Dividendenaristokrat McDonald's enttäuscht mit Zahlen – jetzt trotzdem einsteigen?

Max Gross Max Gross
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Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.

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McDonald's ist eine weltweit verbreitete Schnellrestaurantkette, die für ihre Hamburger, Pommes frites und Fast-Food-Gerichte bekannt ist.
©unsplash.com
McDonald's verfehlt mit seinen am Dienstag vorgelegten Quartalszahlen zwar die Umsatzerwartungen, trotzdem bietet sich ein Einstieg in die Aktie jetzt an.
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Hinweis

McDonald's: Der erhoffte Befreiungsschlag bleibt aus!

Für den angehenden Dividendenkönig, nur eine weitere Anhebung fehlt McDonald's noch, um das 50. Jahr ununterbrochener Dividendenerhöhungen voll zu machen, ist das Börsenjahr bislang nicht erfolgreich verlaufen.

Zwar konnte sich die McDonald's-Aktie im Februar noch auf neue Allzeithochs verteuern, doch seither befinden sich die Anteile im Rückwärtsgang. Eine schwache Konsumstimmung, steigende Produktkosten und die anhaltend hohen Anleiherenditen drücken auf das Sentiment gegenüber dem langfristigen Kursgaranten.

Werte aus dem Artikel:
McDonald's Aktie 269,49 $ +0,76%

Enttäuschendes Umsatzwachstum, Erlöse unter den Erwartungen

Am Dienstag hat sich der Burgerbrater mit frischen Quartalszahlen zu Wort gemeldet. Die sind durchwachsen ausgefallen und liefern dem Markt bislang keinen Grund, hier anzubeißen. Trotzdem könnte die Aktie jetzt eine attraktive Einstiegsgelegenheit bieten.

Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die Erlöse um magere 3,7 Prozent auf 7,09 Milliarden US-Dollar. Damit wurden die Erwartungen um 40 Millionen US-Dollar verfehlt. Den größten Teil des Wachstums lieferten neu eröffnete Filialen, denn die flächenbereinigten Erlöse legten gerade mal um 1,3 weltweit und um 0,8 Prozent in den USA zu. Damit kann McDonald's seine Wachstumssorgen nicht abschütteln.

Besonders ärgerlich: Während es bei den unternehmenseigenen Restaurants mit einem Umsatzplus von 2,7 Prozent schlecht lief, lieferten im Franchise-Betrieb laufende Filialen immerhin ein Umsatzwachstum von 4,3 Prozent.

Operativer Ertrag und Nettogewinn steigen leicht

Auf der Ertragsseite lief es etwas besser, hier konnten die Analystenerwartungen übertroffen werden. Der bereinigte Gewinn pro Aktie (Non-GAAP) lag mit 3,38 US-Dollar um 6 Cent über den Schätzungen. Im Vorjahresquartal hatte McDonald's je Anteil einen Ertrag von 3,19 US-Dollar erwirtschaftet.

Insgesamt erzielte McDonald's einen auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallenden Nettoertrag in Höhe von 2,362 Milliarden US-Dollar nach 2,253 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Anstieg um 4,8 Prozent. Wenigstens bei der operativen Effizienz gibt es also Fortschritte.

Verhaltene Zahlen = verhaltene Kursreaktion

Die Reaktion des Marktes auf die Zahlen fiel verhalten aus, und das, obwohl die Erwartungen angesichts eines Kursrückgangs der Aktie um 13,2 Prozent seit dem Jahreswechsel niedrig gewesen sein dürften.

In der US-Vorbörse kam es zwar zunächst zu anfänglichen Kursgewinnen, doch diese wurden rasch verkauft. In den regulären Handel startete McDonald's nahezu unverändert und konnte sich anschließend auch nur wenig steigern. Der erhoffte Befreiungsschlag für die technische angeschlagene Aktie dürfte daher vorerst ausbleiben.

Trotz des noch intakten Abwärtstrends gibt es aber erste Anzeichen für eine kurz- bis mittelfristige Trendwende, denn in den technischen Indikatoren RSI und MACD liegen inzwischen ausgeprägte bullishe Divergenzen vor. Außerdem hat die McDonald's-Aktie mit der 50-Tage-Linie einen potenziellen Buy-Trigger im Blick.

03.08.26 - ARIVA.DE Redaktion

Fazit: Trotz Enttäuschung ist die Aktie zu günstig, um sie zu ignorieren!

McDonald's kämpft mit einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld und konnte sich im zurückliegenden Quartal nur wenig steigern. Das stellt einen Rückschritt gegenüber den beiden Quartalen zuvor dar, in denen das Umsatzwachstum noch auf eine Beschleunigung des Umsatzwachstums hindeutete. Darin besteht heute die größte Enttäuschung.

Mit Blick auf die Unternehmensbewertung steht nach den anhaltenden Kursverlusten der vergangenen Monaten ein KGVe 2026 von 20,5 zu Buche. Das liegt um fast 20 Prozent unter dem 5-Jahres-Mittel von 24,8. Auch bei vielen anderen Kennziffern bewegen sich die Abschläge gegenüber der historischen Norm im Bereich von 15 bis 20 Prozent, was auf eine strukturelle Unterbewertung hindeutet. Gleichzeitig ist die Dividendenrendite mit knapp 2,8 Prozent so hoch wie seit dem Corona-Crash nicht mehr. Antizyklikerinnen und Antizykliker nutzen daher den nach den Zahlen verhaltenen Handel zum Einstieg!

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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