NM-NEWSletter/aktiencheck.de


Thema
abonnieren
Beitrag: 1
Zugriffe: 489 / Heute: 1
klecks1:

NM-NEWSletter/aktiencheck.de

 
31.07.01 06:23
Sehr geehrte Anlegerinnen und Anleger,

mit diesem kostenfreien AktienCheck Newsletter bieten wir Ihnen eine
analytische Tageszusammenfassung ueber die Ereignisse am Neuen Markt.


+++ Neuer Markt freundlich +++

Der Neue Markt ist heute freundlich in die neue Handelswoche gestartet. Auch
am Nachmittag konnten sich die Indizes trotz der etwas leichteren Vorgaben
aus Uebersee behaupten und ihre Kursgewinne verteidigen.

Zum Handelsende ist der NEMAX ALL-SHARE PERFORMANCE-INDEX 37,63 Zähler oder
3,07 Prozent auf 1.262,62 Punkte und der NEMAX 50 PERFORMANCE- INDEX 39,58
Zähler oder 3,31 Prozent auf 1.234,18 Punkte gestiegen.


+++ TOP 10 des Tages +++

GAP AG           +82.17% auf 4.19 Euro (Kursspanne: 2.75 - 4.35 Euro)
LIPRO HOLDING AG +75.61% auf 0.72 Euro (Kursspanne: 0.40 - 0.80 Euro)
EJAY AG          +47.83% auf 0.68 Euro (Kursspanne: 0.46 - 0.70 Euro)
RTV FAMILY ENTER +39.13% auf 2.24 Euro (Kursspanne: 1.72 - 2.26 Euro)
TEPLA AG         +33.70% auf 3.65 Euro (Kursspanne: 2.78 - 3.75 Euro)
PLAUT AG         +30.42% auf 4.03 Euro (Kursspanne: 3.40 - 4.29 Euro)
PIRONET AG       +29.21% auf 2.30 Euro (Kursspanne: 1.82 - 2.30 Euro)
MB SOFTWARE AG   +25.71% auf 0.44 Euro (Kursspanne: 0.38 - 0.51 Euro)
CYBERNET INTERN. +25.42% auf 0.74 Euro (Kursspanne: 0.64 - 0.74 Euro)
FANTASTIC CORP.  +25.00% auf 0.75 Euro (Kursspanne: 0.61 - 0.75 Euro)



GAP neue Aufträge
Ad hoc
Die GAP AG (WKN 580150) gibt bekannt, dass bereits zwei Monate vor

Serienanlauf des neu entwickelten Personenortungsgerätes HiPer erste größere
Aufträge im Wert von mehreren Millionen DM eingegangen sind. Besonders
hervorzuheben ist eine strategische Vertriebspartnerschaft mit einem großen
deutschen Elektronikkonzern.
Die gemeinsame Vermarktung mit diesem Konzern wird in Deutschland und
Österreich in Verbindung mit Notruf- und Servicedienstleistungen im
September 2001 anlaufen.

LIPRO Wechsel im Aufsichtsrat
Ad hoc
Im Zuge der Umsetzung des neuen strategischen Konzeptes der LIPRO AG (WKN
521260), welches am 28.6. vorgestellt wurde, wird der Aufsichtsrat der LIPRO
AG umgebildet Die LIPRO AG bedankt sich bei den bisherigen Aufsichtsräten
Herrn Dr. Ritz, Herrn Professor Wildemann und Herrn Bendisch für die
geleistete Unterstützung, insbesondere in den schwierigen Monaten des ersten
Halbjahres 2001.
Gemeinsam mit den strategischen Investoren wird die LIPRO AG noch im August
2001 einen neuen Aufsichtsrat präsentieren, welcher das Management der LIPRO
bei der langfristigen internationalen Weiterentwicklung des innovativen
Leistungsangebotes vom neuen Unternehmensstandort Nordrhein-Westfalen
unterstützen wird.

Plaut aussichtsreich
aktien-online.at
Die international tätige Beratungsgruppe Plaut (WKN 918703) hat heute ihr
Halbjahresergebnis vorgelegt, berichten die Experten von aktien-online.at.
Demnach habe Plaut einen Umsatz von 150,6 Mio. Euro erzielt, was einer
Steigerung von 13,9% verglichen mit dem selben Zeitraum des Vorjahres (132,2
Mio. Euro) entspreche. Im 2.Quartal habe der Umsatz um 9,3% auf 75,5 Mio.
Euro gesteigert werden können. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und
Firmenwertabschreibungen (EBITA) sowie vor Restrukturierungsaufwendungen
hätten sich im 2.Quartal auf 1,9 Mio. Euro gegenüber -0,2 Mio. Euro im
1.Quartal 2001 erhöht. Der konsolidierte Verlust nach Steuern und
Restrukturierungsaufwendungen habe im 2.Quartal 2,3 Mio. Euro gegenüber -3,3
Mio. Euro im 1.Quartal betragen.
Insgesamt habe das Ergebnis somit verbessert werden können, auch wenn der
Turnaround mit dem 2.Quartal noch nicht erreicht wurde. Für 2001 senken die
Experten von aktien-online.at die Gewinnprognose von 0,14 auf 0 Euro je
Aktie. Für 2002 und 2003 erwarte man weiterhin 0,4 Euro bzw. 0,7 Euro je
Aktie. Mit einem erwarteten KGV für 2002 von 9,2 und für 2003 von 3,8
(Besprechungskurs: 3,7 Euro) sehen die Experten von aktien-online.at bei
Plaut noch immer ein hohes Kurssteigerungspotenzial, auch wenn die Aktie
seit der Erstempfehlung bereits um 50% zugelegt habe.

Plaut erstes Halbjahr
Ad hoc
Die Plaut AG (WKN 918703) hat heute die Zahlen für das erste Halbjahr des
Geschäftsjahres 2001 bekannt gegeben. Im Halbjahr zum 30. Juni 2001 erzielte
Plaut einen Umsatz von 150,6 Mio. Euro, was einer Steigerung von 13,9%
verglichen mit dem selben Zeitraum des Vorjahres (132,2 Mio. Euro)
entspricht. Der im zweiten Quartal erzielte Umsatz von 75,5 Mio. Euro stieg
um 9,3% gegenüber der Vorjahresperiode (69,0 Mio. Euro) und lag somit im
Rahmen der Erwartungen von Aktienanalysten.
Der Auftragsbestand erhöhte sich auf ca. 90.000 Beratertage und entspricht
damit einem Volumen von mehr als fünf Monaten. Die mit
Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtete Pipeline künftiger Aufträge schätzt
Plaut auf mehr als 200.000 Beratertage.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) sowie
vor Restrukturierungsaufwendungen (siehe unten) erhöhte sich im zweiten
Quartal auf 1,9 Mio. Euro, nach einem Verlust im ersten Quartal von 0,2 Mio.
Euro. Somit belief sich der EBITA im ersten Halbjahr auf 1,7 Mio. Euro,
verglichen mit 6,2 Mio. Euro im selben Zeitraum des Vorjahres.


+++ FLOP 10 des Tages +++

EBIOTISSUE TECHNO -10.79% auf 12.40 Euro (Kursspanne: 12.40 - 14.10 Euro)
AMATECH AG        -10.23% auf  0.79 Euro (Kursspanne:  0.70 -  0.83 Euro)
CAMELOT TELE.COM  -10.00% auf  0.72 Euro (Kursspanne:  0.71 -  0.80 Euro)
KLEIND.DATENTECH  - 9.84% auf  1.65 Euro (Kursspanne:  1.57 -  1.76 Euro)
ARTNET.COM AG     - 8.78% auf  1.35 Euro (Kursspanne:  1.35 -  1.44 Euro)
POET HLDGS INC.   - 8.09% auf  1.25 Euro (Kursspanne:  1.07 -  1.36 Euro)
KINOWELT MED.O.N. - 8.08% auf  2.39 Euro (Kursspanne:  2.06 -  2.69 Euro)
BOV AG            - 7.89% auf  3.50 Euro (Kursspanne:  3.50 -  3.90 Euro)
INFOGENIE EUROPE  - 7.53% auf  0.86 Euro (Kursspanne:  0.86 -  0.86 Euro)
BROKAT INFOSYST.  - 7.11% auf  2.09 Euro (Kursspanne:  1.93 -  2.17 Euro)

CAMELOT bricht Verhandlungen ab
Ad hoc
Die Münchener CAMELOT tele.communication.online AG (WKN 501089) und die
Hamburger d+s online AG hatten sich vor sechs Wochen in einem Letter of
Intent geeinigt,ein strukturiertes Prüfungsverfahren zum Zusammenschluss
beider Unternehmen einzuleiten. Die Ergebnisse des Prüfungsverfahrens, das
CAMELOT bei der d+s durchgeführt hat, lassen aus Sicht von CAMELOT einen
Zusammenschluss beider Unternehmen nicht zu. Unbeeinträchtigt davon wird
CAMELOT wie angekündigt das Konsolidierungs- und Zukunftssicherungsprogramm
ohne Zeitverzug weiter vorantreiben.
Die Münchener fühlen sich durch die bereits erzielten Erfolge und einem
Cash-Bestand von knapp 13 Mio. EUR in ihren Prognosen bestärkt. Trotz der
nicht geplanten Kosten, die im Rahmen des Prüfungsverfahrens zum
Zusammenschluss beider Unternehmen entstanden sind, ist vorgesehen, bis zum
Jahresende wieder auf monatlicher Basis operativ profitabel zu arbeiten. Vor
allem in den Bereichen Kostensenkung, Steigerung der Vertriebsaktivitäten
und Ausbau des Leistungsportfolios in Richtung CRM-Full-Service-Provider
schreitet die planmäßige Neuaufstellung zügig voran.

Kinowelt "hold"
Merck Finck & Co
Laut einer deutschen Zeitung hält Kinowelt (WKN 628590) nach neuen
Investoren Ausschau. Das berichten die Analysten von Merck Finck & Co.
Die RTL-Gruppe sei einer von mehreren Investoren, denen eine Beteiligung an
Kinowelt angeboten worden sei. Anscheinend sei RTL aber nicht übermäßig
interessiert. Der Zeitungsbericht sei allerdings weder von RTL noch von
Kinowelt bestätigt worden. Tatsächlich wäre RTL ein vortrefflicher Partner
für Kinowelt, da sich das Unternehmen damit einen Distributionskanal für
seine Filme sichern würde. Abgesehen davon sei das eine Möglichkeit,
Kinowelts finanzielleSituation zu verbessern. Außerdem würde sich durch eine
Teilnahme von RTL innerhalb des Unternehmens ein Gegengewicht zu Kirch und
Constantin bilden. Da es aber keine deutlichen Anzeichen für Verhandlungen
zwischen Kinowelt und RTL gebe, gebe es auch keinen Grund für die Analysten,
etwas an der Bewertung von Kinowelt zu verändern.
Die Analysten von Merck Finck & Co. stufen Kinowelt unverändert als "hold"
ein.

BOV erreicht Umsatzziel
Ad hoc
In einem zunehmend schwierigen Marktumfeld hat die BOV (WKN 549370) die
Umsatzerwartungen für das erste Halbjahr mit einem Umsatz von Euro 15,3 Mio.
erfüllt. Dabei wurden die Umsatzerwartungen für Q1 zwar noch übertroffen, in
Q2 hat sich das Umsatzwachstum jedoch spürbar verlangsamt. Diese
Umsatzentwicklung belastete bei der vorhandenen Kostenstruktur das operative
Ergebnis im 2. Quartal. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand Maßnahmen
zur Kostenreduktion durch Anpassung der personellen Kapazitäten und durch
die Schließung unprofitabler Standorte eingeleitet. Im Rahmen des
Integrationsprozesses der Jardix AG hat sich herausgestellt, dass die im
Vorfeld der Akquisition gegebenen Informationen über die wertbildenden
Faktoren dieser Gesellschaft nicht den vorgefundenen Tatsachen entsprechen.
Aus diesem Grund tritt BOV vom Kauf- und Übertragungsvertrag zurück.
Die Einmalaufwendungen für die vorstehenden Maßnahmen belasten das Ergebnis
des 2. Quartals mit Euro -2,1 Mio. Damit wird für das erste Halbjahr ein
EBITDA von Euro -3,5 Mio. ausgewiesen. Ohne darin enthaltene Sondereffekte
schließt das 1. Halbjahr mit einem EBITDA in Höhe von Euro -1,9 Mio. Auf
Basis des Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr, einem Auftragsbestand von
über Euro 10,0 Mio. und aufgrund unserer Erwartungen über die Entwicklung
des Marktumfelds, rechnet BOV mit einem Gesamtjahresumsatz für 2001 von Euro
30,5 Mio. bis Euro 31,5 Mio. Dementsprechend schätzen wir das EBITDA auf
Euro -3,5 Mio. bis Euro -3,0 Mio. Die Gesellschaft verfügt am Ende des 1.
Halbjahrs über liquide Mittel in Höhe von Euro 22,0 Mio. Aufgrund der
kostensenkenden Maßnahmen erwarten wir eine nachhaltige Verbesserung der
Ertragslage und ein positives EBITDA im 4. Quartal.

Brokat vor dem Aus?
Financial Times Deutschland
Der Spezialist für Internet-Sicherheitssoftware Brokat (WKN 522190) hat mehr
als die Hälfte seiner liquiden Mittel verbraucht, berichten die Experten der
Financial Times Deutschland
Finde sich in den kommenden Wochen kein Investor, sei es aus. Den
vorläufigen Zahlen zufolge habe Brokat im zweiten Quartal ein Nettoergebnis
von minus 825 Mio. Euro erzielt, dass entspreche einem Minus von 22,31 Euro
je Aktie. Der Umsatz belaufe sich für den angegebenen Zeitraum auf rund 28
Mio. Euro, habe das einst als "Blue-Chip" bewertete NEMAX50-Unternehmen am
Freitag mitgeteilt. Die endgültigen Zahlen würden am 7. August
veröffentlicht. Besonders schwer würden die Sonderabschreibungen für die
beiden kürzlich zugekauften Unternehmen Blaze Software und GemStone Systems
in Höhe von rund 735 Mio. Euro wiegen.
An liquiden Mitteln verfüge Brokat zurzeit noch über 41 Mio. Euro. Brokat
habe derzeit laufende Kosten (Cash-Burn-Rate) von rund 15 Mio. Euro pro
Monat. Brokat sei nun auf der dringenden Suche nach einer neuen Geldquelle.
Sei sie bis zum vierten Quartal nicht gefunden, dürfte das Unternehmen schon
bald zahlungsunfähig werden, würden Analysten schätzen. "Wir sprechen zur
Zeit mit möglichen Investoren und sind uns der Lage durchaus bewusst", sagte
Unternehmenssprecher Rainer Jung. Siemens, mit drei Prozent an Brokat
beteiligt, habe nach eigenen Angaben seinen Anteil bereits abgeschrieben.
Das Paket aufzustocken sei nicht geplant, habe ein Siemens-Sprecher gesagt.
Die katastrophalen Situation sei das Ergebnis der Expansionsstrategie des
Unternehmens. "Zum Zeitpunkt der Entscheidung schien der Zukauf richtig
gewesen zu sein", habe Jung gesagt. Noch im April hätten die Prognosen auf
ein mehr als ausreichendes Wachstumspotenzial hingewiesen. Auch die eigenen
Geschäftsaussichten seien damals als günstig eingeschätzt worden. Dann sei
jedoch der Markt zusammengebrochen und das gesteckte Ergebnisziel sei in
weite Ferne gerückt. Die Quartalsergebnisse seien "hinter unseren eigenen
Erwartungen zurückgeblieben", habe der Sprecher gesagt. "Wir haben das
eigentlich recht schnell erkannt und mit Kosteneinsparungen dagegen
gesteuert", habe er eingeräumt - mit wenig Erfolg allerdings. Eingespart
habe das Unternehmen auch einen seiner Vorstände. Vorstandsmitglied Angelo
Maestrini habe am Donnerstag auf eigenen Wunsch zum 31. August sein Amt
niedergelegt und solle nicht ersetzt werden. Geld für seine Tätigkeit habe
er ohnehin nicht mehr gesehen. Seit Ende Juni würden die Vorstände
freiwillig auf ihr Salär verzichten.
Ein großes Unternehmen könne solche finanziellen Krisen mit Quersubventionen
überstehen, bei Brokat gehe das eben nicht, habe Jung gesagt. Es scheine,
dass dies auch die Investoren wissen. Reihenweise würden sie unmittelbar
nach der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen ihre Brokat-Anteile abstoßen.
Die Aktie sei wie ein Stein auf unter 1,70 Euro gefallen. Es seien
überwiegend enttäuschte institutionelle Investoren, die den Wert wieder
verkauften, habe ein Frankfurter Händler gesagt. In den Vorwochen habe die
Brokat-Aktie aufgrund nicht bestätigter Marktgerüchte um eine Übernahme
durch den US-Computerhersteller IBM deutlich zulegen können und sei
besonders bei Institutionellen gefragt gewesen.
Ein Großteil der private Anleger dürften sich wohl schon nach der
Hauptversammlung am 21. Juni von ihren Papieren getrennt haben. Auf der
Veranstaltung sei es zu lautstarken Szenen gekommen als ein Vertreter des
Verbandes der Kleinaktionäre den Vorstand angegriffen habe. Er habe dem
Management vorgeworfen, bei der Kostenkontrolle "total versagt" und damit
eine "grandiose Fehlentwicklung" verschuldet zu haben.

Brokat verkaufen
Die Telebörse-online
Die Analysten von "Die Telebörse-online" empfehlen die Aktie Brokat (WKN
522190) zu verkaufen.
Brokat-Vorstandschef Stefan Röver habe es offenbar aufgegeben, Prognosen
über den Geschäftsverlauf in den kommenden Quartalen abzugeben. Die
Konjunkturschwäche, sich ständig ändernde Rahmenbedingungen der Wirtschaft
sowie die Neustrukturierung des Unternehmens lasse keine Prognosen zu. So
hört sich kein Top-Manager an, der weiß, was er tut, so die Experten von
"Die Telebörse-online".
Aber es komme noch besser: Die Ad-hoc-Meldung mit den Quartalszahlen zitiere
Röver mit der Aussage: "Die Ergebnisse des zweiten Quartals spiegeln erneut
das verlangsamte Wachstum in unserer Branche wieder." Beim Blick auf die
Zahlen erscheine diese Aussage wie Spott für alle Besitzer von
Brokat-Aktien. Das Quartalsergebnis könnte nicht röter sein: Einem weiter
dramatisch einbrechenden Umsatz von 28 Millionen Euro (1. Quartal: 43
Millionen Euro) stünden operative Verluste von 40 Millionen Euro gegenüber,
allerdings vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Mitarbeiterbeteiligungen.
Richtig katastrophal seien die Wertberichtigungen auf die Firmenwerte
zugekaufter Unternehmen ausgefallen: 735 Millionen Euro Vermögenswerte
würden auf einen Schlag aus der Bilanz getilgt. Das Grauen habe einen Namen:
Ein Nettoquartalsverlust von 825 Millionen Euro oder 22,31 Euro je Aktie.
Aktueller Kurs: 2,35 Euro.
Mit der Verbrennung von 50 Millionen Euro im Quartal steuere Brokat zügig in
Richtung Insolvenz. Noch habe Brokat 41 Millionen Euro auf der hohen Kante.
Ohne große Erfolge beim radikalen Sparkurs würden Brokat also bald die
Lichter ausgehen. Das sei wohl auch der Grund dafür, dass sich nun auch die
letzten verbliebenen institutionellen Anleger aus dem Wert verabschieden
würden. Einzelne Händler würden bereits hoffen, den Ausverkauf nun gesehen
zu haben. Nach der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen sei der Kurs in der
Spitze um 30 Prozent eingebrochen.
Unbestätigte Gerüchte über die mögliche Übernahme Brokats durch IBM oder
Siemens hätten dem Kurs nur eine kurze Wiederbelebung beschert. Jetzt würden
Analysten eher davon ausgehen, dass Brokat nach Erreichen der Insolvenz in
seinen Einzelteilen verkauft werde. Dass ein Unternehmen wie IBM mehr als
die überhöhte Börsenbewertung von 95 Millionen Euro für einen solchen
Geldvernichter zahle, sei schlicht unvorstellbar. Da bleibe keine
Kursfantasie übrig.
Wer die Papiere der Stuttgarter noch besitzt, sollte sich mangels
Zukunftsperspektive und drohender Zahlungsunfähigkeit davon trennen, raten
die Analysten von "Die Telebörse-online".

Brokat "sell"
Merck Finck & Co
Wie die Analysten von Merck Finck & Co. mitteilen, vermeldet Brokat (WKN
522190) für das zweite Quartal einen pro forma EBITDA-Verlust von -40
Millionen Euro.
Das Unternehmen habe heute angekündigt, dass es für das zweite Quartal 2001
Einnahmen von etwa 28 Millionen Euro erwarte. Das EBIT (Einnahmen vor
Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Aktienbezugsrechten) werde
voraussichtlich 40 Millionen Euro oder auch 1,09 Euro pro Aktie betragen.
Brokat rechne auch mit speziellen Gebühren in Übereinstimmung mit US-GAAP in
einer Gesamthöhe von etwa 735 Millionen Euro. Diese nicht aus Bargeld
bestehenden Gebühren würden Goodwill-Abschreibungen beinhalten, die aus den
Akquisitionen von Blaze Software und GemStone Systems herrührten. Inklusive
der Abschreibungen gehe Brokat für das zweite Quartal von einem Nettoverlust
von etwa825 Millionen Euro oder auch 22,31 Euro pro Aktie aus. Für Ende Juni
2001 werde die Bargeldposition des Unternehmens nach seinen eigenen
Schätzungen bei mehr als 41 Millionen Euro liegen. Diese Zahlen seien aus
Sicht der Analysten von Merck Finck & Co. extrem enttäuschend.
Die Analysten von Merck Finck & Co. stufen Brokat als "sell" ein.



Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--