Mit China gegen Cisco

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Mit China gegen Cisco

Netzwerke: Das Joint Venture Huawei-3Com nimmt die Geschäfte auf – Erste Auswirkungen erwartet

VDI nachrichten, 5.12.2003
Zusammen mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei will 3Com an alte Größe anknüpfen und Cisco Konkurrenz machen.

Bruce Claflin setzt die Ziele hoch an: „Mit dem wirkungsvollen Einsatz der enormen Möglichkeiten aus unserem neuen Joint Venture will 3Com das Spielfeld der Enterprise-Networking-Industrie von Grund auf ändern.“ Claflin, Präsident und CEO von 3Com, ist gleichzeitig Vorsitzender des Joint Ventures Huawei-3Com. Huawei bietet Kompetenz im Bereich WAN und WAN-Management, von 3Com kommt die LAN-Kompetenz.
„Mit der Technik unseres chinesischen Partners Huawei bieten wir eine vollständige Produktpalette – etwas, was außer uns nur Cisco bieten kann“, rühmt sich Claflin. Eine komplette Produktpalette aus dem Hause Huawei steht praktisch in den Startlöchern. Erste Produkte wie der Switch 7700 sind bereits gelauncht.
Marktanteile möchte Claflin über den Preis gewinnen: Die Preise sollen 10 % bis 30 % unter vergleichbaren Cisco-Produkten liegen. Bei den Schulungskosten für Support-Ingenieure will man Cisco deutlich unterbieten.
Huawei-3Com wird sich auf den Markt für Unternehmensnetze konzentrieren. In Japan und China laufen die Produkte unter dem Namen Huawei, ansonsten weltweit unter 3com. Die Chinesen liefern die Technik, die US-Amerikaner den Markennamen – eine ungewöhnliche Kombination.
Die Analysten von UBS-Warburg erwartet Auswirkungen in Richtung bisheriger taiwanischer Kooperationspartner und Konkurrenz. So produzierte Netzwerkspezialist Accton bisher für 3Com LAN-Switches und macht damit 10 % bis 15 % seines Umsatzes. Die könnte jetzt das Joint-Venture selbst herstellen. Und Netzwerkausrüster D-Link bekommt auf dem chinesischen Markt mehr Konkurrenz.
Vorletzte Woche sind seitens der chinesischen Regierung die letzten offiziellen Hürden gefallen, das Joint Venture Huawei-3Com hat den Betrieb aufgenommen. Die 1500 Angestellten operieren von Hongkong aus, mit weiteren Standorten in Hangzhou und Japan. Rund 800 Entwickler sind darunter – hat Huawei doch die komplette Forschung und Entwicklung sowie Herstellung seines Bereiches Digitale Kommunikationsprodukte in das Joint Venture eingebracht.
„Ziel sind weltweit 10 % Marktanteil im Router-Markt innerhalb von zwei bis drei Jahren, wobei die Marktanteile nicht notwendigerweise von Cisco kommen müssen“, erläutert Josef Vistola, europäischer Marketingmanager bei 3Com, am Rande der Netzwerkmesse Exponet in Köln.

Mit dem neuen Produktportfolio sucht 3Com auch noch Mitarbeiter: In Deutschland stellt 3Com ein, bis Jahresende 2003 sollen es rund 25 Vertriebler sein. Gesucht werden Experten für Vertikale Märkte (Gesundheit, Öffentlicher Sektor, Bildung, Banken/Versicherer), andererseits Experten mit WAN-Erfahrung.
Weitere Verbündete im Kampf gegen Ciscos Marktdominanz hat 3Com am Mittwoch dieser Woche im Distributor Electronic Data Systems (EDS) gefunden, der jetzt Switche, Router und andere Produkte des Herstellers in den USA und Großbritannien vertreiben will. Die Aktien von EDS stiegen daraufhin um 3 % an. swe
www.3com.com
www.huawei-3com.com/en/index.jsp


Huawei Technologies
Der chinesische Telekommunikations- und Technologiekonzern ist erst 15 Jahre alt. Gründer ist der Armeeoffizier Ren Zhengfei, der zu Anfang Telefonanlagen importierte und vertrieb.
Huawei entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Produkte für Festnetze, Mobilfunknetze und Datenkommunikationsnetze. Das heißt: Switche, Netzwerkzugänge, optische Komponenten, im Mobilfunk reicht die Palette von GSM über GPRS bis zu verschiedenen Standards der dritten Mobilfunkgeneration, bei der Datenkommunikation stellt Huawei unter anderem LAN-Switches her. Huawei entwickelt auch die Asics im eigenen Haus.
In China versorgt Huawei rund 30 % des Komponentenmarktes für Festnetze und optische Netze. Der Anteil des Umsatzes in den 32 Ländern außerhalb Chinas, in dem das Unternehmen vertreten ist, wächst rasant. 2003 will Huawei die 1-Mrd.-$-Grenze überschreiten. Im Gesamtjahr 2002 setzt der Konzern 2,7 Mrd. $ um, davon 500 Mio. $ im Ausland.
Im Konzern arbeiten rund 10 000 Menschen allein im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E), 46 % der 22 000 Angestellten. 7000 Ingenieure sollen im neuen F&E-Zentrum im Hauptquartier in Shenzhen arbeiten, die anderen verteilen sich auf weitere chinesische Standorte sowie Labore im indischen Bangalore, Moskau, Stockholm und Dallas. swe
 www.huawei.com

Huawei Technologies

Finanzjahr20022001*2000
Umsatz270030832658
davon im Ausland 552328138
Nettogewinn108258345
F&E-Ausgaben 363342179

Angaben in Mio. $ Quelle: Huawei
*Huawei verkaufte 2001 sein Geschäft für die Stromversorgung von Netzwerken an Avansys Power




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