Amazon plant offenbar massiven Ausbau der Same-Day-Lieferung
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Amazon plant offenbar eine gewaltige Ausweitung seines Same-Day-Liefernetzes. Laut Bank of America soll die Zahl der Blitzlager bis 2031 von 85 auf über 1.000 steigen, näher an Walmarts Ladennetz heran.
Für dich zusammengefasst:
Amazon plant, Same-Day-Zentren auf über 1.000 zu erweitern.
Das Budget für das Projekt Mercury beträgt 6,8 Milliarden USD.
70 Prozent der Onlinebestellungen kommen am gleichen Tag an.
Amazon denkt offenbar über eine deutliche Erweiterung seines Schnelllieferservice in den USA nach. Nach Informationen von Business Insider trägt das interne Vorhaben den Namen Project Mercury und sieht vor, die Zahl der sogenannten Sub-Same-Day-Zentren von derzeit 85 auf mehr als 1.000 Standorte bis 2031 zu erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Bank of America hervor, die sich auf ein internes Amazon-Dokument beruft.
In diesen Zentren lagert Amazon rund 90.000 besonders gefragte Artikel, etwa Küchenpapier, Frischeprodukte oder Hustensaft. Bei Mercury geht es also weniger darum, das Sortiment auszuweiten, sondern eine begrenzte Auswahl an Alltagsprodukten so nah wie möglich an die Kundschaft zu bringen.
Amazon plant dafür ein Budget von 6,8 Milliarden US-Dollar über drei Jahre ein und rechnet damit, dass daraus über zehn Jahre ein wirtschaftlicher Wert von 7,1 Milliarden US-Dollar entsteht und das Vorhaben ab 2030 positive Cashflows abwirft.
Mit dem Ausbau reagiert Amazon offenkundig auf den Vorsprung, den Walmart durch sein dichtes Filialnetz bei schnellen Lieferungen hat. Walmart nutzt seine rund 5.000 Filialen als letzte Station für Bestellungen und wickelt darüber 80 Prozent aller Onlinebestellungen sowie sämtliche Expresslieferungen ab.
Bereits 70 Prozent der Onlinebestellungen kommen noch am selben Tag an, über 30 Prozent sogar innerhalb von drei Stunden. So erreicht Walmart 90 Prozent der US-Bevölkerung im Umkreis von 16 Kilometern. Amazon käme mit über 1.000 Mercury-Zentren bis 2031 auf eine ähnliche Reichweite für 80 Prozent der Prime-Mitglieder.
Die Bank of America bewertet die Investitionen als finanziell überschaubar. Gemessen am jährlichen Investitionsbudget des Amazon-Einzelhandelsgeschäfts von schätzungsweise 50 Milliarden US-Dollar mache Mercury pro Jahr weniger als fünf Prozent aus.
Große Auswirkungen auf die Gewinnprognosen erwarten die Analysten daher nicht, den strategischen Nutzen halten sie aber für erheblich. Das Projekt füge sich ein in Amazons Strategie, das Logistiknetz dichter und automatisierter zu gestalten und so die Margen im Einzelhandel über Jahre zu verbessern. Die Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung für die Amazon-Aktie.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB5LTF6 ,
DE000NB69920 ,
DE000NB7BXS8 ,
DE000NB0PS72 ,
DE000NB7C277 ,
DE000NB7FK26 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
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