LONDON (dpa-AFX) - Der Rivale Apollo grätscht dem US-Finanzinvestor Castlelake bei der sicher geglaubten Übernahme des britischen Billigfliegers Easyjet dazwischen: Laut den Briten soll im Übernahmepoker nun Apollo mit einem höheren Gebot zum Zuge kommen. Die Offerte von Castlelake unterstützt Easyjet laut einer Mitteilung vom Freitag nicht mehr. Apollo will Easyjet zufolge 7,15 britische Pfund je Aktie bieten, damit liegen insgesamt 5,7 Milliarden Pfund (6,7 Mrd Euro) auf dem Tisch. Wahlweise können Aktionäre Anteile an dem Apollo-Fonds erhalten, in dem Easyjet gehalten werden soll. Castlelake hatte zuletzt 6,90 Pfund je Papier geboten und das Easyjet-Management damit nach langem Ringen zunächst überzeugt. Die Gremien werteten das in Aussicht gestellte Apollo-Gebot aber nun als überlegen und würden es voraussichtlich auch offiziell empfehlen, hieß es von Easyjet in London.
Nach britischem Übernahmerecht muss Apollo nun bis zu 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen. Laut Easyjet besteht keine Garantie, dass es tatsächlich dazu kommt. Im Übernahmepoker hat die Easyjet-Aktie seit Mitte Mai rund 70 Prozent auf zuletzt 588 Pence zugelegt./men/stk
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