PARIS (dpa-AFX) - Der französische Kosmetikkonzern L'Oreal ist dank einer starken Nachfrage nach Haarpflegeprodukten im zweiten Quartal kräftig gewachsen. Konzernweit legte der Umsatz in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um rund acht Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zu, wie der Hersteller von Marken wie Biotherm, Garnier, Lancôme oder La Roche-Posay oder Vichy am Mittwochabend in Paris mitteilte. Das war etwas mehr, als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Bereinigt um Währungseffekte sowie den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen steigerte L'Oreal den Umsatz um 6,3 Prozent. Die Zahlen kamen an der Börse gut an.
Für dich zusammengefasst:
L'Oreal wuchs im zweiten Quartal um rund acht Prozent.
Der Konzern erzielte einen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro.
Der operative Gewinn stieg um 6,8 Prozent auf 5,06 Milliarden Euro.
Die L'Oreal-Aktie legte am Vormittag in Paris um vier Prozent auf 399 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten EuroStoxx-50-Werten . Seit dem Jahreswechsel hat das Papier um gut neun Prozent an Wert hinzugewonnen. Im Gegensatz dazu hat sich die Aktie des US-amerikanischen Konkurrenten Estée Lauder Companies seit Jahresbeginn um etwa ein Fünftel verbilligt. Mit einem Börsenwert von rund 213 Milliarden Euro ist der Kosmetikkonzern nach LVMH (235 Mrd Euro) das zweitwertvollste Unternehmen Frankreichs und eines der teuersten Europas.
Callum Elliott vom US-Analysehaus Bernstein Research attestierte dem Kosmetikkonzern ein starkes Zahlenwerk. Nach einer herausfordernden Zeit präsentiere sich das Unternehmen wieder in Bestform. Analyst James Edwardes Jones von der kanadischen Bank RBC wertete hingegen das Ergebnis des ersten Halbjahres als "ordentlich", aber nicht mitreißend. Im Gesamtbild sprach der Experte von einem "souveränen Auftritt" des Kosmetikkonzerns.
Unter der Führung von Unternehmenschef Nicolas Hieronimus hat sich L'Oréal (L'Oréal Aktie) als widerstandsfähiger erwiesen als die Konkurrenz. Dies ist auf das breite Sortiment des Konzerns zurückzuführen, das von Haar- und Hautpflegeprodukten bis hin zu Maybelline-Produkten und hochwertigen Seifen reicht. Der Erlös summierte sich im ersten Halbjahr auf 23,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte in den sechs Monaten um 6,8 Prozent auf 5,06 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von gut 3,5 Milliarden Euro, ein Plus von gut fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr./mne/niw/zb
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