Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

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Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse jack303
jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
06.12.02 07:54
#1
Dax nach Zinsentscheid auf Richtungssuche

06. Dezember 2002 Das Thema EZB-Zinssenkung ist also durch, und die Unternehmensrealitäten und das Dauerthema Irak nagen an der Zuversicht der Börsianer. Vom Chipriesen Intel, der nachbörslich seine Umsatzprognose leicht erhöht hat, dürften aber positive Impulse auf den Tech-Sektor ausgehen.

Mit Spannung sehen die Investoren den heute um 14.30 Uhr MEZ anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für November entgegen. Beobachter warnen jedoch davor, die Zahlen wegen des langen Thanksgiving-Wochenendes überzubewerten. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent im November von 5,7 Prozent im Vormonat.

Renten profitieren von Zinsschritt

Anders als der Aktienmarkt haben die Renten doch von der deutlichen Leitzinssenkung profitiert. Am Donnerstag gewann der Bund-Future 23 Ticks auf 111,81 Prozent. Über seinen weiteren Weg sind die Händler aber geteilter Meinung. Im Dezember-Kontrakt liege der entscheidende Widerstand bei 112,04 Prozent. Beim in Kürze in den Blick rückenden März-Kontrakt wäre laut technischen Beobachtern ein Anstieg über 111,50 Prozent ein „ermutigendes Ereignis“. Der März-Kontrakt gewann am Donnerstag sieben Ticks auf 109,28 Prozent.

Euro leicht befestigt

Leicht befestigt zeigt sich der Euro am Freitagmorgen. Um 7.36 Uhr kostet ein Euro 1,0018 Dollar nach 1,0005 Dollar am Donnerstagabend in New York. Zum Yen notiert die US-Währung mit 125,21 Yen nach 124,86 Yen am Donnerstag in New York. Große Bewegungen gab es Händlern zufolge allerdings nicht, da der Markt auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag warte.

Börse Tokio schließt nach schwachen US-Vorgaben im Minus

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Freitag erneut dem Trend an der Wall Street vom Vorabend gefolgt und den dritten Tag in Folge schwächer geschlossen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index sank 0,61 Prozent auf 8.863,26 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index fiel 0,72 Prozent auf 860,65 Zähler. Derzeit hänge das Börsengeschehen in Tokio stark von der Entwicklung an der Wall Street ab, sagte Masayoshi Yano, Analyst bei Tokai Tokyo Securities. „Abgesehen vom schwächeren Yen gibt es schließlich wenig Anreize, angesichts der schwachen Konjunktur zu kaufen."

Aktien Hongkong mittags schwächer

Mit schwächerer Tendenz bei sehr geringem Volumen präsentiert sich die Börse in Hongkong am Freitagmittag (Ortszeit). Der Hang-Seng-Index gibt in der ersten Sitzungshälfte um ein Prozent auf 9.911 Punkte nach. Der Index hat sich in einer vergleichsweise engen Handelsspanne von lediglich 100 Punkten bewegt. Die Investoren verhielten sich vorsichtig, heißt es, da sie die US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag (MEZ) abwarten wollen. Die stärksten Verluste verbuchen TVB, die sich um 4,8 Prozent auf 26,65 Hongkong-Dollar ermäßigen.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss

Nach deutlichen Anfangsgewinnen haben sich die nachbörslichen Kurse ingesamt nur leicht verbessert. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,1 Prozent auf 1.054,09 Punkte. Intel gab nach Börsenschluss im Quartalszwischenbericht eine Umsatzprognose, die besser ausfiel als von Analysten erwartet. Die Titel reagierten mit leichten Aufschlägen und gewannen auf Island ICN 1,1 Prozent auf 19,17 Dollar, nachdem sie in der regulären Sitzung noch knapp vier Prozent abgegeben hatten. Intel rechnet für das laufende Quartal nun mit einem Umsatz von 6,8 bis 7,0 Milliarden Dollar. Zuvor wurde noch von einem Umsatz von 6,5 bis 6,9 Milliarden Dollar ausgegangen. Zudem sollen die Bruttogewinnmargen am oberen Ende der Erwartungen bei rund 49 Prozent liegen. Ebenfalls mit einem Plus zeigten sich Altera, die um 0,8 Prozent auf 13,05 Dollar zulegten, und Applied Materials, die sich nachbörslich um 0,2 Prozent 14,92 Dollar verbesserten. Hoover's Inc. haussierten auf Island ICN um 31 Prozent auf 7,00 Dollar. Dun & Bradshet will das Unternehmen zu einem Preis von 0,07 Dollar je Aktie, entsprechend 117 Millionen Dollar übernehmen.

Wall Street vom Einzelhandel und United belastet

Ein schleppender Start des Weihnachtsgeschäfts von Einzelhändlern und die drohende Insolvenz der zweitgrößten US-Fluggesellschaft United Airlines haben am Donnerstag die US-Aktienmärkte ins Minus gedrückt. Wegen eines Schneesturms im Nordosten der USA blieben die Umsätze jedoch gering, weil viele Marktteilnehmer vorzeitig nach Hause gingen. Der Dow Jones ging um 1,31 Prozent niedriger mit 8.623,28 Punkten aus dem Markt. Der Nasdaq-Composite gab um 1,37 Prozent auf 1.410,75 Zähler nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 1,2 Prozent auf 906,55 Punkte.

Händlern zufolge halfen nicht einmal die guten Daten vom Arbeitsmarkt der Börse. Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe fiel in der Woche zum 30. November auf 355.000 von 368.000 in der Vorwoche und damit in der dritten Woche in Folge. „Das war zwar eine positive Nachricht am Vormittag, aber nicht genug", sagte Aktienhändler Michael Palazzi von SG Cowen. „Das Geschäft ist aber tot wegen des Schnees, alle an der Ostküste gehen nach Hause", fügte er hinzu.

„Einige der Einzelhandelszahlen waren nicht so gut wie erwartet, und das belastet den Markt", sagte Jim Herrick, Chef des Aktienhandels bei Robert W. Baird & Co. „Auch die Möglichkeit, dass United Airlines Bankrott geht, belastet.“ Marktstratege Alan Ackermann von Fahnestock & Co fügte hinzu: „Das sind Gewinnmitnahmen, und das ist an sich nicht schlecht nach einem so starken Kursaufschwung in einer solch kurzen Zeit".

United, Partner der Lufthansa im Luftfahrtbündnis Star Alliance, steht vor einem Antrag auf Gläubigerschutz, nachdem die US-Regierung eine dringend benötigte Kreditgarantie verweigert hatte. „UAL belastet alles", sagte James Whipple von C.E. Unterberg Towbin. Die Papiere der United-Muttergesellschaft UAL Corp wurden zeitweise vom Handel ausgesetzt. Sie verloren gut zwei Drittel ihres Wertes auf 1,00 Dollar. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Papiere des Flugzeugherstellers Boeing, zu dessen größten Kunden UAL zählt. Boeing-Aktien verloren an der Wall Street 2,9 Prozent auf 32,96 Dollar.

Analysten äußerten sich enttäuscht zu Umsatzzahlen mehrerer Einzelhandelsunternehmen, die auf einen eher schleppenden Start des Weihnachtsgeschäfts in den USA hinwiesen. So gaben die Kaufhauskette Kohl's und der weltgrößte Einzelhandelskonzern Wal-Mart für November Erlöse bekannt, die schwächer ausfielen als erwartet beziehungsweise am unteren Ende der eigenen Prognosen lagen. Während Kohl's-Aktien 0,7 Prozent auf 62,21 Dollar zulegten, verloren Wal-Mart 2,6 Prozent auf 53,02 Dollar.

Die Papiere des weltweit zweitgrößten Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) zogen gegen den Markttrend 5,7 Prozent auf 8,29 Dollar an, nachdem das Unternehmen seine Umsatzerwartung für das vierte Quartal angehoben hatte. Die Aktien des AMD-Hauptkonkurrenten Intel verloren dagegen rund vier Prozent auf 18,96 Dollar.

US-Anleihen schließen etwas fester

Etwas fester haben sich die US-Anleihen am Donnerstag im späten Handel gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 4,0 Prozent stiegen um 9/32 auf glatt 99 und rentierten mit 4,121 Prozent, nach 4,153 Prozent am Mittwoch. Der Longbond mit einer Zinsausstattung von 5,375 Prozent verbesserte sich um 10/32 auf 105-29/32. Die Rendite fiel von 5,004 auf 4,981 Prozent. Als Grund für die positive Tendenz wurden die Kursabschläge an den Aktienmärkten genannt. Im Vorfeld der Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag hätten sich die Anleger allerdings deutlich zurückgehalten, hieß es. Es wird hier mit einer Zunahme um 30.000 Stellen gerechnet. Zudem wird ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent von 5,7 Prozent erwartet.

Die Äußerungen der US-Regierung über den Irak haben zudem die Stimmung am Anleihemarkt leicht gestützt. Die US-Regierung verfügt nach eigenen Angaben über Informationen, denen zufolge der Irak Waffen für Massenvernichtung besitzt. Nach diesen Äußerungen habe sich die Angst vor einem kriegerischen Konflikt wieder verstärkt, fügte ein Beobachter hinzu.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @la

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jack303:

Medienschau

 
06.12.02 07:54
#2
Medienschau

06. Dezember 2002 Unternehmensnachrichten

Intel erhöht Umsatzprognose wegen starkem Asien-Absatz

Der weltgrößte Halbleiterhersteller Intel hat am Donnerstag nachbörslich seine Umsatzprognose für sein viertes Geschäftsquartal auf 6,8 bis 7,0 Milliarden Dollar angehoben und damit die Erwartungen von Analysten übertroffen. Zuvor hatten auch die Chip-Firmen Advanced Micro Devices (AMD) und Fairchild Semiconductor International ihre Prognosen erhöht. Der Chip-Produzent begründete die Aufwärtsrevision mit einem höheren Absatz in Asien. Zuvor hatte der Konzern für die letzten drei Monate des Jahres mit einem Umsatz 6,5 bis 6,9 Milliarden Dollar gerechnet, während von Thomson First Call befragte Analysten im Mittel Erlöse von 6,74 Milliarden Dollar vorausgesagt hatten. Die Bruttomarge werde zudem am oberen Ende der bislang genannten Spannbreite von „49 Prozent plus oder minus ein paar Punkte“ gesehen, teilte Intel weiter mit. Nettoverluste bei Beteiligungen würden indes wohl mit rund 90 Millionen Dollar höher ausfallen als bisher mit 50 Millionen Dollar erwartet. (Reuters)

Home Depot: Neue Bilanzvorschrift belastet Ergebnis 2003/04

Neue Bilanzierungsvorschriften werden das Ergebnis der Home Depot Inc für das Geschäftsjahr 2003/2004 (31. Januar) mit 0,02 bis 0,03 Dollar je Aktie belasten. Grund sei die Einführung der Bilanzierungsmethode nach dem Financial Accounting Standard 123, die die Aufwendungen für Aktienoptionen regelt, teilte die US-Baumarktkette am Donnerstag mit. Wie es in einem Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC heißt, will Home Depot die Regel am 3. Februar 2003 bei der Bilanzierung berücksichtigen. (vwd)

Tyco weist Bericht über Steuernachforderung zurück

Tyco International hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sich der Konzern mit der International Revenue Service (IRS) in Gesprächen über eine Steuernachzahlung von 1,7 Milliarden Dollar befindet. Auf die Frage, ob die IRS eine Untersuchung durchführe, nahm das Unternehmen am Donnerstag keine Stellung. Der Bericht auf der Website von „TheStreet.com“ sei jedoch falsch. (vwd)

Wirtschaftsnachrichten

Japanischer Frühindikator Oktober wie erwartet bei 44,4

Der japanische Index der Frühindikatoren ist im Oktober nach vorläufigen Brechnungen auf 44,4 von 66,7 im Vormonat gefallen. Nach Angaben des japanischen Kabinettbüros vom Freitag liegt der Index damit erstmals seit Dezember vergangenen Jahrs wieder unterhalb der kritischen Marke von 50, die eine Expansion von einer Kontraktion unterscheidet.  Volkswirte, die im Vorfeld auch mit einem Rückgang des Indikators auf 44,4 gerechnet hatten, sehen die Oktober-Daten als Anzeichen dafür, dass die Erholung der japanischen Volkswirtschaft durch die jüngste Abschwächung der Exporte sowie den verhaltenen Privaten Verbrauch bedroht sein könnte. (vwd)

Ausblick: Stagnation am US-Arbeitsmarkt dürfte sich fortsetzen

Die seit einigen Monaten anhaltende Stagnation am US-Arbeitsmarkt wird sich nach Einschätzung von Ökonomen fortsetzen. Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft dürfte sich im November eher verhalten entwickelt haben. Die Konsensprognose für die am Freitag anstehenden Daten liegt bei einer Zunahme um 30.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote wird bei 5,8 Prozent erwartet, im Oktober hatte sie bei 5,7 Prozent gelegen. Im Verarbeitenden Gewerbe steht nach Ansicht der Analysten der Commerzbank eine Wende bei der Beschäftigung nach wie vor aus. Das Plus bei der Beschäftigung werde nicht ausreichen, um bei einem steigenden Potenzial von Erwerbspersonen die Arbeitslosenquote stabil zu halten. Infolgedessen sei mit einem Anstieg der Quote auf 5,8 Prozent zu rechnen. (vwd)

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Text: @la
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