Saudi Arabien- Feind oder Freund

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Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Saudi Arabien- Feind oder Freund

 
16.08.02 11:29
#1

"Opfer des 11. September verklagen saudische Prinzen und den Sudan"

Wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen vom 11. September will eine Gruppe von mehr als 600 Opfer-Angehörigen die Familie von Osama Bin Laden, drei saudi-arabische Prinzen, die sudanesische Regierung und etliche islamische Gruppen vor Gericht sehen. In Washington reichten sie jetzt Klage ein.


Washington - Sie verlangen in der Zivilklage Wiedergutmachung im Umfang von mehr als 635 Milliarden Dollar (646 Milliarden Euro), teilten Sprecher der Gruppe mit.

Unter den Klagenden sind Angehörige der Opfer aus dem World Trade Center, aus dem Pentagon und der Passagiere an Bord von Flug Nummer 93, der in einem Feld in Pennsylvania abstürzte. Mehrere Passagiere hatten die Terroristen an Bord des Flugzeugs überwältigt, bevor es sein vermutetes Ziel in Washington erreichen konnte.

"Unsere Soldaten setzen ihr Leben auf der anderen Seite des Erdballs jeden Tag aufs Spiel, um den Terroristen das Handwerk zu legen. Diese Klage ist der einzige Weg, wie wir die Terroristen von hier aus stoppen können", sagte Deena Burnett, deren Mann Tom an Bord von Flug 93 war. Sie rief die Regierung auf, Vermögenswerte der in der Klageschrift genannten Gruppen und Personen einzufrieren.

Die genaue Klagesumme nannten die Anwälte nicht. Es solle aber mehr Geld dabei herauskommen, als bei den großen Prozessen gegen die Tabakindustrie. In einem außergerichtlichen Vergleich hatten die Anwälte dabei 635 Milliarden Dollar herausgeschlagen.

Fazit:

DAS IST KRASS. WIESO DIE AMIS ABER SAUDI-ARABIEN NICHT ANGREIFEN IST KLAR.

Saudi Arabien- Feind oder Freund ernuwieder
ernuwieder:

für den einen so und dem anderen so...also: so

 
16.08.02 11:33
#2
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Wer zahlt denn die Kosten für

 
16.08.02 11:43
#3
unsre Bundeswehr, die gerade in Afghanistan die Ruinen bewacht?

Nur deutsche Steuerzahler-sklaven
Geben uns die Amis was ab? Tolle Allianz.

Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@BRAD

 
16.08.02 11:45
#4
Was willst du eigentlich?


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Lieber Apfelbaum, die

 
16.08.02 11:56
#5
frage ist doch eher, wieso es dir nicht gefällt, wenn jemand nach dem SINN und Zweck der derzeitigen Politik fragt.

Du mußt ja nicht mitmachen. Vielleicht läßt Du einfach alles nur auf dich zukommen. Es ist viel einfacher einem Leithammel blind zu folgen.

Mir reicht das nicht. Eine Demokratie zu haben und ihre Mitspachemöglichkeiten nicht zu nutzen ist eine Schande.
Man bekommt immer die Regierung die man verdient und wer alles unkritisch zuläßt, der wacht erst auf, wenn alles zu Spät ist.

Ich habe Kinder und mache mir Gedanken um die Zukunft. Zuviele Generationen müssen jetzt schon ihren Kindern erklären, wieso sie in der Vergangenheit nichts unternommen haben.
Saudi Arabien- Feind oder Freund mob1
mob1:

Mein Vorschlag :

 
16.08.02 12:05
#6
für jedes Opfer der Atombombe bekommt Japan 1 Mrd. Wiedergutmachung von
den Amis.

Ich kann echt nur den Kopf schütteln,
ein solch überarrogantes Volk mit
idiotischen Ansichten kann sich als
"Weltmacht" alles erlauben.
Zum Kotzen.

Gruesse
MOB
Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

...

 
16.08.02 12:08
#7
@BRAD:

du hast recht, da muss ich echt nicht mitmachen.

Ist ja nett, dass du schon wieder vermutest was ich denke und mache.


@MOB: hoffentlich geht's dir jetzt besser.


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund Boersiator
Boersiator:

@mob

 
16.08.02 12:09
#8
mit Verlaub, DU IDIOT!

Boersiator
Saudi Arabien- Feind oder Freund Nick Leeson
Nick Leeson:

wollte mich eigentlich nicht in eine politische

 
16.08.02 12:16
#9
disskusion einlassen aber : Es klingt zwar banal und entschuldigt in keiner weise den alleingang der amis in der weltpolitik seit dem 11,September, aber mir sind die Amis als weltmacht allemal lieber als irgendein Islamistischer Staat, Arabische Emirate (sammt dekadenten oelscheichs), China, Indien pakistan usw.
ich glaube nicht , dass irgendeiner hier im Ariva board sich so etwas wuenschen wuerde oder.....?? naja auser schnorrer vielleicht *g*

Es ist schwer eine gerechte balance bei so vielen  staaten zu halten also ist es nur natuerlich , dass der maechtigste staat eine gewisse fuehrer rolle uebernehmen muss...und das dabei auch eigene interessen oefter mal vorrang haben liegt in der natur der sache.
bei aller kritik an der USA finde ich persoenlich , dass sie ihren job als "Weltpolizei garnicht mal so schlecht machen" glaubt ihr die Chinesen waeren da uneigennuetziger...wahrscheinlich muessten wir dann alle chinesisch lernen und unsere haustiere zum abendessen verspeisen...*lol*.


gruss


nick
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Saudi Arabien- Feind oder Freund Rexini
Rexini:

ich habe durch den terroranschlag am 11. september

 
16.08.02 12:18
#10
durch den verfall meiner aktien einen seelischen schock erlitten.
wo kann ich mich wegen schmerzensgeld und verlustausgleich hinwenden?
1 milliarde € würde ich als angemessen betrachten.
Saudi Arabien- Feind oder Freund hermes2000
hermes2000:

aha??

 
16.08.02 12:19
#11
aha? da weht der wind also, die sind soo geil aufs geld...
ich bin dafür das die Hinterbliebenen der Kriegsverbrechen in Vietnam, Hiroshima, Nagasaki, Korea, Afghanistan, Irak, etc etc ..(kann man ein Buch füllen) Bush verklagen sollen,
er ist oberster Befehlshaber der US-Army, -Navy, etc...

also die reißen ne Klappe, sowas kotzt mich echt an...!!


wüüüüürg***
Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@nick

 
16.08.02 12:21
#12
Raus aus diesem Thread, hier dürfen nur Spinner posten!

:-)

Mal im Ernst: alles hat zwei Seiten. Und keiner von uns hat die entsprechenden Informationen, um überhaupt irgendwetwas beurteilen zu können.
Deshalb führt das Übereifern von BRAD zu nichts, auch wenn er prinzipiell recht hat.

Zu MOB braucht man ja nix sagen, der hat ja schon den richtigen Namen. Übrigens ist es den Leuten echt scheissegal, ob sie von einer Atombombe getötet werden, oder einen Stein auf den Schädel bekommen.

Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund Nick Leeson
Nick Leeson:

das wuerde ich nicht so ernst sehn.

 
16.08.02 12:23
#13
1. haben die saudies mehr als genug geld und ihre "untertahnen" nagen am hungertuch-sprich :die mehrheit der arabischen bevoelkerung!!!
2. ist es bei den amis fast schon ein hobby alles und jeden zu verklagen...das kann man schon an der statistik erkennen...in den USA gibt es mehr rechtsanwaelte als Aerzte, Ingeneure und Architekten zusammen.


gruss

nick

Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

was ist an dem Prozess eigentlich schlecht

 
16.08.02 12:25
#14
Jetzt gibt's dann doch mal einen Zivilprozeß, der die Faktenlage mal klären muss.
Viele Boardteilnehmer beklagten doch das Fehlen von Beweisen oder stellten Verschwörungstheorien vor.
Ein Zivilprozess würde da durchaus Licht in die Sache bringen.
Aber die Amihasser hier trauen denen ja nicht mal einen Prozess zu.


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Nick L.

 
16.08.02 12:28
#15
Ist dir überhaupt klar, was du da schreibst?
Wo steht geschrieben, dass die Welt eine Weltmacht braucht?

Die verschiedenen Völker haben gerade in unzähligen Kriegen die Monarchien abgeschafft und alls sind stolz auf Demokrtien.

Eine Weltmacht ist nichts anderes als eine WELT-MONARCHIE.

Und wenn die USA schon sich als Weltpolizei aufführen. Schau die mal ihre Rolle in einem echten Krisenherd wir Israel an, oder zu Zentralen Fragen wie

- Kyoto-Abkommen
- Internationaler Strafgerichtshof
- Handelskontrollen / Stahlimporte
- Politische Alleingänge der USA
usw....

Ich kann nichts entdecken, was nach Gerechtigkeit aussieht.
Saudi Arabien- Feind oder Freund Nick Leeson
Nick Leeson:

@Apfelbaumpflanzer

 
16.08.02 12:29
#16
dito!
Saudi Arabien- Feind oder Freund Nick Leeson
Nick Leeson:

@Brad Pitt

 
16.08.02 12:35
#17
was ist schon gerecht.
Gerechtigkeit ist eine illusion und kann man nur subjektiv betrachten je nach dem auf welcher seite man ist.
glaubst du etwas, dass die demokratie gerecht ist ???
ganz im gegenteil...die demokratie ist nichts anderes als despotissmus versteckt in einem schaafspelz.
aber das ist eine andere sache..darauf geh ich vielleicht mal ein anderes mal ein.
ich bin ganz bestimmt kein freund der amis...(wuerde am liebsten jeden einzelnen McDonnalds laden in die luft sprengen!!!)
trotzdem wird mir doch noch erlaubt sein euch zu fragen ob ihr lieber im chaos leben wollt oder sogar einen anderen staat als weltpolizei.
glaubt mir leute es gibht nur zwei alternativen..entwerde unendliche Krisenherde mit unkontrollierten KRIEGEN ohne weltpolizei....oder eine demokratische Weltpolizei....die ihr bestes tut die lunten in den verschiedenen krisengebieten zu loeschen.


gruss

nick

Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Nick

 
16.08.02 12:46
#18
Du bringst genau das UNTERTANEN-DENKE von dem ich spreche.

Von welcher Ordnung sprichst Du überhaupt? Die Amis haben doch selbst Bin Laden ausgebildet und jetzt geriet er außer Kontrolle.
Die Amis haben die Taliban vorher kommplett mit Waffen versorgt, damit sie die Mudjahidin verjagen.
Die Amis haben sogar Khomeini Jahrelang als Geheimwaffe gegen den Schah im Exil beschützen lassen und er geriet ihnen außer Kontrolle.

So lange es den Kommunismus gab, mag das ja alles anders gewesen sein, aber den Kommunismus gibt es nicht mehr.
Ich bin nicht undankbar wenn ich sage "Wir sind erwachsene Demokratien und brauchen keine einzelne Weltmacht"
Saudi Arabien- Feind oder Freund Nick Leeson
Nick Leeson:

@Brad Pitt

 
16.08.02 13:02
#19
"Wir sind erwachsene Demokratien...."...naja erwachsen???
unsere demokratie steckt noch in ihren kinderschuhen...so alt ist die "Europaeische" demokratie nun wirklich nicht verglichen zur USA!!!

Ausserdem ist die mehrheit der Staaten auf dieser welt alles andere als demokratisch (afrika=eine bananenrepublik nach der anderen asien=despotismus so weit das auge reicht...usw) Wobei ich nicht sagen will, dass unsere demokratie die edelste staatsform ist.
Die neunziger haben dem kommunismus endgueltig als unrealisierbare staatsform "geoutet" ( der mensch ist einfach nicht geschaffen fuer den sozialismus so nett er auch in der teorie sich liest.)
Und ich habe die befuerchtung, dass etwas aehnliches mit der demokratie jetzt im neuen jahrtausend passieren wird...die schwaechen und nachteile der demokratie sind heute sichtbarer als jeh zuvor...gerade weil der gegenpart (der kommunismus) nicht mehr als suendenbock benutzt werden kann....


gruss
nick
Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

zu:

 
16.08.02 13:21
#20
- Kyoto-Abkommen
- Internationaler Strafgerichtshof
- Handelskontrollen / Stahlimporte
- Politische Alleingänge der USA

es würde auch einem ausgewiesenen Amihasser wie PIT mal guttun, sich als "open minded" zu betätigen, und sich mal einfach so unvoreingenommen die Argumente anzuschauen. Es ist eben nicht alles schwarz-weiss.

Aber etwas unvoreingenommen zu betrachten ist nicht jedermanns Stärke.

Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund Nick Leeson
Nick Leeson:

up

 
16.08.02 13:45
#21
hat keiner mehr lust zu antworten...bin gerade in fahrt ;-)



gruss

nick

Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Apfelbaumfflanz.

 
16.08.02 14:46
#22
machst Du einen Scherz. Welche Argumente habe ich übersehen. Gibt es z.B. Argumnete gegen ein Klimaschutzabkommen, oder hast Du bisher Argumente gebracht die ich nicht gesehen habe.
Geh doch auf die einzelnen Punkte sachlich ein.

@Alle

Damit es einmal klar ist. Ich bin kein Amerika-Hasser und ich will Amerika nichts böses. Ich mag die Leute sogar sehr und habe über 50 Verwandte dort.
Darin sehe ich keine Wiederspruch. Ich spreche hier von grenzneübergreifender Politik.
Man ist auch kein Deutschlandhasser, wenn man die Politik unserer Regierung verneint.

Mein Motto ist, "Tue anderen nichts, was du im umgekehrten Falle für dich selbst auch nicht gut heißen magst"


@Nick
hast Du dir mal Gedanken darüber gemacht was "Weltmacht heißt und wie es dazu kommt"

Früher gab es zwei Weltanschauungen die die Welt in zwei Lager spalteten:

Kommunismus und Kapitalismus.
Also taten sich die verschiedenen Lager zusammen und der jeweils größte Staat wurde mehr oder weniger deutlich zur Führungsmacht auf dem gemeinsamen weg.

Nach dem Wegfall des Kommunismus gibt es aber kein gemeinsames Ziel mehr. Das bedeutet nicht, dass man sich entfremdet, aber das Ziel hieß eindeutig

Eine Welt- Viele Nationen.
Gemeinsames Sprachror oder Organe: NATO, UNO, UNICEF......

Eine Großmacht macht keinen  Sinn.

In unseren eigenen Ländern wollen wir Demokratien, damit alle irgendwie mitsprechen und entscheiden können

UND international sollen wir eine Großmacht wollen ???

Das ist doch ein Widerspruch.!!

Ganz zu schweigen von der Art, in der die Amis ihre Interssen durchsetzen.
Unsere Vorfahren, die damals für Demokratien gekämpft haben würden sich heute für uns schämen, wenn sie sehen wie sehr hier einige mit aller Gewalt der Schoßhund eines anderen Landes werden wollen.
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Apfelbaumfflanz.

 
16.08.02 14:58
#23
damit du beweist, dass du auch mehr drauf hast, als nur immer mich "Amerikahasser" zu nennen,  hier erst mal eine leichte Übung:

Was hätte Amerika gemacht, wenn es umgekehrt wäre und z.B. wie deutschen für mehr als 50% der Treibhausgase verantwortlich wären und wir dann das Kyoto-abkommen boykottiert hätten?
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Apfelbaum grübelst Du noch? o.T.

 
16.08.02 16:00
#24
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Heute aus Spiegel-online

 
21.08.02 09:57
#25
Terror-Nachwehen

Die Milliardenstrafe der Saudis

Die verbalen Attacken nach dem 11. September und die Klage gegen das Königshaus haben das Verhältnis der USA zu Saudi-Arabien schwer belastet. Schätzungen zufolge haben verärgerte saudische Investoren bis zu 200 Milliarden Dollar vom amerikanischen Markt abgezogen.

 
REUTERS / Bild:
Versuch der Versöhnung: US-Präsident Bush und der saudische Kronprinz Abdullah im April


London - Seitdem bekannt ist, dass bei den Terroranschlägen vom 11. September fünfzehn der neunzehn Attentäter saudi-arabischer Nationalität waren, schlagen die Wellen der Empörung in den USA hoch. Verwandte der Attentatsopfer haben eine Milliardenklage gegen saudische Behörden, islamische Spendenorganisationen und gegen drei Mitglieder des Königshauses angestrengt. Schon vorher war in vielen US-Medien die Forderung laut geworden, alle Besitztümer saudi-arbischer Herkunft in den USA einzufrieren. Bei einer Beratung im Pentagon wurde Saudi-Arabien kürzlich gar als "Kern des Bösen" bezeichnet.

Die Verstimmung zwischen den beiden Ländern hat offenbar handfeste wirtschaftliche Folgen. Nach Berechnungen von Youssef Ibrahim, einem Experten des britischen Außenministeriums haben saudische Investoren mittlerweile rund 200 Milliarden Dollar an Kapital aus den USA abgezogen, berichtet die "Financial Times" (FT). Der Zeitung zufolge sehen Banker in London den Geldabfluss eher in der Nähe von 100 Milliarden Dollar. Nach bisherigen Schätzungen liege die Gesamtsumme saudischer Guthaben in den USA zwischen 400 und 600 Milliarden Dollar.



Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@BRAD:

 
21.08.02 10:18
#26
ups, habe den Thread nach Feirabend komplett vergessen...

"Was hätte Amerika gemacht, wenn es umgekehrt wäre und z.B. wie deutschen für mehr als 50% der Treibhausgase verantwortlich wären und wir dann das Kyoto- abkommen boykottiert hätten?"

Weiss ich nicht. Aber anscheinend meinst du es zu wissen...

"Gibt es z.B. Argumnete gegen ein Klimaschutzabkommen"

Jede Menge (vor allem gegen Kyoto), aber das würde schon weiter führen...Meiner Ansicht nach waren hier ausnahmsweise die Amerikaner, die einigermassen vernünftig und wissenschaftlich fundiert gehandlet haben.


zu "Handelskontrollen": finde ich auch hammerhart, Protektionismus war noch nie gut. Machen die Europäer auf andere Art und Weise aber auch.

Zum Strafgerichtshof:

Na da kann mich sich schon einige Argumente überlegen, warum das niemals funktionieren wird.

- Auf Grundlage welcher Gesetze werden denn Urteile gesprochen? (nur schwammig)
- Wie kann man verhindern, dass politische Interessen da mitspielen (gar nicht...siehe UNO)
- Wie ist es zu (internationales Recht?) rechtfertigen, dass Staatsbürger eines Landes wegen Straftaten in einem anderen Land wiederum in einem ganz anderen Land bestraft werden?

Da gibt's so viel juristische Probleme, dass der Missbrauch  vorherbestimmt ist.

BTW: Nürnberg stand natürlich unter den gleichen Problemen und da waren die Amerikaner natürlich dabei.

Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Apfelbaumpfl.

 
21.08.02 22:25
#27
Du magst es kaum glauben, aber ich will hier nicht blind meine Meinung allen aufzwängen und interessiere mich auch für Gegenargumente.

Nach allem was ich bisher gehört und gelesen habe (Spiegel, Welt, Stern...), bist Du der erste, der behauptet die Amis hätten vernünftig gehandelt als sie das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet haben.

Also die Begründung würde ich gerne hören.

Auch die Argumente gegen den internationalen Strafgerichtshof hätte ich gern gewußt. Sind nicht Menschenrechte für alle gleich? Darf irgendwelche Frauen erst recht vergewaltigen oder Kinder bestimmter Nationalitäten erst Recht erschießen?

In Erwartung neuer Erkenntnisse verbleibe ich.....
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Apfelbaumffl.

 
22.08.02 10:41
#28
Ich würde mich über eine Antwort freuen.
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Apfelbaumpflücker, ich warte noch

 
23.08.02 12:46
#29
immer auf eine Antwort. Oder kenst Du die Argumente gegen das Klimaschutzabkommen nicht, weil es da gar keine gibt.
Auch zum internationalen Starfgerichtshof warte ich noch auf Antwort.

Aber bitte um FAkten und keine Beschimpfungen
Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@Brad

 
26.08.02 21:25
#30
Mensch, ich bin doch nicht die ganze Zeit online...

Also sorry, wenn du dich beschimpft fühlst.

Also zum Strafgerichtshof habe ich doch schon geschrieben. Willst du das noch ausführlicher?
OK:
"Darf irgendwelche Frauen erst recht vergewaltigen oder Kinder bestimmter Nationalitäten erst Recht erschießen?"

Nein, nein. So viel ich weiss, ist das schon unter den Gestzen jedes Landes verboten, oder nicht? Es würde doch schon reichen, Auslieferungsfragen und die Durchsetzung der nationalen Gesetze zu gewährleisten. Irgendwei erinnert mich das an eine Radiomeldung von heute: Kinder müssen einen Pass unterschreiben, wo sie sich verpflichten, keine Gewalt anzuwende. Soweit kommt's noch.

Ich sage in diesem Fall auch nicht, dass ich besonders dagegen wäre, nur verstehe ich die Position der USA. Auch aus historischen Gründen. Sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen schadet niemandem. Das war eigentlich mein Punkt.


Und nun zu Kyoto:

Glaubst du, dass das was in Kyoto beschlossen worden ist, der beste Weg ist, um am meisten CO2-Ausstoss zu verhindern?

Wodurch siehst du es begründet, dass CO2 für den Klimawandel verantwortlich ist?
Weil es so viele sagen?
Weil es in den Medien steht?
Weil es wissenschaftlich bewiesen ist? (was es eben nicht ist - meiner Meinung nach im Gegenteil)

Das ganze CO2-Gehabe lenkt nur von den wahren Umweltproblemen ab, und versucht, den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, um ein ideologische Agend durchzusetzen.

Man kann natürlich trotzdem CO2 einsparen, ist ja nicht schlecht, aber dann mit den Massnahmen, die auch was bringen.
(Lecks in russischen Gasleitungen, 15% CO2 stammen vom Abholzen des Regenwaldes, Methan ist ein viel wirksameres Treibhausgas)

Die Menschheit hat nur begrenzte Geld-Ressourcen. Warum nicht dahin stecken, wo am meisten für den Klimaschutz (wenn das denn wirklich funktioniert) rausspringt oder für Anpassung an das meiner Manung nach sich auf natürlicher Weise ändernde Klima.

Alle IPCC-Vorhersagen wurden bisher nach unten (weniger harmlos) korrigiert. Die meisten kurzfristigen Voraussagen waren schlichtweg falsch.
Das ist Politik, nicht Wissenschaft.

Greenpeace lebt von Panikmache, ist doch ganz klar; genauso die Grünen. Also was der Trittin abgelassen hat, war unter aller Kanone.

Vor 50 Jahren wurde noch vor einer Eiszeit gewarnt.

Töpfer lügt die Leute an, wenn er immer noch von abschmelzenden Polkappen redet, was
1. nicht wahr ist (es wird kälter im Polar - nachgewisenermassen)
2. zumindestens von der Arktis her den Meeresspiegel nicht anheben würde (leg mal Eiss in ein Glas Wasser, lass' es schmelzen und beobachte den Wasserspiegel)
3. wärmere Temperaturen im Polar zu mehr Niederschlag und somit zu Anwachsen der Polkappen führen würden.


Willt du Fakten oder Links; oder reicht dir das, um meine Betrachtungsweise zu verstehen?

Ich such' dir gerne was raus. Die Domians auf denen die Links sind, werden dir wohl nicht so gefallen :-)


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@brad

 
26.08.02 21:27
#31
die Klimasachen könnten wir dann aber in einem Klimathread machen. Wie wär's mit 'ner Umfrage?

Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

@Apfelbaumpflanzer

 
26.08.02 22:10
#32
Danke für deine Antworten.
bezüglich der Klimathematik sollte man wirklich eine Umfrage starten.

Zum Thema Klima kommt hier der einfache Ansatz:
a. Die anderen Länder engagieren sich ja auch nicht für Klimaschutz, weil sie unbedingt Geld los werden wollen. Es geht um ein Grunverständnis.
CO2, ozon, FCKW, das sind die Themen unserer Zeit.
Sämtliche Umweltveränderungen, die der Mensch verursacht sollte man kritisch beobachten.
Atme einmal die Luft in Mexico City oder Tokio, oder Teheran für 2 Stunden ein, dann weißt du, dass das nicht gesund sein kann. Es muß die Grundeinstellung dafür da sein, sich daraus etwas zu machen, dass täglich unwiederbringlich Urwald, Tier- und Pflanzenarten uausgelöscht werden.

Zum Thema Strafgerichtshof. Die Straftaten die da behandelt werden, wie Mord, Folter, Vergewaltigung...., sind immer auch jeweils im Heimatland der jeweiligen Angeklagten strafbar. Es geht aber darum sicherzustellen, dass sich keiner über diese "allgemein gültigen" Gesetze stellt.
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Apflebaumpfl. Das sagte die Presse heute

 
26.08.02 22:28
#33
zum Thema:

Weltgericht

USA wollen Europa spalten

Sollen die USA vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Sonderrechte erhalten? Auf jeden Fall, findet George W. Bush. Auf keinen Fall, findet die Mehrheit der EU-Staaten. Jetzt wollen die Vereinigten Staaten offenbar einen Keil zwischen einzelne ihrer Nato-Verbündeten treiben.

 
AFP/DPA

Strafgerichtshof in Den Haag


Kopenhagen/Washington/Frankfurt - Wie die Kopenhagener Zeitung "Berlingske Tidende" unter Berufung auf Kreise der dänischen EU-Ratspräsidentschaft berichtet, betrachtet die EU entsprechende Initiativen der US-Regierung als "nicht akzeptabel".

In den vergangenen Wochen hat die Bush-Regierung nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" ihren Druck auf einzelne EU-Staaten massiv erhöht. Offenbar wollen die Amerikaner die EU-Mitgliedsländer in der Frage spalten und mit einzelnen Staaten Abkommen aushandeln, in denen US-Bürgern Immunität vor dem internationalen Gerichtshof zugesichert wird. Vor allem die italienische Regierung werde zur Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens gedrängt. Darin soll sie sich verpflichten, keine US-Bürger an den neuen Gerichtshof in Den Haag auszuliefern, der Kriegsverbrechen und andere Vergehen gegen die Menschenrechte ahnden soll.

Medienberichten zufolge haben die USA osteuropäischen Ländern mit der Blockade der von diesen angestrebten Nato-Aufnahme gedroht, wenn sie die Unterzeichnung bilateraler Verträge zum Ausschluss der Auslieferung von US-Bürgern verweigern. Bisher gibt es derartige Vereinbarungen nur mit Rumänien und Israel. Nach ersten Drohungen der USA zur Einstellung ihrer Mitwirkung an friedensbewahrenden Militäreinsätzen unter Uno-Regie wurde dem Land eine einjährige Frist zur Lösung des Konfliktes über die Strafverfolgung von US-Bürgern eingeräumt.

Etliche Länder, darunter auch die Schweiz, haben entsprechende Verhandlungen mit der US-Regierung abgelehnt. In einem Interview mit dänischen Journalisten sagte der US-Sonderbotschafter Pierre-Richard Prosper in der vergangenen Woche, eine ablehnende EU-Position würde ein "fundamentales Problem" für die Beziehungen schaffen, "was unsere militärisches Engagement in Europa und anderswo betrifft". Er machte deutlich, dass der Nato-Gipfel im November in Prag sich dann damit befassen müsste. Er glaube, die Mehrheit der Beitrittskandidaten wäre zu bilateralen Verträgen bereit. Wenn nicht, werde das in der Nato erörtert werden müssen.

"Berlingske Tidende" berichtete weiter, dass die dänische Ratspräsidentschaft für das informelle EU-Außenministertreffen Ende der Woche in Helsingör eine Formel vorbereite, die "die Effektivität des Strafgerichtshofes sichert", diplomatisch aber den USA entgegenkommt.




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Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@brad

 
27.08.02 07:32
#34
Also ich mach' mir da die Mühe und schreib ein paar Argumente hin, weil du mich so drängst, und dann gehst du gar nicht darauf ein.

So macht das keinen Spass.

In dem letzten Posting geht's ja ums Procedere und nicht um die Begründungen der USA, wie übrigens schon seit Anfang der Diskussion. Du wirst bei uns in der Presse nie was drüber finden, womit die Amerikaner argumentiern. Alle denken immer gleich, die wollen halt die Verbrecher in ihren eigenen Reihen schützen.

(Wie gesagt, die amerikanische Ansicht ist nicht meine Meinung...kenne mich mit internationalem Recht echt nicht aus...mein Punkt war, dass sich hier nur wenige die Mühe machen, die Argumente wenigstens anzuhören, insofern fühle ich mich echt bestätigt, siehe Posting 19)


Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund Apfelbaumpflanzer
Apfelbaumpfla.:

@brad

 
27.08.02 08:05
#35
hab' ich doch glatt was übersehen:

"Zum Thema Klima kommt hier der einfache Ansatz:
a. Die anderen Länder engagieren sich ja auch nicht für Klimaschutz, weil sie unbedingt Geld los werden wollen. Es geht um ein Grunverständnis.
CO2, ozon, FCKW, das sind die Themen unserer Zeit.
Sämtliche Umweltveränderungen, die der Mensch verursacht sollte man kritisch beobachten."

Was ist das für eine Argumentation.
Du sagst: wir bruchen den Klimaschutz, wie er in Kyoto beschlossen wurde,
1. weil das alle machen (dann muss es ja wohl stimmen, obwohl aber die Mehrheit der Staaten vom Kyoto-Protokoll finanziell profitiert)
2. weil es ein Thema der Zeit ist
3. mit einem Zirkelschluss

Also wenn du meinst, dass bei wissenschaflichen Thema die Mehrheit recht hat, solltest du mal Galileo oder Heisenberg dazu fragen.

Ein Modell oder eine Theorie muss Vorhersagen treffen können. Die IPCC-Vorhersagen sind bisher nicht eingetreten, oder sie sind vage.

"Atme einmal die Luft in Mexico City oder Tokio, oder Teheran für 2 Stunden ein, dann weißt du, dass das nicht gesund sein kann."

Das hat ja nun wirklich nichts mit dem Klimaschutz a la Kyoto zu tun. Ich bestreite doch die These, dass die Klimaänderung menschengemacht ist. Dass Abgase nicht gesund sind, ist doch klar. Bitte beim Thema bleiben.

"Es muß die Grundeinstellung dafür da sein, sich daraus etwas zu machen, dass täglich unwiederbringlich Urwald, Tier- und Pflanzenarten uausgelöscht werden."

Und was hat das mit Kyoto zu tun?

Es ist immer dasselbe: wenn man sich für vernünftigen Umweltschutz engagiert und sich an Fakten hält, und nicht an eine "poitical correct" Medienhysterie wird einem vorgehalten, man wolle alle vergiften, den Urwald abholzen und die seltenen Arten ausrotten.

Die Dinge sind nicht so einfach wie es den Anschein hat.

Grüße

Apfelbaumpflanzer
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT
BRAD PIT:

Nach dem Bruch in den deutsch-amerikanischen Bezie

 
25.02.03 14:53
#36
hungen müsste das Geld der SAudis doch fleissig noch Deutschland fliessen.

Wer weiss mehr dazu?
Saudi Arabien- Feind oder Freund BRAD PIT

Das Feindbild der Amis hat schon 16:9 Format

 
#37
Neben der Achse des Bösen und den Saudis sind es nun auch Deutschland und Frankreich.

Hier die neuste Meldung:


Deutsche Firmen in USA

Mitarbeiter verlangen Treueschwur auf Amerika

Von Lutz C. Kleveman, New York

Der politische Zwist zwischen Washington und Berlin bereitet deutschen Unternehmen in den USA ernste Probleme. Zwar brechen die Umsätze trotz aller Boykottaufrufe kaum ein - doch bei den US-Mitarbeitern brodelt der Unmut, sie fordern von der Führung ein klares Bekenntnis zu Amerika.

 
BMW-Produktion in Spartanburg: "Wie steht Ihr zu uns?"


New York - Etwas Dümmeres hatte Jake Jericho offenbar seit Tagen nicht gehört: dass jemand seine Volkswagen-Autos nicht mögen könnte, weil sie aus Deutschland kommen. "Aus politischen Gründen, weil Deutschland im Uno-Sicherheitsrat gegen Amerika ist? So ein Quatsch!", lacht der Manager des VW-Autohauses "Potamkin" an der West End Avenue in Manhattan.

Er blickt auf das gute Dutzend knallig bunter Golfs, Jettas und neuer Beetles, die im Schauraum ausgestellt sind. An der Wand zeigen Fotos aus den fünfziger Jahren flinke Wirtschaftswunder-Käfer, die in Wolfsburg vom Fließband rollen. Etwa 150 Fahrzeuge verkaufen Jericho und seine fünf Angestellten im Monat, das Geschäft läuft also nicht schlechter als sonst. "Weltpolitik interessiert unsere Kunden nicht", glaubt Jericho. "Die wollen gute deutsche Qualitätsarbeit, das ist alles."

"Ihnen weh tun, ohne dass es uns weh tut"

Dem New Yorker Autohändler könnten sie gleichgültiger nicht sein, die diplomatischen Spannungen zwischen der Bush-Regierung und Deutschland. Dabei versuchen konservative US-Politiker und Kommentatoren seit Wochen, mit Boykottaufrufen gegen deutsche und französische Produkte den störrischen Widerstand aus Berlin und Paris gegen Washingtons Kriegspläne abzustrafen.

"Alles, was wir tun können, um ihnen weh zu tun, ohne dass es uns weh tut, werde ich unterstützen", hatte der republikanische Kongress-Abgeordnete Peter King jüngst in der "Washington Post" gedroht. Dennis Hastert, der Präsident des Repräsentantenhauses, lässt gar prüfen, wie der Import französischer Waren wie Rotwein und Evian-Wasser beschränkt werden kann.

Aufgeschreckt wurden deutsche Unternehmen in den USA, als das Pentagon kürzlich dem deutschen Rüstungskonzern Krauss-Maffei einen lange geplanten Großauftrag entzog. Branchenkenner vermuten die Hintergründe für die Absage im gespannten Verhältnis zwischen Pentagon-Chef Donald Rumsfeld und der deutschen Regierung.

"Unser Kunden wollen Autobahn-getestete Autos"

"Natürlich bekommen wir Briefe von Kunden, die wegen Deutschlands Haltung in der Irak-Krise nie wieder einen Volkswagen kaufen wollen", berichtet VW-Sprecher Tony Fouladpour aus der Konzernzentrale in Michigan. "Aber wir befürchten keine großen Einbrüche im Absatz." Volkswagen und seine Tochter Audi gehören zu den Unternehmen, deren Werbung seit Jahren das Herkunftsprädikat "Made in Germany!" ihrer Waren besonders herausstreichen.

 
AP

Leopard-Panzer von Krauss-Maffei: Spannungen mit Donald Rumsfeld


Die bewusst nicht ins Englische übersetzten Kampagnen-Slogans "Fahrvergnügen" und "Vorsprung durch Technik" sind mittlerweile jedem Durchschnitts-Amerikaner bekannt. Auch die gegenwärtig im US-Fernsehen geschalteten VW-Werbespots ("Drivers wanted!") setzen voll auf deutsche Ingenieurserfahrung. "Auch in Zukunft werden wir die deutsche Herkunft klar herausstreichen", sagt VW-Sprecher Foulardpour. "Unsere Kunden wollen Autobahn-getestete Autos, und sie können sehr wohl zwischen Politik und Business unterscheiden."



 
DPA

Chrysler-Zentrale in Auburn Hills: "Feststellbare Verunsicherung"  


Unerwartete Gefahr droht deutschen Firmen in den USA allerdings aus einer anderen Ecke: In einer jüngst veröffentlichten Studie der deutschen Handelskammer in New York wurden 415 US-Niederlassungen befragt, ob der politische Zwist zwischen Washington und Berlin ihr Geschäft beeinträchtige. Zwar befürchten dies nur etwa ein Zehntel der Firmen, vornehmlich aus den Branchen Tourismus, Energie und Rüstung.

Etwa 40 Prozent allerdings berichten, in den amerikanischen Belegschaft und bei hiesigen Geschäftspartnern würden Unmut und Sorge wachsen. "Viele Mitarbeiter sind besorgt, was ein Zerbrechen des Bündnisses zwischen den USA und Deutschland für ihre Unternehmen und ihre Jobs bedeuten könnte", sagt Markus Lahrkamp, Chef der Unternehmensberatung Droege und Autor der Studie. "Oft fordern amerikanische Angestellte ein klares Bekenntnis von der deutschen Firmenleitung und nicht zuletzt vom deutschen Mutterhaus. Sie fragen: 'Wie steht Ihr zu uns?'"

"Zunehmende Verunsicherung"

Nach Lahrkamps Ansicht müssen die Top-Manager nun schnell reagieren, um Motivationsverlust und Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften zu vermeiden. "Doch nur in jedem zehnten Fall haben die Konzernführer etwas unternommen und der Belegschaft kommuniziert: Egal was die Politik macht, wir stehen zu Euch!"

Auch Werner Walbröl, Präsident der deutschen Handelskammer in New York, sieht die Ergebnisse der Studie mit gemischten Gefühlen: "Das Ansehen der deutschen Unternehmen in den Vereinigten Staaten beruht auf langjährigen Partnerschaften und dem erfolgreich geführten Wettbewerb im härtesten Markt der Welt. Sorgen bereiten muss jedoch die zunehmend feststellbare Verunsicherung bei den amerikanischen Mitarbeitern und Geschäftspartnern."

Im Werk des bayerischen Automobil-Herstellers BMW in South Carolina sieht man die Dinge gelassener. "Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter miteinander offen über die aktuelle politische Lage diskutieren, aber es hat noch nicht einen Streit gegeben", sagt Konzern-Sprecher Carl Flescher. Mehr als 150.000 Fahrzeuge produzieren die etwa 4700 Angestellten, darunter 150 Deutsche, pro Jahr in der 1995 eröffneten Fabrik in Spartanburg. Damit ist BMW eines der größten unter den 1800 deutschen Unternehmen in den USA, die zusammen etwa 500 Milliarden Dollar Umsatz machen und knapp eine Million Menschen beschäftigen.

"Unser Management unterhält einen offenen Dialog mit der Belegschaft, um etwaige Probleme zu lösen", berichtet BMW-Sprecher Flescher. "Unsere Mitarbeiter wissen auch, dass das Mutterhaus in München plant, in den USA noch mehr Autos als bisher herzustellen."

Patriotische Freiheits-Fritten

 
AP

Umpatriotischer Fastfood: Fast überall in den USA heißen French fries weiterhin French fries, in North Carolina aber werden inzwischen "Freiheits-Fritten" verkauft


Weitaus härter als deutsche Unternehmen trifft die feindselige öffentliche Meinung in den USA derzeit die Franzosen. Die Opposition aus Paris gegen den Irak-Kurs der Bush-Regierung empfinden besonders konservative Amerikaner als regelrechten Verrat, der an die anti-amerikanischen Ausfälle Charles de Gaulles anknüpft.

Das "French Bashing" in den bürgerlichen Medien geht so weit, dass die Freiheitsstatue, im Jahre 1886 von der französischen Regierung als Geschenk an das amerikanische Volk nach New York verschifftnunmehr fast schon als trojanisches Pferd gilt. Mit gespieltem Entsetzen erinnern Fernsehkommentatoren daran, dass Franzosen so eklige Dinge wie Froschschenkel und Pferdefleisch essen und angeblich Rotwein mit Ochsenblut strecken.

Olivier Watrin lässt das kalt. Der Franzose kommt regelmäßig nach New York, um erlesenen Traubensaft aus Bordeaux an Weinhandlungen zu verkaufen. "Dass die Geschichte mit dem Ochsenblut haltlose Propaganda ist, weiß jeder Weinkenner", sagt Watrin. "Ich habe diese Woche nicht eine Flasche weniger als sonst verkauft." Nur ein einziger Weinhändler in Manhattan habe ihm einen erbosten Vortrag über das schändliche Verhalten von Frankreichs Außenminister Dominique de Villepin im Uno-Sicherheitsrat gehalten. "Aber nachdem er sich abreagiert hatte, fragte er mich, was ich denn Köstliches im Angebot hätte."

Alles nur ein Sturm im Wasserglas also? Vielleicht nicht ganz: Der Besitzer eines Fast-Food-Restaurants in der Kleinstadt Beaufort in North Carolina hat auf seiner Speisekarte die "French Fries" - so der englische Begriff für Pommes Frites - in "Freedom Fries" umbenannt: Freiheits-Fritten. Der astrein-patriotische Schritt erinnert an den Ersten Weltkrieg, als deutschfeindliche Ressentiments die Amerikaner dazu bewogen, Sauerkraut umzutaufen : in "Liberty Cabbage".




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