Wer soll im September 02 Kanzler werden?

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SchwarzerLor.:

Wer soll im September 02 Kanzler werden?

 
28.06.02 10:09
#1
Zur Abstimmung springen.

Diese Nachricht wurde automatisch erzeugt. Der Thread wird nach jeder 3. vergebenen Stimme im Board nach oben geholt.


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Mützenmacher:

Möllemann o.T.

 
28.06.02 10:10
#2
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Grinch:

Der Ruhrpottzocker o.T.

 
28.06.02 10:11
#3
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Mützenmacher:

Das Grinchi o.T.

 
28.06.02 10:13
#4
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Grinch:

Neee ich will Finanzminister werden!!! ;-)) o.T.

 
28.06.02 10:16
#5
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Mützenmacher:

Ach Grinchi, du wirst einfach unser König und hast

 
28.06.02 10:42
#6
alle Ämter unter dir.
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Grinch:

Ich weiss nicht ob ich das akzeptieren kann...

 
28.06.02 10:43
#7
wäre da die unfehlbarkeit inklusive???
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Mützenmacher:

Bei dir schon;-) o.T.

 
28.06.02 10:43
#8
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Mützenmacher:

Ach ja,

 
28.06.02 10:45
#9
und ich werde dein SchatzMeister:-)
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Grinch:

Das sei dir gewährt!!! o.T.

 
28.06.02 10:46
#10
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Mützenmacher:

Juuuccchhhhuuuuuuuu, jippiiii o.T.

 
28.06.02 10:48
#11
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Grinch:

Conteneaunce! Du darfst auch meinen Haarem

 
28.06.02 10:49
#12
aussuchen!!! So was hab ich ja wohl!!! Da werden die Deutschen wohl nicht so knickerig sein... wenn sie einen Absoluten Herrscher wollen braucht der sowas!!!
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Mützenmacher:

Reichen dir

 
28.06.02 11:04
#13
50 wohlgeformte vollbusige Vollblutweiber? Ich suche dir natürlich auch gerne mehr - so viele du willst. Füßeküß
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Grinch:

Nur 50??? Na ja man kann ja nicht alles haben!!!

 
28.06.02 11:08
#14
Ich werde natürlich die Steuern abschaffen... Mit dem Zehent kann ich leben!!! Ausserdem werde ich die Gladiatorenspiele wieder einführen...
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ruhrpottzocker:

@Grinch

 
28.06.02 11:27
#15

Ich will nicht Bundeskanzler werden.

Mein berufsziel ist eindeutig Bundespräsident - weil ich so herrlich überparteilich und neutral ein Mann der Mitte bin.

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Grinch:

Wie wäre es als Minister für äussere

 
28.06.02 11:31
#16
Angelegenheiten??? Könntest viel reisen und die gute Kunde von Grinchis perfekten Herrschaft in die Lande tragen!!! Oder Frauenminister???
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TD714788:

Rudi Völler, wer sonst ? o.T.

 
28.06.02 11:36
#17
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sportsstar:

Leider haben wir aber keine Kanzlerwahl in BRD!

 
28.06.02 11:58
#18
..muss man sich schon für den weißhaarigen "Ähh-ableser" entscheiden..wette unser @mund hat auch Ion Tiriac in seinem Wahlkampfteam..unseren Boris hat er ja auch versaut *grins*..Parteienwahl kann halt faden Beigeschmack haben..

..ihr könnt mir an den Kopf schmeißen was ihr wollt, aber einer wie PUTIN wär mir am liebsten..für mich in punkto Fähigkeit,Ausdrucksweise,Medienverhalten,Humor und Ausstrahlung das beste Staatsoberhaupt !!..ist er nicht deutscher Abstammung?

gruss
sports*
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Schnorrer:

Ich frage zum letzten Mal:wie kann man für Stoiber

 
29.06.02 16:35
#19
sein, ohne sich schämen zu müssen?

Ist die Spaßgesellschaft schon so weit am Ende, daß überhaupt nichts mehr zählt?

Ein rechtskräftig verurteilter Mörder sitzt im Kabinett in Bayern und keinen scheint das zu jucken?

Jeder muß wohl das kriegen, was er verdient. Der alte Spruch "Heilung durch Schmerz" scheint wohl zeitlos wahr zu sein ....
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hjw2:

gehört der auch schon zum Kompetenzteam? o.T.

 
29.06.02 16:45
#20
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Schnorrer:

Nö, nur zum Inkontinenzteam o.T.

 
29.06.02 16:53
#21
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Schnorrer:

Der ultimative Kanzler-Kandidaten-Gigant:

 
29.06.02 17:26
#22

www.drbroemme.de/gaeste.html

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hjw2:

keine Frage, Dr. Brömme ins Kompetenzteam o.T.

 
29.06.02 17:37
#23
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vega2000:

Harald Schmidt & Manuel Andrack als

 
29.06.02 17:46
#24
Innen- & Aussenminister.
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Aktienfreund:

@schnorrer

 
30.06.02 18:15
#25
immerhin hat Bayern und das ist auch Stoiber zu verdanken die geringste Arbeitlosigkeit in Deutschland und wohl die "schlauesten" Schüler was wohl mehr an der dortigen Bildungspolitik liegt.Und was hat Schröder? Die Arbeitslosigkeit in seinem EX-Bundesland ist so hoch wie im Osten und die Bildung so schlecht wie in den schlechtstsen Bundesländer.Wie kann man so einen Typen zum Bundeskanzler wählen?Doch nur damit die Schüler noch mehr verdummen,die Wirtschaft weiter zusammen bricht(was wohl zum Teil an der weltweiten Krise liegt und in besseren Zeiten dann wieder an der SPD Politik).Stoiber ist wohl für Niemanden ein Aushängeschild,aber wenn ich mir die politischen,wirschaftlichen und finanztechnischen Fähigkeiten seinen Konkurenten ansehen,welche Wahl bleibt mir dann eigentlich noch?
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SchwarzerLor.:

Die FDP im Abwärtstrend?

 
01.07.02 10:41
#26
Oder hat sie nur den falschen Kanzlerkandidaten? Vielleicht könnte eine weitere Abstimmung neue Erkenntnisse bringen...
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mod:

Wahlentscheidungen

 
01.07.02 11:33
#27
werden - wie fast jede andere Entscheidung auch (inkl. Börse) -

überwiegend emotional geführt.

Schröder kann sich exzellent verkaufen, sieht aus wie ein älterer Dressman.

Wen wundert dann noch alles?

Von Sachthemen hat doch kaum jemand eine Ahnung beim Wählervolk.
Will auch keiner, da es zu anstrenged ist.

Wir leben eben in einer Spassgesellschaft.

 
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SchwarzerLor.:

FTD: Schröder und Stoiber lassen Chance aus.

 
08.07.02 09:00
#28
Aus der FTD vom 8.7.2002 www.ftd.de/wahlkampf
Schröder und Stoiber lassen Großchance aus
Von Claus Hulverscheidt und Karin Nink, Berlin

Führende Meinungsforscher haben das erste Rededuell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Unions-Herausforderer Edmund Stoiber als vertane Chance bezeichnet.

Beide Kandidaten hätten in dem Doppelinterview der "Bild am Sonntag" (BamS) nur Altbekanntes gesagt und keine echte Botschaft vermittelt. Somit sei es auch weder Schröder noch Stoiber gelungen, unentschlossene Wähler ins eigene Lager zu ziehen.

Das "Printduell" der Kanzlerkandidaten war das erste in der Geschichte deutscher Bundestagswahlkämpfe. Mitte August soll ein zweites Streitgespräch folgen, bevor es am 25. August und am 8. September zu zwei TV-Duellen der Bewerber kommt.

Der Chef der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen, Dieter Roth, sagte der FTD, das fünfseitige BamS-Interview gehe "am Interesse des durchschnittlichen Zeitungslesers weit vorbei". Statt kurz und knackig zu sagen, welche Ziele sie anstrebten, hätten beide Kandidaten viel zu ausschweifend und vor allem zu abgehoben über die Themen diskutiert. Fremdworte seien nicht erklärt, Widersprüche nicht aufgelöst worden. "Das stehen normale Leute nicht fünf Seiten lang durch", sagte Roth.

Hoffnung auf TV-Duell

Der Chef des Berliner Forsa-Instituts, Manfred Güllner, sagte, das Duell habe lediglich für diejenigen Bürger etwas gebracht, die ihre Wahlentscheidung bereits getroffen hätten. "Die konnten sich noch einmal vergewissern, dass sie richtig liegen."

Beide Meinungsforscher erhoffen sich sehr viel mehr von den geplanten Fernsehduellen. "Es geht ja nicht nur darum, was gesagt wird, sondern auch darum, wie es gesagt wird", sagte Güllner. "Wer da gut oder schlecht aussieht -und wenn das Duell nicht so langweilig ist wie das jetzige -, kann sehr wohl noch 1,5 Prozentpunkte nach oben oder unten rutschen." Roth sagte, TV-Duelle seien ehrlicher, weil der Zuschauer auch Mienenspiel und Gestik der Kandidaten beobachten könne.

Das BamS-Interview drehte sich fast ausschließlich um die Arbeitsmarkt-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. Beide Politiker präsentierten aber keine neuen Konzepte, sondern wiederholten nur ihre sattsam bekannten Anschuldigungen. Auf fast 80 Zeilen redeten sie sogar völlig aneinander vorbei. Stoiber warf Schröder vor, dass Deutschland beim Abbau der Arbeitslosigkeit in Europa am langsamsten vorankomme. Der Kanzler sprach dagegen von der absoluten Höhe der Erwerbslosenquote, die in anderen Ländern noch höher liege.

Stoiber kritisierte zudem, Schröder habe sein Versprechen gebrochen, die Arbeitslosenzahl bis 2002 auf 3,5 Millionen zu senken. Aber auch der Unions-Kandidat wollte sich nicht auf eine Zielmarke festlegen, da Erfolge "von den Rahmenbedingungen" abhingen. Exakt so begründete auch Schröder seine Fehlprognose.

Falsche Zahlen

Beide Politiker operierten in dem Interview - wie bereits im bisherigen Wahlkampf - teils mit falschen Behauptungen und Zahlen. So bestritt Stoiber schlichtweg, dass die Union in ihren so genannten Petersberger Steuerbeschlüssen von 1997 die Abschaffung der weitgehenden Steuerfreiheit für Feiertags-, Schicht- und Nachtzuschläge von Arbeitnehmern vorgeschlagen hatte. Exakt diese Forderung findet sich aber im Konzept.

Schröder wiederum behauptete, dass der Mittelstand auch bei der Höchststeuerbelastung besser dastehe als Kapitalgesellschaften. Das ist aber selbst nach In-Kraft-Treten der Steuerreformstufe 2005 falsch, weil Personengesellschaften dann einen Spitzensatz von 42, Körperschaften aber - inklusive Gewerbesteuer - nur von rund 38 Prozent zahlen müssen. Allenfalls bei Betrachtung der Durchschnittsbelastung dürfte Schröder in 95 Prozent der Fälle Recht haben.

Schröders und Stoibers Berater hatten die Duelle am Sonntag und Montag als bedeutsamen Schritt auf dem Weg zum Wahlsieg betrachtet. Gerade in der SPD galten sie als wichtig, weil sich die Partei von der Springer-Presse sonst wenig wohlwollend gewürdigt sieht. Die altbekannten Antworten und das starre Interview-Korsett - kritische Nachfragen zu Sachthemen waren offenbar nicht vorgesehen - verhinderten aber einen Punktsieg für einen der Kandidaten.

© 2002 Financial Times Deutschland

Quelle: www.ftd.de/sp/ak/1025792155609.html?nv=hpm
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SchwarzerLor.:

Rot-Schwarze Koalition gegen Kanzler Schröder.

 
16.07.02 07:17
#29
Rot-schwarze Koalition gegen Kanzler Schröder
Der Vorgang ist wohl einmalig so kurz vor einer Bundestagswahl: Der Sozialdemokrat und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement führt im Bundesrat eine Front von Unions-Ländern an, um ein Gesetz der SPD-geführten Bundesregierung zu Fall zu bringen. Clement weiß, dass er mit seinem Vorgehen eine Strafe in dreistelliger Millionenhöhe für den Bund aus Brüssel riskiert. Die EU-Kommission hat nämlich schon mehrfach die Einführung von Billigvorwahlen für Telefonortsgespräche in Deutschland angemahnt. Nun macht Clement nicht mit bei Call-by-Call im Ortsnetz, einer Reform, die auch bei den Wählern gut ankommen würde.
Es sei ihm auch um die Interessen der in Nordrhein-Westfalen ansässigen Telekom gegangen, behauptete Clement am Freitag im Bundesrat. Am Donnerstag wohl auch: Da hatte der Düsseldorfer Spitzengenosse Telekom-Chef Ron Sommer in Schutz genommen - gegen den Kanzler, der bisher mit wenig Fortune die Ablösung des glücklosen Managers betreibt. Und dessen Erfolgschancen bei der Bundestagswahl inzwischen auch davon abhängen, wie schnell er Sommer bei der Telekom los wird.
Die Vorgänge lassen nur einen Schluss zu: In der SPD ist ein Machtkampf für die Zeit nach der Bundestagswahl entbrannt. Offenbar rechnet Heckenschütze Clement nicht mehr mit einem Sieg der rot-grünen Koalition. Und für die Zeit danach rüstet er jetzt. Ob es für Clement dann noch reichen wird, auf dem Beifahrersitz einer schwarz-roten Koalition unter dem CSU-Kanzler Edmund Stoiber Platz zu nehmen, das darf der Wähler am 22. September entscheiden.

Quelle: www.berlinonline.de/wissen/...&ressort=&von=&bis=&mark=stoiber
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special:

schnorrer for kanzler

 
16.07.02 07:48
#30
wo muss ich da ein kreuz machen ??

!!! VOTE SCHNORRER !!!
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PRAWDA:

Clement und Stoiber sind privat befreundet o.T.

 
16.07.02 11:14
#31
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SchwarzerLor.:

Schröder und Stoiber verlieren an Zustimmung.

 
23.07.02 09:39
#32
Die neueste Umfrage vom Spiegel rutschen sowohl Schröder (von 53% auf 51%) als auch Stoiber (von 43% auf 38%) bei der Frage ab, inwieweit die Befragten mit der Arbeit der Kandidaten zufrieden seien:

Link: www.spiegel.de/spiegel/0,1518,grossbild-199567-206316,00.html
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SchwarzerLor.:

Schröders Job-Debakel

 
08.08.02 15:48
#33
08.08.2002    07:13
Kommentar
 
Schröders Job-Debakel
 
Wenn der SPD-Kanzler überhaupt noch Chancen auf den Amtserhalt hat, dann nicht wegen seiner wirtschaftlichen Bilanz, sondern eher trotz derselben.

(SZ vom 08.08.02) - Schlimmer hätte es für Gerhard Schröder kaum kommen können. 45 Tage vor der Bundestagswahl hat die Arbeitslosenzahl in Deutschland wieder die Vier-Millionen-Marke durchbrochen.

Exakt 4.046.900 bei den Arbeitsämtern registrierte Menschen – das liegt zwar nur knapp über der magischen Grenze, deren psychologische Bedeutung jedoch nicht zu unterschätzen ist.

Wieder am Anfang gelandet

Der Bundeskanzler, für den Jobs immer Chefsache waren, liegt bei der Beschäftigung in etwa wieder dort, wo er vor vier Jahren begonnen hat. Das entspricht der Wahrnehmung seiner Wirtschaftspolitik in weiten Kreisen der Bevölkerung.

Vielfach heißt es: Schwacher Start mit Lafontaine, starker Zwischenspurt mit Sparhaushalt, Steuer- und Rentenreform, schwaches Ende im Zeichen der ruhigen Hand.

Kein erfolgreicher Wirtschaftspolitiker

Wenn der SPD-Kanzler überhaupt noch Chancen auf den Amtserhalt hat, dann nicht wegen seiner wirtschaftlichen Bilanz, sondern eher trotz derselben. Zustimmung zu Schröder mag sich aus seiner persönlichen Ausstrahlung speisen oder Erfolgen auf anderen Politikfeldern.

Frei von jeder Parteilichkeit lässt sich sagen: Schröder gilt der großen Mehrheit der Deutschen nicht als erfolgreicher Wirtschaftspolitiker. Er selbst hält dieses Urteil angesichts der weltweiten Turbulenzen für unfair. Hat er recht?

Falsche Prognose noch kein Grund zur Abwahl

Eine Prüfung in vier Schritten, erstens: Bis zur Besinnungslosigkeit reitet die Opposition im Wahlkampf auf der missglückten Arbeitsplatzprognose herum.

„Wenn wir die Arbeitslosigkeit nicht signifikant senken, haben wir es weder verdient, wiedergewählt zu werden, noch werden wir wiedergewählt“, hatte Schröder im September 1998 gesagt und sich im Mai 2000 gar auf die Zahl von weniger als 3,5 Millionen Arbeitslosen festgelegt.

Das Ziel hat die Regierung eindeutig verfehlt, freilich hat sich die Konjunkturlage seitdem überraschend dramatisch verdunkelt. Der Bruch eines in Zeiten allgemeinen Überschwangs gegebenen Versprechens mag ärgerlich sein und imageschädigend, kann aber allein nicht ernstlich eine Abwahl rechtfertigen.

630-Mark-Jobs in Arbeitsplätze verwandelt

Zweitens jedoch beharrt Schröder darauf, zusätzliche Jobs geschaffen zu haben. So ist er auf 1,2 Millionen neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze stolz.

Die Zahl stimmt, nur handelt es sich in ihrer großen Mehrheit um ehemalige 630-Mark-Jobs. Von Beschäftigungsaufbau kann nicht ernsthaft die Rede sein.

Schweres Erbe des Vorgängers

Schröder verweist, drittens, auf das verhängnisvolle Erbe seines Vorgängers Helmut Kohl, das er habe abarbeiten müssen.

In der Tat hat der Langzeitkanzler zuletzt mehr präsidiert als regiert und viele Aufgaben unerledigt gelassen. Dafür allerdings ist er, zu Recht, mit Pauken und Trompeten abgewählt worden.

Schlusslicht selbst in den Boomjahren

Hilfsweise pflegt der Kanzler, viertens, auf die Weltlage zu verweisen, die allgemeine Konjunkturkrise, den Ausfall der US-Weltleitwirtschaft. Das Argument übersieht großzügig, dass Deutschland seit Jahren im Beschäftigungsranking hinten liegt.

Mindestens in den Boomjahren 1999 und 2000, als in den USA noch die Bären tanzten, hätte es auch der Exportnation Deutschland bestens gehen müssen. Aber selbst damals war man in der EU eines der Schlusslichter beim Wirtschaftswachstum.

Reformscheu vor einem Fass ohne Boden

Über die Jahre ist zwar jede Menge Geld in zweifelhafte Beschäftigungsfördermaßnahmen gepumpt worden, doch machten die Regierungspolitiker eine weiten Bogen um die verkrusteten Strukturen am Arbeitsmarkt, der eben alles ist (vor allem ein Fass ohne Boden), nur kein Markt.

Der Auftrag an die Hartz-Kommission ist ein klares Eingeständnis bisheriger Versäumnisse.

Opfer der eigenen Selbstüberschätzung

In der Summe ist der selbst ernannte Macher Schröder ein Opfer seiner Verblendung geworden, einer wie er könne mal eben die Erneuerung des Landes moderieren.

So wenig eine schnelle Kanzler-Intervention einen Industriekonzern retten kann, so wenig reichen ein paar locker moderierte Runden im Bündnis für Arbeit und der Smalltalk mit Konzernbossen aus, eine erneuerungsbedürftige Industrienation gegen die Stürme der Globalisierung wetterfest zu machen.

Hartz entpuppt sich als Wahlkampfmasche

Auch mit der vermeintlichen Wunderwaffe Hartz droht schon wieder alles falsch zu laufen.

Begann die Kommissionsarbeit noch mit mutigen Vorschlägen, werden alle weiter gehenden Ansätze – kürzerer Bezug von Sozialleistungen oder pauschalierte Auszahlung des Arbeitslosengeldes – längst wieder von den Gewerkschaften bekämpft.

Stattdessen präsentiert sich der angeblich gute Makler Hartz als waschechter Wahlkämpfer und bringt ständig neue und zunehmend abstruse Vorschläge in die Öffentlichkeit.

Unrealistische Vorschläge

Eine Mega-Anleihe von 150 Milliarden Euro soll Arbeitsplätze subventionieren – eine unrealistische und fatale Vorstellung. Für den Osten soll der beschlossene Solidarpakt II vorgezogen werden, obwohl niemand weiß, wo das Geld so schnell herkommen soll.

Bessere Vermittlungsleistungen der Arbeitsämter dagegen sind sicher sinnvoll, aber der Misere am Arbeitsmarkt wird man allein damit nicht Herr.

Schlechter Zeitpunkt für einheitliche Reform

Die Hartz-Kommission hat den gleichen Geburtsfehler wie das Bündnis für Arbeit: Die Politik will von den zahlreichen, gegensätzlichen Interessengruppen im Land umfassende Lösungen serviert bekommen.

Das wird nicht funktionieren. Für ein Reformkonzept aus einem Guss ist der Wahlkampfendspurt der denkbar schlechteste Zeitpunkt.

Quelle: www.sueddeutsche.de/index.php?url=/...ll/49949&datei=index.php
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special:

schnorrer hast du dich nun aufstellen lassen

 
08.08.02 16:24
#34
oder komme ich in diesem jahr wieder um das kreuzchen machen herum ??

In der Schule lernt man nichts, aber das fürs ganze Leben.  
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SchwarzerLor.:

Westerwelle will Bundesverfassungsgericht anrufen.

 
24.08.02 14:50
#35
ftd.de, Fr, 23.8.2002, 12:09  
Westerwelle ruft wegen TV-Duell Verfassungsgericht an

FDP-Parteichef Guido Westerwelle kämpft weiter um seine Teilnahme am TV-Duell der Kanzlerkandidaten. Er zieht vors Bundesverfassungsgericht.

Ein Gerichtssprecher bestätigte am Freitag den Eingang einer Verfassungsbeschwerde Westerwelles. Sie ist mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung verbunden. Wie der Sprecher des Gerichts betonte, steht der weitere Verfahrensgang noch nicht fest.

Der FDP-Politiker will erreichen, zu dem Fernsehduell zwischen Gerhard Schröder (SPD) und Edmund Stoiber (CSU) am 8. September in ARD und ZDF eingeladen zu werden. Westerwelle war mit seinem Begehren bereits beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster und dem Verwaltungsgericht Köln gescheitert. Das erste von zwei Fernsehduellen findet am Sonntagabend auf RTL und Sat.1 statt. Bei den Privatsendern fehlt Westerwelle im Gegensatz zu den Öffentlich-Rechtlichen eine Rechtsgrundlage, um die Teilnahme einzuklagen.

© dpa

Quelle: www.ftd.de/sp/ak/1030094992491.html?nv=hpm
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ruhrpottzocker:

Der lässt auch keine Peinlichkeit aus !!

 
24.08.02 14:57
#36

Wer - um des lieben Himmels Willen - glaubt tatsächlich, dass so einer Kanzler werden könnte ?

Der könnte an einer Diskussionsrunde teilnehmen, bei der es darum geht, wer Sekretär des Herrn Möllemann wird.

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<img src= Wer soll im September 02 Kanzler werden? Spitfire33">

Nicht Wahlkampfthemen, sondern eine Flutwelle

 
#37
hat eine für Schröder verlorene Wahl entschieden. Momentan muß Schröder Kanzler werden/bleiben. Wer sonst sollte dieses Schiff BRD denn momentan steuern? Stoiber kann doch noch nicht einmal schwimmen, geschweige ein Rennboot steuern.  


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