Das Stromgeschäft lässt den

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Das Stromgeschäft lässt den ottifant

Das Stromgeschäft lässt den

 
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Quartalsgewinn auch bei E.ON wachsen
Düsseldorf (vwd) - Wie beim Essener Konkurrenten RWE AG haben die wieder
wachsenden Gewinne im deutschen Stromgeschäft auch bei der E.ON AG zu einem
deutlichen Ergebnisanstieg im ersten Quartal geführt. Das Betriebsergebnis
kletterte - auch auf Grund von Konsolidierungseffekten - um 46 Prozent auf
1,29 Mrd EUR, wie der Düsseldorfer Konzern am Donnerstag bekannt gab. Im
Energiegeschäft verbuchte E.ON sogar ein Plus um 89 Prozent. Die zahlreichen
Desinvestitionen der vergangenen Monate führten zu einem fast um ein Drittel
reduzierten Umsatz, aber auch zu einem 343 Prozent höheren Überschuss von
3,2 Mrd EUR. Das Quartalsergebnis lag deutlich über den Analystenprognosen.
Beim Betriebsergebnis hatten die von vwd befragten Experten im Schnitt
einen Wert von 962 Mio EUR prognostiziert. Den Jahresüberschuss hatten sie
lediglich bei gut 1,3 Mrd EUR gesehen. Den Ergebnisschub zum Start ins Jahr
begründete E.ON vor allem mit Verbesserungen im Energiegeschäft, das mit gut
einer Mrd EUR bereits den Großteil des Konzern-Betriebsergebnisses in den
ersten drei Monaten einfuhr. Neben dem operativen Aufwärtstrend und den
Kostensenkungen im inländischen Stromgeschäft machten sich dabei auch die
Vollkonsolidierungen von Sydkraft und Heingas bemerkbar, hieß es.
Zudem sei das Vorjahresquartal noch durch die damals unbefriedigende
Situation auf dem deutschen Strommarkt geprägt gewesen. E.ON hatte - ebenso
wie RWE - erst zur Jahresmitte 2001 den Turnaround im Stromgeschäft und
damit nach langer Zeit wieder steigende Gewinne in dem Sektor verkünden
können. Von Januar bis März 2002 verbuchte E.ON im Energiegeschäft insgesamt

einen Umsatz von 6,356 Mrd EUR und damit ein Plus von 42 Prozent. Der Strom-
und der Gasabsatz stiegen - im Wesentlichen durch die Einbeziehung von
Sydkraft - jeweils um 56 Prozent.
Der Konzernumsatz ging im ersten Quartal um 32 Prozent auf 14,4 Mrd EUR
zurück. Dies ist vor allem auf die Abgabe der Mehrheit an Veba Oel, der
Veräußerung von Nicht-Kerngeschäften im Chemiegeschäft sowie den Verkauf von
Klöckner & Co zurückzuführen. Beim Nettoergebnis sorgten die
Desinvestitionen allerdings für ein deutliches Plus. Auf Grund der noch
anstehenden Verkäufe soll der Überschuss auch im Gesamtjahr das
Vorjahresniveau deutlich übersteigen. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich
Hartmann hatte für 2002 noch die Trennung von Stinnes sowie den Verkauf
verbliebender Telekommunikatinsaktivitäten angekündigt.
Für die kommenden Monate geht E.ON von einer weiteren Erholung der
Strompreise aus. Das Betriebsergebnis im Energiegeschäft soll nach Angaben
von Finanzvorstand Erhard Schipporeit im Gesamtjahr um einen zweistelligen
Prozentsatz steigen. Auch im Konzern soll das operative Ergebnis 2002 weiter
zulegen. Allerdings werde sich der hohe prozentuale Zuwachs aus dem ersten
Quartal im Gesamtjahr nicht halten lassen, erklärte E.ON. Auch weitere
Akquisitionen dürften sich noch in diesem Jahr positiv auf das Ergebnis
auswirken. Bei der Übernahme des britischen Versorgers Powergen muss sich
E.ON allerdings etwas länger als gedacht gedulden.
Die noch fehlende Zustimmung durch die US-Börsenaufsicht SEC erwartet der
Konzern jetzt erst im Laufe des Juni. Bisher hatte E.ON auf eine Billigung
noch im Mai gehofft. Finanzvorstand Schipporeit sagte auf einer
Telefonkonferenz für Analysten, Grund für die Verzögerung sei die hohe
Arbeitsbelastung der SEC. Die Börsenaufsicht sei zudem wegen der
Enron-Pleite besonders vorsichtig. Inhaltlich gebe es keine Probleme,
betonte Schipporeit. Es sei lediglich eine "Frage des Timings". Nach der
Powergen-Übernahme wird es nach den Worten des Finanzvorstands in diesem
Jahr höchstens noch eine weitere Akquisition in den USA geben.
Schipporeit zeigte sich zuversichtlich, dass auch die angestrebte
Übernahme der Essener Ruhrgas AG noch gelingen wird. E.ON habe starke
Argumente für das Vorhaben, sagte er. Es gebe gute Chancen, mit diesen auch
die Politik zu überzeugen. Schipporeit äußerte sich zugleich "wenig
optimistisch", dass auch die Monopolkommission der Übernahme zustimmen wird.
Die Kommission wird voraussichtlich Anfang kommender Woche ein
Sondergutachten zum Fall E.ON/Ruhrgas vorlegen. Für das
Bundeswirtschaftsministerium, das in der ersten Juli-Hälfte entscheiden
will, ist die Kommissions-Vorgabe allerdings nicht bindend.
+++ Andreas Heitker
vwd/16.5.2002/hei/rio


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