18.06.2001
SACHSENMILCH: Die Milch machts!!
Die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen der SACHSENMILCH AG zeigen
einmal mehr, daß im Bereich der Nebenwerte wahre Perlen schlummern. Der
Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2000 hat neue Bestmarken erreicht und
lag bei 16,8 Mio Euro (ca. 32,8 Mio DM) bzw. 11,2 Euro je Aktie. Bei einem
akuellen Kurs von ca. 39 Euro errechnet sich auf dieser Basis ein KGV von
3,5 pro Aktie.
Bei der Beurteilung der SACHSENMILCH-Aktie muß die steuerliche
Ausgangssituation berücksichtigt werden. Durch die hohen Verlust Mitte der
90er-Jahre verfügt die Gesellschaft über einen steuerlichen Verlustvortrag,
der den jetzigen Erträgen auf Jahre hinaus gegengerechnet werden kann.
Ãœblicherweise sind die guten Bewertungskennziffern der Gesellschaft daher
unter Vorbehalt zu interpretieren, da davon ausgegangen werden muß, daß zu
einem späteren Zeitpunkt die Erträge wieder versteuert werden müssen. In
IAS-Abschlüssen wird diesem Sachverhalt beispielsweise dadurch begegnet, daß
auf der Aktivseite der Bilanz eine Position mit der Bezeichnung *latente
Steuern* gebildet wird, welche den genannten Effekt bereinigen soll.
Bei der SACHSENMILCH AG ist der Sachverhalt jedoch anders. In einem bei
der Bilanzierung deutscher Unternehmen relativ seltenen Vorgang hat die
Gesellschaft bereits im Jahresabschluß 1999 eine sog. Steuerrückstellung in
Höhe von 12 Mio. DM gebildet. Schon damals konnte die Frage nach dem Grund
dieser Rückstellung von der Gesellschaft nicht zufriedenstellend beantwortet
werden. Die außenstehenden Aktionäre fragten sich schon damals, warum eine
Steuerrückstellung gebildet wurde, wenn gleichzeitig aufgrund der hohen
SACHSENMILCH: Die Milch machts!!
Die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen der SACHSENMILCH AG zeigen
einmal mehr, daß im Bereich der Nebenwerte wahre Perlen schlummern. Der
Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2000 hat neue Bestmarken erreicht und
lag bei 16,8 Mio Euro (ca. 32,8 Mio DM) bzw. 11,2 Euro je Aktie. Bei einem
akuellen Kurs von ca. 39 Euro errechnet sich auf dieser Basis ein KGV von
3,5 pro Aktie.
Bei der Beurteilung der SACHSENMILCH-Aktie muß die steuerliche
Ausgangssituation berücksichtigt werden. Durch die hohen Verlust Mitte der
90er-Jahre verfügt die Gesellschaft über einen steuerlichen Verlustvortrag,
der den jetzigen Erträgen auf Jahre hinaus gegengerechnet werden kann.
Ãœblicherweise sind die guten Bewertungskennziffern der Gesellschaft daher
unter Vorbehalt zu interpretieren, da davon ausgegangen werden muß, daß zu
einem späteren Zeitpunkt die Erträge wieder versteuert werden müssen. In
IAS-Abschlüssen wird diesem Sachverhalt beispielsweise dadurch begegnet, daß
auf der Aktivseite der Bilanz eine Position mit der Bezeichnung *latente
Steuern* gebildet wird, welche den genannten Effekt bereinigen soll.
Bei der SACHSENMILCH AG ist der Sachverhalt jedoch anders. In einem bei
der Bilanzierung deutscher Unternehmen relativ seltenen Vorgang hat die
Gesellschaft bereits im Jahresabschluß 1999 eine sog. Steuerrückstellung in
Höhe von 12 Mio. DM gebildet. Schon damals konnte die Frage nach dem Grund
dieser Rückstellung von der Gesellschaft nicht zufriedenstellend beantwortet
werden. Die außenstehenden Aktionäre fragten sich schon damals, warum eine
Steuerrückstellung gebildet wurde, wenn gleichzeitig aufgrund der hohen
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