Das ist Asiens neuer reichster Mensch

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Noch vor Kurzem drohte TikTok in den USA das Aus. Jetzt ist Gründer Zhang Yiming reicher als Adani, Ambani und Yanai zusammen. Der Grund liegt tief im KI-Portfolio von ByteDance.
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Zhang Yiming von ByteDance ist zum ersten Mal zum reichsten Menschen Asiens aufgestiegen, ein bemerkenswertes Comeback für den TikTok-Entwickler in einer Zeit, in der KI-Vermögen die Milliardäre der traditionellen Industrie überflügeln.

Der 43-jährige Zhang verfügt laut dem Bloomberg Billionaires Index inzwischen über ein Vermögen von mehr als 105 Milliarden US-Dollar und hat damit den indischen Magnaten Gautam Adani überholt. Das entspricht einer Verachtfachung gegenüber den 13 Milliarden US-Dollar, die im März 2019 erstmals erfasst wurden.

Bereits zuvor galt Zhang als reichster Mann Chinas, getragen von der Allgegenwärtigkeit von TikTok sowie dem Vorstoß des Unternehmens in künstliche Intelligenz mit dem Chatbot Doubao und dem Videogenerator Seedance.

Sein Aufstieg zeigt zudem, wie ByteDance das geopolitische Tauziehen um TikTok in den Vereinigten Staaten hinter sich gelassen hat, das den Konzern Anfang des Jahres zur teilweisen Übertragung seines US-Geschäfts an amerikanische Investoren zwang.

Werte aus dem Artikel:
MSCI Aktie 557,19 $ +0,27%

Er spiele seine Karten richtig aus, sagte Lian Jye Su, Chefanalyst beim Marktforschungsunternehmen Omdia. Zhang sei auf Kurs geblieben und habe konsequent in künstliche Intelligenz investiert, selbst als der US-Kongress TikTok-Geschäftsführer Shou Chew 2023 ins Kreuzverhör nahm.

ByteDance könne zudem von seinem Schatz an Social-Media-Daten profitieren, um eigene KI-Modelle zu trainieren, so Su. KI-Produkte seien nach dem Erfolg der Videoplattform die größte Chance für ByteDance, der harte Wettbewerb in China zugleich aber auch das größte Risiko.

Zhangs Vermögen stieg allein in diesem Monat um mehr als zwölf Milliarden US-Dollar, nachdem Bloomberg aktuelle Bewertungen von BlackRock, Fidelity Investments und T. Rowe Price Group analysiert hatte.

Adanis Vermögen war dagegen im Juni zwischenzeitlich auf bis zu 120 Milliarden US-Dollar gestiegen, bevor es durch eine Neugewichtung im MSCI-Index sowie einen breiteren Ausverkauf infolge steigender Ölpreise und Anleiherenditen wieder sank.

Der KI-Boom hat in China bereits eine ganze Reihe neuer Milliardäre hervorgebracht, darunter Unternehmer, deren Firmen noch keine Gewinne erwirtschaften. China treibt die KI-Entwicklung dabei konsequent voran, kritisierte zuletzt gar die Forderungen führender US-Technologiemanager nach einer Verlangsamung der Entwicklung.


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