MLP: Kann doch nicht sein, dass...

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blindfish:

MLP: Kann doch nicht sein, dass...

 
21.05.02 14:12
...den Schwachsinn, den Termühlen eben auf N-Tv abgelassen hat, auch noch jemand positiv interpretiert...!?!? Zu dem Umsatzrückgang (den ich gar nicht mal so klein finde) kein Wort!! Im Übrigen nur um den heißen Brei herumgeredet!! Das "Vertrauen" der Anleger ist ihm wichtiger als die Klage gegen BO? Das WÄRE doch eine vertrauensbildende Maßnahme!?!? Na ja, er wird schon wissen, warum das so ist...!?

Gruß, blindfish :-)
>1x bewertet
Grinch:

Die jungs haben nur das Glück das sie noch

 
21.05.02 14:17
einen jungen und gesunden Bestand haben, was da erst los ist wenn die Risikobeiträge an die Rückversicherer steigen? Ein eigener Aussendienst und dazu die Struki-Methoden... Ne ne ne!!! hatte neulich mal das Glück erst ein Angebot der Jungs zu zerpflücken, könnte mein Hobby werden!!! ;-)) Und bei Beratungsgesprächen 1,5 Stunden Gelaber, davon 10 Minuten über das Produkt und dann wird auf Abschluss gedrückt!!!
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blindfish:

der eine sieht`s - der andere nicht...

 
21.05.02 19:47
die hier z.B. sehen es:

WGZ Bank

Nach Ansicht der Analysten der WGZ Bank sind die von der MLP AG am Morgen vorgelegten Umsatzerlöse für die ersten drei Monate enttäuschend ausgefallen. So muss das Unternehmen im weiterenn Jahresverlauf auch noch unter Beweis stellen, dass die anviserten Planzahlen erreicht werden können. Die zuletzt erfolgte negative Berichterstattung weist zudem noch auf erhebliche Mängel in der Kommunikation und Transparenz des Unternehmens hin. Vor diesem Hintergrund haben die Experten nochmals ihr Anlagerating "reduzieren" für die Aktie des Finanzdienstleisters bekräftigt.(dw)


Recherchiert doch bitte mal zu den folgenden Punkten (und noch einige mehr):

- Umsatzeinbruch
- Stagnation in der Anzahl der Neuabschlüsse bei MLP-Leben seit 1999
- Fluktuation der Mitarbeiter
- Stimmung bei MLP
- Verschuldung von Mitarbeitern und Geschäftsstellenleitern
- Reaktion der Kunden
- Kapitalerhöhung (=Kapitalverschiebung vom Aktionär bzw. Mitarbeiter zum Vorstand)


Übrigens: Wie die Anzahl der Postings zu den euphorischen Stimmen im Gegensatz zu vorsichtigen Stimmen zeigt, scheinen viele aus den vergangenen 2 Jahren nichts gelernt zu haben...


Gruß, blindfish :-)

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21.05.02 19:52
ich geb dir ja soweit recht, nur....

- Fluktuation der Mitarbeiter
- Stimmung bei MLP
- Umsatzeinbruch

diese argumente findest du wohl bei über 90%
der am neuen markt gehandelten ag´s...

das lässt natürlich rückschlüsse auf das
börsensegment zu, aber das passt jetzt
nicht unbedingt in den diesen thread... ;)

gruß

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Reinyboy:

Also, was mir ein Rätsel bei MLP ist, ist, daß der

 
21.05.02 19:59
Gewinn um 30% steigen kann während der Umsatz um fast 30% fällt.

Also, da ist doch wohl tatsächlich was faul. Denn dann müssten die Gewinnmargen um 50-60% gestiegen sein und das ist wohl kaum durchsetzbar.



Grüße       Reiny
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mod:

zeitliche Abgrenzung? Innerhalb von

 
21.05.02 20:04
Perioden innerhalb des Geschäftsjahres doch kein Problem, da ja nur intern.
Vielleicht hat man aus "Kosmetikgründen" etwas vorgezogen,
schon möglich.
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blindfish:

@zickzock

 
21.05.02 20:37
aber das ist es ja gerade: AM NEUEN MARKT!!

Übrigens sind die Mitarbeiter nach außen hin doch das Hauptargument für (angebliche) Qualität - gerade die guten Berater aber verlassen MLP --> daraus folgt m.E. über kurz oder lang ein Verein wie AWD oder wer auch immer...

Gruß, blindfish :-)
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blindfish:

Aus der FTD vom 22.5.2002...

 
21.05.02 22:27
www.ftd.de/kapital
Das Kapital: MLP braucht einen neuen Prüfer

Halb voll oder halb leer? Aus den Quartalszahlen von MLP lässt sich jedenfalls nicht herauslesen, ob die angekündigten 30 Prozent Gewinnwachstum 2002 zu schaffen sind.

Zwar lag der Nettogewinn nur knapp unter dem Konsens. Aber der Umsatz blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Magere 20,6 Prozent haben die Heidelberger geliefert, statt der erhofften 30 Prozent. MLP verdient im Frühjahr traditionell schlecht, deshalb sind die Zahlen nicht überzubewerten. Aber seit dem Kursrutsch bemüht sich die Firma um Transparenz. Der Quartalsbericht ist im Jahresvergleich von zwei auf elf Seiten gewachsen; da kann man zur Abwechslung was mit ihm anfangen.

Die zuletzt viel zitierten Rückversicherungserträge sind um gut fünf Prozent geschrumpft. Das deutet auf Schwächen im Neugeschäft hin, und zwar nicht nur bei der Absicherung von Berufsunfähigkeit. Die gute Nachricht ist, dass der Einbruch die Manipulationsvorwürfe zu entkräften scheint. Gleichzeitig werden aber jene Investoren bestätigt, die an der Nachhaltigkeit des Wachstums zweifeln. Denn MLP ist diesmal glimpflich davongekommen. Das Auslaufen großer Rückversicherungsverträge ließ die entsprechenden Kosten ähnlich stark wie die Erträge schrumpfen. Nächstes Mal könnte der Rückgang auf den Gewinn durchschlagen.

Die Expansion außerhalb des deutschen Sprachraums läuft nur schleppend, die teils noch recht jungen Auslandstöchter machten zuletzt 1,5 Mio. Euro Verlust. In Deutschland selbst scheint die Suche nach neuen Kunden für den Marktführer kostspieliger zu werden. Die Zahl der Berater und Büros stieg proportional deutlich schneller als die der Kunden.

Die Aktie bleibt teuer. Demnächst droht bekanntlich eine kräftige Verwässerung. Die Gründerfamilien wollen ihre Anteile an den vier MLP-Töchtern in 29,4 Millionen Aktien der Mutter tauschen. Die teuren Töchter haben Potenzial, aber verdienen vorläufig kaum. Der aktuelle Kurs entspricht einem recht durchgeknallten KGV von 46 nach dem Tausch. Das unterstellt noch immer gut 15 Prozent Gewinnwachstum pro Jahr bis 2010. Dabei dürften gerade die Hoffnungsträger wie Bank und Vermögensverwaltung unter dem Imageschaden der letzten Tage leiden.

Selber schuld. Zu einer Sonderprüfung kann sich MLP noch immer nicht durchringen. Dafür sollen unabhängige Experten bei der Hauptversammlung das Wesen von Rückversicherungen erklären. Das wird nicht reichen. Die Vorwürfe waren kein Sturm im Wasserglas, sondern angesichts der komplizierten Bilanzen durchaus nachvollziehbar. So teuer wie die Aktie weiter ist, gleicht die MLP-Geschichte einem fragilen Gefäß in einem Sturm. Wenn es demnächst zerbricht, ist das indes nur der Sturheit der Heidelberger zuzuschreiben. Falls sie nichts zu verbergen haben, sollten sie spätestens jetzt - nach 16 Jahren - den Prüfer wechseln.

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Anzeige: Der Uran-Megatrend 2025

Aktie mit Knalleffekt: Uran-Geheimtipp zündet das nächste Bohr-Update
blindfish:

up o.T.

 
22.05.02 08:53
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blindfish:

United ZurichFinance zu MLP

 
24.05.02 10:43
allerdings in Englisch (wird heute in London vorgestellt)


MLP AG (Germany DAX 30)

Current share price: €49.50

Recommendation: Strong Sell - High Risk


Summary:

We believe MLP’s great growth story is unraveling. The highly topical discussion about managed earnings via liberal accounting practices will soon focus investor attention on other problem areas:

• Undisclosed off – balance sheet risks
• Eyebrow-raising transactions with company executives and employees
• Massive earnings dilution through conflicted acquisitions
• Controversial auditors and stressed insurance partners
• Potentially harmful credit risks

In the face of an absurdly high valuation, we believe MLP will decline substantially from current levels and exit the DAX 30 Index of Germany’s largest listed companies.
Company Activities:

MLP AG offers securities brokerage, life and non-life insurance, asset management, banking services and mortgage loans. MLP operates principally in Germany targeting its products to young university graduates, but is also active in Austria, Switzerland, Spain, the Netherlands and the United Kingdom.


Positives:

The shares are highly liquid with an average daily volume of 439,000 shares on the Frankfurt Stock Exchange. During the last four trading days the share volume has increased tenfold as an article by a prominent German financial magazine (Boerse Online), claiming MLP’s accounting practices have boosted earnings artificially, has attracted tremendous attention.

The company has a record of 30% plus annual earnings growth dating back more than a decade.

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blindfish:

News: "Von neuer Offenheit nichts zu spüren..."

 
29.05.02 23:06
SdK: MLP-Hauptversammlung - Von neuer Offenheit nichts zu spüren

Die Aktionärsvereinigungen Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V. (SdK), Verein zur Förderung der Aktionärsdemokratie e.V. (VFA) und Aktionärinnen e.V. haben am heutigen Mittwoch eine gemeinsame Pressemitteilung zur MLP-Hauptversammlung veröffentlicht.

MLP-Hauptversammlung: Von neuer Offenheit nichts zu spüren

Auf der Hauptversammlung der MLP AG in Mannheim war von der in den Medien avisierten neuen Offenheit des Managements nichts zu spüren. Dies ist die gemeinsame Ansicht der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) e.V., des Vereins zur Förderung der Aktionärsdemokratie e.V. (VFA) und des Vereins Aktionärinnen e.V. Das Management und die Großaktionäre haben die Gelegenheit versäumt, die gegen die MLP AG erhobenen Vorwürfe zum Wohle aller Aktionäre zu beseitigen. Einige Beispiele mögen dies belegen.

Überraschend wurde erst auf der Hauptversammlung mitgeteilt (obwohl dies bereits spätestens seit dem 23. Mai 2002 bekannt war), dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften KPMG und Deloitte & Touch, die die Ordnungsgemäßheit der Bilanzierungspraxis im Hinblick auf das Rückversicherungsgeschäft bestätigen sollten, dieses Bestätigung nicht erbringen könnten, da sie befangen seien. Stattdessen erklärte ein Professor der Universität Mannheim den anwesenden Aktionären, dass die Bilanzierung in Ordnung sei. Pikant ist nur, dass der Professor zum einen erst seit dem 24. Mai 2002 mit der Angelegenheit befasst war, sich also kaum vollständig in den komplexen Sachverhalt einarbeiten konnte und er zudem selbst Aktionär der MLP ist.

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blindfish:

Pikant:

 
04.06.02 13:53
Die Befangenheit des „MLP-Kronzeugen“

Bei der Hauptversammlung verteidigte Professor Albrecht MLP - als Dekan der Uni Mannheim freute er sich über üppige Spenden des MLP-Gründers Lautenschläger.
Von Martin Hesse

Am 28. Mai tritt Professor Peter Albrecht vor die Aktionäre des Finanzdienstleisters MLP. Das Unternehmen steht seit Wochen im Kreuzfeuer der Kritik, nachdem ein Anlegermagazin den Vorwurf erhoben hat, die Heidelberger blähten mit Bilanztricks ihre Gewinne auf.

Albrecht ist Versicherungsexperte an der Universität Mannheim und von MLP als neutraler Gutachter bestellt worden, um den Aktionären zu erklären, wie MLP Rückversicherungsgeschäfte bilanziert und warum die Rechnungslegung ihre Richtigkeit hat.

Peter Albrecht tut dies nach eigenem Bekunden gern. Es habe seinen Reiz, vor solch einem Publikum „eine versicherungswissenschaftliche Miniaturvorlesung“ zu halten. Außerdem sei er selbst MLP-Aktionär und daher „zurückhaltend formuliert, ungehalten“ ob der Vorwürfe, die gegen das Unternehmen erhoben würden.

KPMG und Deloitte sprangen ab

Erst kurz vor Beginn der Hauptversammlung hatte MLP erklärt, es würden nicht - wie ursprünglich geplant - Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften KPMG und Deloitte & Touche auftreten. Der Grund: Es könnte den beiden ein Interessenkonflikt unterstellt werden. Die eine, KPMG, weil sie die österreichische MLP-Tochter MLP Leben prüft; die andere, Deloitte, weil sie einen der Rückversicherer testiert, mit denen MLP Geschäfte macht.

Warum diese Erkenntnis erst unmittelbar vor der Hauptversammlung reifte, bleibt ungeklärt. Dass Professor Albrecht als MLP-Aktionär ebenfalls in einen Interessenkonflikt geraten könnte, schien dagegen nicht ins Gewicht zu fallen.

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