttreibern wie Phase-II- oder Phase-III-Daten voranbringt, um sie anschließend über Partnerschaften oder Lizenzabkommen zu monetarisieren. Im Kapitalmarktumfeld wird 4SC typischerweise dem Segment der spezialisierten, forschungsintensiven Small-Cap-Biotechs zugeordnet, deren Investmentprofil durch hohe Forschungsrisiken, aber potenziell signifikante Werthebel bei klinischen Erfolgen gekennzeichnet ist.

Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der 4SC AG basiert auf der Entwicklung und Wertsteigerung ausgewählter onkologischer Arzneimittelkandidaten. Im Mittelpunkt steht ein F&E-zentriertes Entwicklungsansatz, der sich auf:
  • präzise definierte Zielstrukturen (Targets) im Bereich Epigenetik und Immunonkologie
  • klinische Validierung in streng abgegrenzten Patientenkohorten
  • partnerschaftsorientierte Kommerzialisierungsstrategien
konzentriert. 4SC investiert primär in die klinische Entwicklung eigener Wirkstoffkandidaten bis zu einem Stadium, in dem regulatorische Meilensteine, Proof-of-Concept-Daten oder erste Wirksamkeits- und Sicherheitsprofile einen substanziellen ökonomischen Wert darstellen. Einnahmen sollen vorrangig durch:
  • Upfront-Zahlungen aus Lizenz- und Kooperationsverträgen
  • Meilensteinzahlungen bei Erreichen klinischer und regulatorischer Ziele
  • spätere Umsatzbeteiligungen (Royalties) bei Markteinführung
erzielt werden. Die Gesellschaft verfolgt damit ein asset-zentriertes, kapitaleffizientes Modell, das auf schlanken Strukturen, Outsourcing von Teilen der präklinischen und klinischen Arbeit sowie fokussiertem Portfoliomanagement basiert.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von 4SC besteht darin, innovative, zielgerichtete Therapien für Krebspatienten zu entwickeln, deren medizinischer Bedarf mit bestehenden Standardtherapien unzureichend gedeckt ist. Im Fokus steht insbesondere die Verbesserung von Krankheitsverläufen bei soliden Tumoren und hämatologischen Neoplasien durch:
  • gezielte Modulation epigenetischer Mechanismen
  • Kombination mit Immuntherapien und Checkpoint-Inhibitoren
  • therapiespezifische Biomarker-Strategien zur Patientenselektion
Strategisch setzt das Management auf eine klare Fokussierung der Pipeline, die Priorisierung weniger, aber differenzierter Kernprogramme sowie eine konsequente Ausrichtung auf Partnerschaften mit größeren Pharma- und Biotechunternehmen. Die Mission ist damit eng an ein risikoadjustiertes Portfoliomanagement gekoppelt, das Projekterfolgschancen, Kapitalmarktbedingungen und regulatorische Rahmenbedingungen miteinander verzahnt.

Produkte, Pipeline und Dienstleistungen

4SC verfügt über eine Pipeline von onkologischen Wirkstoffkandidaten, überwiegend in fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsphasen. Historisch bildeten epigenetisch wirksame kleine Moleküle den Kern des Portfolios, darunter Inhibitoren von Zielstrukturen wie Histon-Deacetylasen (HDAC). Ein Schwerpunkt liegt auf Substanzen, die in Kombination mit Immuncheckpoint-Inhibitoren oder Standardtherapien eingesetzt werden sollen, um synergistische Effekte zu erzielen. Typische Pipeline-Elemente umfassen:
  • klinische Kandidaten in Phase-II- und gegebenenfalls Phase-III-Entwicklung für definierte Tumorentitäten
  • Kombinationsstudien mit etablierten Onkologie-Regimen
  • strukturiert geplante Investigator-initiated Trials (IITs) in Kooperation mit Kliniken
Direkte Dienstleistungen im klassischen Sinne bietet 4SC dem Markt nicht an; vielmehr steht die Entwicklung eigener Assets im Vordergrund. Dienstleistungen entstehen mittelbar durch wissenschaftliche Kollaborationen, Datenaustausch mit akademischen Zentren sowie durch Kooperationsmodelle mit Industriepartnern, in deren Rahmen 4SC Know-how in den Bereichen Studiendesign, Wirkmechanismus-Analyse und Biomarker-Entwicklung einbringt.

Business Units und organisatorische Struktur

Die 4SC AG operiert im Kern als integrierte Entwicklungsorganisation ohne stark ausdifferenzierte, öffentlich klar abgegrenzte Business Units im Sinne klassischer Konzernstrukturen. Die Wertschöpfung gliedert sich intern im Wesentlichen in:
  • Forschung und präklinische Entwicklung
  • klinische Entwicklung und medizinische Wissenschaft
  • Regulatory Affairs und Qualitätsmanagement
  • Business Development und Lizenzmanagement
  • Finanzen und Corporate Functions
Aufgrund der Unternehmensgröße stehen funktionsübergreifende Projektteams im Vordergrund, die einzelne Wirkstoffkandidaten entlang der gesamten Entwicklungskette begleiten. Für Investoren bedeutet dies eine hohe Abhängigkeit vom Erfolg einzelner Programme, gleichzeitig aber auch eine relativ klare Transparenz hinsichtlich der Werttreiber.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Die zentralen potenziellen Alleinstellungsmerkmale von 4SC liegen in der Spezialisierung auf epigenetische onkologische Zielstrukturen, der langjährigen Erfahrung im Design kleiner Moleküle und der Fokussierung auf kombinatorische Therapieansätze. Mögliche Wettbewerbsvorteile ergeben sich aus:
  • patentgeschützten Wirkstoffstrukturen und spezifischen Formulierungen
  • Detailwissen zu Wirkmechanismen in definierten Nischenindikationen
  • Klinischer Erfahrung in der Kombination experimenteller Substanzen mit marktgängigen Immuntherapeutika
Als potenzielle Burggräben gelten vor allem geistige Eigentumsrechte (Patente, Lizenzrechte) und regulatorische Datenexklusivität. Diese können bei erfolgreicher Zulassung den Markteintritt von Generika oder Nachahmerprodukten zeitlich begrenzen. In der Realität des Biotech-Sektors sind solche Moats jedoch meist zeitlich befristet und stark abhängig von der Differenzierung gegenüber konkurrierenden Wirkstoffklassen sowie von der Akzeptanz bei Onkologen und Kostenträgern.

Wettbewerbsumfeld

4SC agiert in einem stark fragmentierten, globalen Wettbewerbsumfeld der Onkologie- und Epigenetikforschung. Internationale Pharmakonzerne und größere Biotechnologieunternehmen entwickeln parallele Therapien in ähnlichen Indikationen, darunter epigenetische Inhibitoren und immunonkologische Kombinationen. Relevante Wettbewerber finden sich:
  • im Segment epigenetischer Krebsmedikamente, in dem mehrere Unternehmen HDAC- und andere Epigenetik-Inhibitoren verfolgen
  • im Umfeld von Immuncheckpoint-Kombinationstherapien, in dem forschungsstarke Konzerne Kooperationen mit kleineren Biotechs eingehen
  • bei zielgerichteten (Targeted) Therapien, die alternative Wirkmechanismen für ähnliche Patientengruppen adressieren
Für 4SC bedeutet dies hohen Druck, klinisch überzeugende Differenzierungsmerkmale zu liefern, etwa durch verbesserte Verträglichkeit, höhere Ansprechrate in Subgruppen oder vorteilhafte Kombinationsprofile. Zugleich ergeben sich Chancen durch mögliche Partnerschaften mit großen Akteuren, die externe Innovationen einlizenzieren.

Management, Governance und Strategie

Das Management der 4SC AG verfügt typischerweise über einen Hintergrund in Pharmaforschung, klinischer Entwicklung, Regulierung und Finanzierungsstrategien im Life-Science-Sektor. Das strategische Leitbild ist von Kapitaldisziplin, Fokussierung und Partnerschaftsorientierung geprägt. Kernelemente der Steuerung sind:
  • Priorisierung der Pipeline nach klinischem Potenzial, regulatorischen Chancen und Marktattraktivität
  • aktive Steuerung von Entwicklungsrisiken durch gestufte Entscheidungstore (Go/No-Go)
  • Frühzeitige Einbindung potenzieller Lizenzpartner in Schlüsselprojekte
  • striktes Kostenmanagement mit Schwerpunkt auf wertgenerierenden Studien
Für konservative Anleger ist die Qualität der Corporate Governance, die Transparenz von Forschungsentscheidungen und der Umgang mit Kapitalmaßnahmen zentral. Biotech-Unternehmen wie 4SC sind auf wiederkehrende Finanzierungsschritte angewiesen, sodass eine klar kommunizierte, langfristig ausgerichtete Strategie und ein erfahrener Aufsichtsrat wesentliche Faktoren für das Vertrauen institutioneller und privater Investoren darstellen.

Branchen- und Regionalanalyse

4SC ist Teil der europäischen Biotechnologiebranche mit Schwerpunkt Onkologie, die durch hohe Innovationsdynamik, starke Regulierung und ausgeprägte Abhängigkeit von Kapitalmärkten gekennzeichnet ist. Deutschland, insbesondere die Region München-Martinsried, gilt als Cluster für Life-Science-Forschung mit Zugang zu akademischen Zentren, Kliniken und spezialisierten Dienstleistern im Bereich Auftragsforschung (CROs). Branchenspezifische Rahmenbedingungen umfassen:
  • strenge Anforderungen der europäischen und US-amerikanischen Zulassungsbehörden
  • zunehmenden Kostendruck in den Gesundheitssystemen und dadurch intensivierte Nutzenbewertung neuer Onkologiepräparate
  • hohe Nachfrage nach innovativen Krebsmedikamenten mit klar belegtem Zusatznutzen
Regional profitiert 4SC vom Zugang zu qualifizierten Fachkräften, Forschungskooperationen und einem etablierten Biotech-Ökosystem. Gleichzeitig ist das Unternehmen in stark internationalisierten Marktstrukturen tätig, in denen klinische Studien, Zulassungen und Vermarktungsstrategien global ausgerichtet werden müssen, häufig mit Fokus auf die großen Onkologiemärkte USA, Europa und ausgewählte asiatische Länder.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die 4SC AG wurde Ende der 1990er-Jahre als forschungsorientiertes Biotechnologieunternehmen in der Nähe von München gegründet. Historisch entwickelte sich die Gesellschaft von einem breiter aufgestellten Wirkstoffforschungsunternehmen hin zu einem stärker fokussierten Onkologie-Player mit klarer Konzentration auf epigenetische und immunonkologische Programme. Im Zeitverlauf hat 4SC seine Pipeline mehrfach bereinigt, Programme veräußert oder eingestellt und die Ressourcen auf Projekte mit höherem klinischen und wirtschaftlichen Potenzial konzentriert. Die Notierung am Kapitalmarkt eröffnete wiederkehrende Möglichkeiten zur Eigenkapitalfinanzierung und ermöglichte es, teure klinische Entwicklungsphasen zu finanzieren. Partnerschaften und Lizenztransaktionen waren wichtige Meilensteine in der Unternehmensentwicklung und prägten die strategische Ausrichtung. Die Historie zeigt eine typische Biotech-Entwicklung mit Phasen der Expansion, Pipelinefokussierung, Umstrukturierung und strategischen Anpassungen an die veränderten Kapitalmarkt- und Regulierungsbedingungen.

Besonderheiten und strukturelle Merkmale

Eine Besonderheit der 4SC AG liegt in der ausgeprägten Fokussierung auf Small-Molecule-Therapien im Onkologiebereich, während viele Wettbewerber zusätzlich auf Antikörper oder zelluläre Therapien setzen. Diese Spezialisierung erlaubt schlankere Produktions- und Entwicklungsketten, aber auch eine stärkere Abhängigkeit vom Wettbewerb innerhalb der Klasse kleiner Moleküle. Strukturell ist 4SC ein typisches F&E-zentriertes Biotech-Unternehmen ohne eigene große Vertriebsorganisation. Die Vermarktung wird in der Regel über Lizenzpartner oder strategische Allianzen angestrebt. Zudem ist die Gesellschaft in einem Marktsegment tätig, in dem klinische Studiendaten, regulatorische Interaktionen und wissenschaftliche Publikationen einen unmittelbaren Einfluss auf die Wahrnehmung am Kapitalmarkt haben. Für Investoren ist die hohe Informationsasymmetrie zwischen wissenschaftlichen Details und wirtschaftlicher Bewertung ein strukturelles Merkmal, das fundierte Analyse und Risikoabwägung erfordert.

Chancen aus Anlegersicht

Für konservative Anleger ergeben sich potenzielle Chancen aus:
  • dem strukturell wachsenden Markt für onkologische Therapien, insbesondere bei zielgerichteten und epigenetischen Ansätzen
  • der Möglichkeit, dass klinische Erfolge einzelner Programme substanzielle Wertsteigerungen auslösen können
  • potenziellen Lizenz- oder Kooperationsabschlüssen mit größeren Pharmapartnern, die das Geschäftsmodell validieren
  • dem Zugang zu einer Nischenstrategie im Onkologiesegment über ein spezialisiertes Entwicklungsunternehmen
Darüber hinaus kann eine klare Fokussierung der Pipeline sowie ein diszipliniertes Kosten- und Risikomanagement das Chancen-Risiko-Profil gegenüber breit streuenden, aber weniger fokussierten Biotech-Portfolios verbessern. Sollte es gelingen, differenzierte klinische Daten in klar definierten Indikationen zu generieren, könnten regulatorische Erfolge und spätere Umsatzbeteiligungen theoretisch erhebliche Wertbeiträge liefern.

Risiken aus Anlegersicht

Dem stehen erhebliche Risiken gegenüber, die für Biotech-Unternehmen wie 4SC typisch sind. Dazu zählen:
  • hohe klinische Entwicklungsrisiken, da ein signifikanter Anteil an Wirkstoffkandidaten in fortgeschrittenen Phasen scheitert
  • regulatorische Unsicherheiten, insbesondere bei innovativen, epigenetischen Therapieansätzen
  • Abhängigkeit von Kapitalmarktfinanzierungen, die bei ungünstigem Marktumfeld zu Verwässerung für bestehende Aktionäre führen können
  • intensiver Wettbewerb durch global agierende Pharma- und Biotechkonzerne mit größeren Ressourcen
  • mögliche Verzögerungen bei Studien, die Zeitpläne und Kostenstruktur beeinträchtigen
Zusätzlich besteht ein Konzentrationsrisiko, da der Unternehmenswert stark von wenigen Schlüsselprojekten abhängt. Scheitern zentrale Programme in späten Entwicklungsphasen, kann dies die Wertbasis erheblich beeinträchtigen. Für risikoaverse, konservative Anleger bleibt 4SC daher ein spekulatives Investment im Hochrisikosegment der Biotechnologie, bei dem eine sorgfältige Beobachtung von Pipelinefortschritten, Partnerschaften und Finanzierungsstrategie unerlässlich ist, ohne dass daraus eine Empfehlung abgeleitet werden soll.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,09 Mio. €
Aktienanzahl 10,91 Mio.
Streubesitz 84,82%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Gesundheit
Branche Biotechnologie
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+15,18% Weitere
+84,82% Streubesitz

Community-Beiträge zu 4 SC AG

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  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
Justachance
hat jemand charttechnisch was drauf?
wäre toll hier mal ein paar Signale einzusetzen, danke1
Avatar des Verfassers
Lumpile
Umsatz lächerlich - Aussagen lächerlich
Auf Tradegate 1945 Aktien gehandelt Und da wird auch noch von möglichen kommenden News geredet Lächerlich hoch 3
Avatar des Verfassers
clint65
Umsatz ist mittelprächtig heute,
also noch kein Indiz, aber ein guter Hebel, wenn mal eine positive Nachricht kommen sollte. Verweise auf den Link unter #174 von iTechDachs http://www.ariva.de/forum/...uro-Kursziel-333290?page=96#jumppos2401) Vielleicht wird es ja mal was, ein kurzer schöner Kurstraum ...
Avatar des Verfassers
Justachance
Mal Spass beiseite
gibt es irgendwo ne Empfehlung oder kommen tatsächlich demnächst News? Wer was weiss, gerne schreiben
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Häufig gestellte Fragen zur 4 SC Aktie und zum 4 SC Kurs

Der aktuelle Kurs der 4 SC Aktie liegt bei 0,13 €.

Für 1.000€ kann man sich 7.692,31 4 SC Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der 4 SC Aktie lautet FSCGF.

Die 1 Jahres-Performance der 4 SC Aktie beträgt aktuell -97,97%.

Der Aktienkurs der 4 SC Aktie liegt aktuell bei 0,13 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 0,00% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von 4 SC eine Wertentwicklung von -87,19% aus und über 6 Monate sind es -90,46%.

Das 52-Wochen-Hoch der 4 SC Aktie liegt bei 7,36 €.

Das 52-Wochen-Tief der 4 SC Aktie liegt bei 0,00 €.

Das Allzeithoch von 4 SC liegt bei 55,66 €.

Das Allzeittief von 4 SC liegt bei 0,00 €.

Die Volatilität der 4 SC Aktie liegt derzeit bei 107,09%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von 4 SC in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,09 Mio. €

Am 19.07.2021 gab es einen Split im Verhältnis 5:1.

Am 19.07.2021 gab es einen Split im Verhältnis 5:1.

4 SC hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

4 SC gehört zum Sektor Biotechnologie.

Nein, 4 SC zahlt keine Dividenden.