- Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung steigt auf 69,8 %.
- Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg auf 4,92 %.
- Der Verbraucherpreisindex wird am Freitag veröffentlicht.
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Markus Weingran Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve im September ist nach den neuesten Inflationsdaten gestiegen. Auslöser war der jüngste Erzeugerpreisindex (PPI), der stärker ausfiel als von vielen Marktteilnehmern erwartet.
Die Märkte rechnen inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 69,8 Prozent für eine Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte bei der FOMC-Sitzung am 16. September. Am Mittwoch lag diese Einschätzung noch bei 61,2 Prozent.
Die Neubewertung zeigt, dass Anleger zunehmend daran zweifeln, ob die Inflation bereits ausreichend zurückgegangen ist, damit die Fed ihre Geldpolitik unverändert lassen kann. Nach Veröffentlichung der PPI-Daten passten Händler ihre Erwartungen an die künftigen Zinsschritte der Notenbank an.
Auch der Anleihemarkt reagierte unmittelbar. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg um sieben Basispunkte auf 4,92 Prozent und näherte sich damit erneut der Marke von fünf Prozent. Das Niveau markiert den höchsten Stand seit der Finanzkrise.
Nun richtet sich der Blick auf den am Freitag erwarteten Verbraucherpreisindex (VPI). Sollte auch dieser stärker ausfallen, könnte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September weiter steigen. Fällt der Wert dagegen niedriger aus, könnte der Markt seine Erwartungen wieder zurücknehmen.
Bis dahin bleibt die Botschaft der jüngsten Erzeugerpreisdaten klar: Der Preisdruck in den USA ist noch nicht vollständig verschwunden. Die Märkte müssen sich deshalb erneut mit der Frage beschäftigen, ob die Fed die Zinsen weiter anheben muss – oder ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen.
Redaktion Ariva/MW
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