Die Tücken der Märkte!

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Die Tücken der Märkte! ariva

Die Tücken der Märkte!

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Quelle: http://www.rohstoff-trader.de

 

Was macht eigentlich die Faszination der Börse aus? Ist es die Möglichkeit, ohne richtige Arbeit in kurzer Zeit viel Geld verdienen zu können? Zweifellos ja - vor allem für „Neueinsteiger“! Mich allerdings beeindrucken neben den rein monetären Chancen auch immer wieder einige andere Aspekte: Unter anderem finde ich es  jedes Mal aufs Neue  erstaunlich, mit welcher Regelmäßigkeit sich die Märkte entgegen der allgemein vorherrschenden Erwartungshaltung entwickeln. Gerade wenn die Rahmenbedingungen eine bestimmte Richtung fast zwingend vorzugeben scheinen, macht die Börse gerne genau das Gegenteil.      

 

Mehrheit liegt meistens falsch!

 

Diese unumstößliche Tatsache führt dazu, dass die Mehrheit mit ihrer Markteinschätzung meistens falsch liegt. Beispiel Öl: Bis vor wenigen Wochen prognostizierten nahezu alle Experten (inklusive meiner Wenigkeit) einen Anstieg des Ölpreises auf mindestens 80 US-Dollar je Fass bis Herbst. Die Argumente dafür waren ja auch absolut überzeugend: Iran-Konflikt, Rebellenangriffe in Nigeria, latente Terrorgefahr, „Driving Season“ in den USA und Hurrikan-Zeit. Und was machte der Markt? Richtig - er fällt? Da dies beileibe kein Einzelfall sondern vielmehr die Regel ist, stellt sich die Frage, ob es für derartig überraschende Bewegungen eine nachvollziehbare Erklärung gibt. Ja, die gibt es in der Tat. Wenn die überwiegende Mehrheit der spekulativ orientierten Teilnehmer an den Rohstoff-Terminmärkten von steigenden Kursen ausgeht, sind sie für gewöhnlich stark long positioniert. Der hieraus resultierenden Abnahmeverpflichtung wollen die „Speculators“ jedoch nicht nachkommen. Welcher Fonds-Manager möchte schon gerne einige hundert Tonnen Zucker in sein Büro gekippt bekommen? Folglich müssen sie ihre Long-Positionen vor Fälligkeit glattstellen - sprich Kontrakte verkaufen. Wer aber soll sie ihnen abkaufen? Die „Commercials“ sicher nicht. Diese Gruppe schlägt sich in ausgeprägten „Bullen-Märkten“ mehrheitlich auf die „kurze Seite“. Als Produzenten haben sie mit ihrer Lieferverpflichtung keine Probleme. Somit  entsteht irgendwann fast zwingend ein Überangebot an Rohstoff-Termin-Kontrakten, dem keine ausreichende Nachfrage gegenüber steht. Logische Folge: Die Kurse fallen. Dieses „Spiel“ funktioniert übrigens auch in die Gegenrichtung.

 

Sentiment im Blick behalten!

 

Anleger sind daher gut beraten, das Sentiment genau im Auge zu behalten. Ist die Marktstimmung durchweg „bullisch“, sollte man sich langsam aber sicher von seinen betreffenden Long-Positionen verabschieden und ernsthaft über einen Short-Einstieg nachdenken. Liest man hingegen ständig nur etwas von weiter fallenden Notierungen, ist das ein klares Indiz für eine bevorstehende Bodenbildung mit einem anschließenden Kursanstieg. 

 

 

Erfolgreiche Rohstoff-Trades wünscht

 

Ihr

Marc Nitzsche

Chef-Redakteur Rohstoff-Trader

http://www.rohstoff-trader.de

 

 



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