UniCredit: Top-Pick unter Europas Großbanken

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Die UniCredit ist eine führende paneuropäische Bank mit Sitz in Italien und ist auch unter dem Namen
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UniCredit bleibt für Bank of America Favorit unter Europas Großbanken, Zinsergebnis, Commerzbank-Deal und Kapitalpuffer sprechen für die Aktie. Die Analysten heben ihr Kursziel deutlich an und bestätigen ihre Kaufempfehlung.
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UniCredit bleibt für Bank of America Favorit unter Europas Großbanken. Die Analysten widerlegen fünf gängige Annahmen und bestätigen ihre Kaufempfehlung, das Kursziel steigt von 100 auf 113 Euro.

Erster Punkt: das Zinsergebnis. Kritiker fürchten, UniCredit erkaufe sich Kreditwachstum mit schrumpfenden Margen. Aus einem Portfolio von rund 218 Milliarden Euro mit einer Bestandsrendite von 1,59 Prozent laufen jährlich etwa 22 Milliarden Euro aus und werden zu 3,2 bis 3,3 Prozent neu angelegt. Allein daraus soll der Zinsertrag 2026 und 2027 um rund 0,7 Milliarden Euro steigen. Für das Nettozinsergebnis erwartet BofA 25,4 Milliarden Euro für 2027 und 27,1 Milliarden Euro im Jahr danach, gut fünf Prozent über dem Marktkonsens.

Zweiter Punkt ist die Commerzbank. Statt eines teuren neuen Übernahmeangebots hält BofA ein umgekehrtes Szenario für plausibel: Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) übernimmt selbst die HypoVereinsbank zu einem fairen Preis. Damit käme UniCredit rechnerisch auf rund 70 Prozent an der fusionierten Gruppe, ohne einen Euro zusätzlich auszugeben. Ein Treffen mit dem deutschen Finanzminister könnte hier zum Auslöser werden.

Beim Kapital sehen die Analysten den Höhepunkt der Belastung bereits erreicht. Die organische Kapitalgenerierung läuft mit rund 300 Basispunkten jährlich, und jeder weitere Zehn-Prozent-Schritt bei der Commerzbank-Beteiligung senkt den Kapitalverbrauch um 20 bis 30 Basispunkte. Eine Kernkapitalquote von über 15 Prozent sei für Zukäufe nicht nötig.

Auf die Sorge, UniCredit verpasse die Konsolidierung in Italien, antwortet BofA mit Zahlen: Rund zehn Prozent Marktanteil im Kreditgeschäft und über 20 Prozent Eigenkapitalrendite machen die Bank zu einer der profitabelsten weltweit. Monatlich kommen weitere 0,1 Prozentpunkte Marktanteil hinzu, unterstützt von der Freigabe des dänischen Kompromisses.

Am Ende steht die Bewertung. BofA rechnet mit einem Gewinnwachstum von rund 17 Prozent und 10,46 Euro Ergebnis je Aktie bis 2028. Das entspräche einem KGV von 8, ein Abschlag von rund 20 Prozent gegenüber europäischen Banken. Eine Lücke, die angesichts der Werte, die Konsolidierung schaffen kann, aus Sicht der Analysten zu groß ist.



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