It's the manager, stupid !

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It's the manager, stupid !

 
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Aus der FTD vom 27.9.2004
Portfolio: It’s the Manager, Stupid!
Von Martin Diekmann

Ein britisches Analysehaus erstellt Rankingtabellen der besten Fondsmanager - die Produkte kommen erst an zweiter Stelle.

Der Manager entscheidet überden Erfolg eines Investmentfonds - eine Aussage, der wohl die meisten Anleger zustimmen werden. Das britische Analysehaus Citywire (www.citywire-fmi.com) hat diese Binsenweisheit sogar zur Geschäftsgrundlage gemacht und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen.

Wie die hauseigenen Analysten herausgefunden haben, mussten 40 Prozent der in Deutschland investierenden Spitzenfonds im Laufe der vergangenen drei Jahre einen Managerwechsel verkraften. "Das ist nur in seltenen Fällen positiv für die weitere Wertentwicklung eines Fonds, aber die meisten Anleger bekommen davon überhaupt nichts mit", sagt Angus Foote, europäischer Fondsanalyst bei Citywire. Um das zu ändern registrieren die Analysten penibel jeden Wechsel in der Branche. In ihren Performance-Tabellen listen sie nicht, wie bei anderen Research-Agenturen üblich, die führenden Fonds, sondern stattdessen die besten Manager auf. Für welche Produkte diese tätig sind, steht erst an zweiter Stelle.

"Für Anleger macht das Sinn", meint Foote. "Wer gute Manager gefunden hat, sollte diesen folgen wenn sie die Gesellschaft wechseln. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie mit einem neuen Fonds ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen werden."

Angebot wird wöchentlich erweitert

Citywire bietet Rankingtabellen von über 3000 Managern, die für 5000 in ganz Europa zugelassene Fonds verantwortlich sind. 24 Investmentkategorien sind derzeit verfügbar, von Aktien- über Misch- bis zu Rentenfonds. Exotischere Anlageregionen, etwa Emerging Markets, sollen in Kürze folgen. "Wir erweitern unser Angebot wöchentlich, wollen aber nichts überstürzen", meint Foote. "Wichtiger als die Geschwindigkeit ist, dass alle Daten richtig sind. Deshalb erscheinen sie erst dann, wenn wir davon hundertprozentig überzeugt sind. Falsche Angaben gibt es im Internet schließlich schon genug, damit ist niemandem geholfen." Managerprofile, Interviews und Portfolioanalysen ergänzen die Rankingübersichten

Neben der Datenverlässlichkeit können Anleger sich noch über etwas anderes freuen, das gesamte Angebot ist nämlich für sie kostenlos. Von Nachteil ist allerdings, dass die Performancedaten nur über ein, zwei und drei Jahre verfügbar sind. Ältere Angaben zur Wertentwicklung sind bislang nicht in der Datenbank zu finden. Dabei sind gerade die besonders aufschlussreich, schließlich trennt sich die Spreu vom Weizen oft erst nach ein paar Jahren. Weiteres Manko: Die Informationen sind nur auf Englisch erhältlich

© 2004 Financial Times Deutschland

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