rot-grün oder schwarz-gelb?


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Verbrecher:

rot-grün oder schwarz-gelb?

 
08.08.02 16:34
polit-postings sind grad "in" wie ich sehe. hier mein senf:
der scharping-rauswurf hatte einen gewissen symbol-charakter für die momentane verfassung der regierung, die wie ein angeschlagener boxer richtung wahltag taumelt...
bei ner arbeitslosenquote von rund 10 % sprechen die fakten nicht gerade für die derzeitige regierung. wir erinnern uns alle: des kanzlers innigster wunsch war zu beginn seiner amtszeit, sich am wirtschaftlichen erfolg messen zu lassen.
dieser "erfolg" ging jetzt allerdings völlig daneben.
es ging schon los mit der änderung des 630-mark-gesetzes. die bekämpfung der scheinarbeitslosigkeit entpuppte sich in nullkommanix als schikane für kleinunternehmer und existenzgründer.
viele kommunen sind pleite, die investitionsquote von 20 % ist eine katastrophe.
selbst offensichtliche missstände wie in der bildungspolitik führen nicht zum handeln der regierung.
mit dem gerede "schuld ist die weltwirtschaft" macht sich die regierung  in meinen augen lächerlich. haben unsere europäische nachbarn eine andere weltwirtschaft? immerhin hat deutschland erstmals in seiner geschichte die rote laterne bei der schaffung neuer arbeitsplätze.
der haushaltsentwurf des wirtschaftsministeriums ist eine ohrfeige für den mittelstand - und dabei ist dort offiziell von "förderung" die rede.
wir müssen echt aufpassen, dass wir nicht in der nächsten aufschwungphase in den startlöchern hängenbleiben!

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Verbrecher:

deutschland ist weltweit an der spitze!

 
12.08.02 12:10
...allerdings bei den kosten für eine lohnstunde.
mit rund 26 euro liegen wir 27 % (!) über dem durchschnitt der konkurrenzländer.
leider bedeutet das nicht, dass unsere westdeutschen industriearbeiter am meisten verdienen. sie bekommen durchschnittlich 15,44 euro im schnitt.

die lohnnebenkosten sind zu hoch und verhindern, dass unternehmer neue leute einstellen. das ist nix neues. die hartz-kommission verliert darüber aber kein wort.
dreieinhalb jahre hat die regierung kein programm gehabt und sich allein aufs wirtschaftswachstum verlassen. kurz vor der wahl wird plötzlich der hartz aus dem hut gezaubert - die vorschläge der kommission werden nun ähnlich wie in einer dauerwerbesendung gefeiert.

die vorschläge sind m.e. absolut peinlich:
z.B der sog. Job-Floater - erst sollten per wertpapier 150 milliarden euro vor allem für die neuen ländern gezeichnet werden, jetzt ist von 20 mrd die rede. allein an der differenz sieht man schon, wie wenig die idee durchdacht wurde. da will man unternehmen geld dafür geben, dass sie jemanden einstellen.
wenn aber die arbeit gar nicht da ist, führt das dazu, leute nicht deshalb anzustellen, weil man sie braucht, sondern weil es geld vom staat dafür gibt.
dieser ansatz ist einfach falsch!
genug aufgeregt...
bis die tage!

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Verbrecher:

kopf hoch!

 
29.08.02 09:32
aufschwung lässt noch auf sich warten...


Die Hoffnungen auf einen bald einsetzenden kräftigen Aufschwung haben durch die aktuellen Zahlen zur Lage des Großhandels einen erneuten Dämpfer erhalten. So wie die Auftragseingänge einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Belebung in der Wirtschaft insgesamt geben können, kann der Großhandel als Belieferer von Einzelhandel und Produktionsstätten als eine Art Vorbote für die Binnenkonjunktur verstanden werden. Und in dieser Botenfunktion kam am Dienstag von den Großhandelsunternehmen alles andere als eine frohe Kunde.

Der Bereich beklagt rückläufige Umsatzzahlen im laufenden Jahr, dies sogar in beschleunigtem Tempo, und für das kommende Jahr erwartet er allenfalls stagnierende Umsätze auf niedrigem Niveau. Daraus resultierend wollen die Großhandelsunternehmen im laufenden wie im kommenden Jahr weniger neue Mitarbeiter einstellen und weniger investieren. Diese Aussichten verheißen für die konjunkturelle Entwicklung auf dem deutschen Inlandsmarkt nichts Gutes, sie belegen vielmehr: Der Aufschwung rückt weiter in die Ferne. Konjunkturelle Impulse vom Inlandsmarkt sind in den kommenden Monaten offenbar nicht zu erwarten.

Bei einem Anteil der Binnenkonjunktur von gut zwei Dritteln am gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukt wird dies nicht ohne Wirkung auf das Wirtschaftswachstum insgesamt bleiben. Die große Hoffnung aller ist, dass sich das Wachstum zum Jahresende hin beschleunigt. Doch von einem echten Aufschwung fehlt bislang jede Spur. Der Schub für die Binnennachfrage kommt derzeit nach wie vor überwiegend von den Unternehmen, die ihre Lagerbestände auffüllen. Bei den Ausrüstungsinvestitionen hält der Abwärtstrend ungebrochen an und bei den Bauinvestionen wurde ein Minus erreicht wie zuletzt vor gut fünf Jahren.

Hinzu kommt, dass eine Reihe von Experten in Sorge sind, dass die verschobene Steuerreformstufe den Verbrauchern noch stärker die Lust am Konsum raubt. All dies lässt befürchten, dass sich die Hoffnungen auf eine durchgreifende Belebung im zweiten Halbjahr kaum erfüllen werden. Damit steht schon jetzt fest: Der Aufschwung 2002 wird bestenfalls ein schwacher sein.

quelle: vwd
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