Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
SpaceX hat die jüngste Erholung vorerst abgebrochen. Die Aktie schloss am Donnerstag 4,05 Prozent tiefer bei 134 US-Dollar und fielen damit wieder unter den IPO-Preis von 135 US-Dollar. Damit endete eine Serie von sechs Schlusskursen in Folge oberhalb dieser Marke.
Widerstand bei 150 US-Dollar stoppt die Erholung
Der jüngste Rückgang folgt auf mehrere gescheiterte Versuche, die Marke von 150 US-Dollar zu überwinden. Seit dem Börsenstart hat sich dieses Niveau als hartnäckige Hürde erwiesen und konnte auch diesmal nicht nachhaltig durchbrochen werden.
Mitte Juni erreichte SpaceX in der Spitze 225,64 US-Dollar. Anfang August fiel die Aktie zeitweise bis auf 104,83 US-Dollar zurück. Vom Rekordhoch aus gerechnet verlor SpaceX damit zwischenzeitlich mehr als die Hälfte seines Börsenwerts.
Anschließend setzte eine Gegenbewegung ein. Anfang letzter Woche schloss SpaceX erstmals seit dem vorherigen Rückfall wieder klar oberhalb des IPO-Preises. Der Rückgang auf 134 US-Dollar macht nun einen wesentlichen Teil der jüngsten Stabilisierung wieder zunichte.
319 Millionen zusätzliche Aktien treffen auf den Markt
Für Unsicherheit sorgt der gestaffelte Ablauf der Haltefristen früher SpaceX-Aktionäre. Am Donnerstag wurden 319 Millionen weitere Aktien im Rahmen der Lockup-Regelungen für den Handel freigegeben. Das entspricht etwa sieben Prozent der von frühen Investoren und Mitarbeitern gehaltenen Aktien. Die Beteiligungen von CEO Elon Musk und ausgewählten weiteren Investoren unterliegen längeren Sperrfristen.
Verkaufsdruck könnte begrenzt bleiben
Trotz der zusätzlichen Aktien muss die Freigabe nicht zwangsläufig eine länger anhaltende Verkaufswelle auslösen. Bei der ersten großen Freigabe Anfang August reagierte die Aktie sogar mit deutlichen Kursgewinnen. Trotz 911 Millionen neu handelbarer Aktien legte SpaceX bis zum Ende des folgenden Handelstages um 23 Prozent zu.
Auch Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas sieht die zusätzlichen Aktien nicht ausschließlich als Belastung. Seiner Einschätzung zufolge könnte das größere Angebot Anlegern neue Möglichkeiten bieten, bei SpaceX einzusteigen.
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