DAX: Langfristiger Aufwärtstrend intakt

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DAX: Langfristiger Aufwärtstrend intakt

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Langfristiger Aufwärtstrend intakt

Banken-Experten erwarten Verschnaufpause beim Dax

Der freundliche Wochenausklang an den Aktienmärkten täuscht: An den sechs Handelstagen zuvor schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) in der Verlustzone.

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FRANKFURT/M. Zweimal prallte das Börsenbarometer an der Marke von 5 000 Punkten ab. Nun erwarten die großen deutschen und namhafte ausländische Banken bis Ende September eine Konsolidierung mit seitwärts tendierenden Kursen am Markt. Auf mittlere Sicht bezeichnen sie jedoch den seit Ende April andauernden Aufwärtstrend als intakt. Spätestens im Herbst rechnen sie damit, dass der Dax die psychologisch wichtige Marke von 5 000 Punkten nimmt.

Seit Ende April hat der Dax in der Spitze um rund 18 Prozent an Wert gewonnen und damit mehr als alle anderen europäischen Leitindizes zugelegt. Als Gründe für die zuletzt fallenden Aktienkurse führen die Experten unter anderen das Ende der Berichtssaison an. In den USA ist sie bereits abgeschlossen, in Europa weitgehend. Nachdem beispielsweise im Dax rund 70 Prozent der Unternehmen positiv überraschten, fehlt es nun an Impulsen. „Der Dax macht gerade eine gesunde Verschnaufpause“, sagt Tammo Greetfeld von der Hypo-Vereinsbank (HVB).

Hinzu kommt der weiterhin hohe Ölpreis von über 60 Dollar je Barrel (159 Liter) diesseits wie jenseits des Atlantiks. „Wir haben ein Überschreiten dieser Marke immer als kritisch betrachtet und waren überrascht, dass die Märkte dies so gut weggesteckt haben“, sagt Ingo Ralf Mainert, Leiter der Vermögensverwaltung bei der Commerzbank. Logische Konsequenz ist für Tina Koch von der schwedischen Bank SEB, dass die jüngsten Konjunkturdaten auf beiden Seiten des Atlantiks enttäuschend ausfielen. Dass das Volumen der gehandelten Aktien in der vergangenen Woche trotz fallender Kurse unter denen der Vorwochen geblieben ist, wertet sie indes als Indiz dafür, dass die Lage nicht allzu Besorgnis erregend ist. In mehrfacher Hinsicht scheint die aktuelle Situation trotz leicht fallender Kurse an den Märkten nur wenig vergleichbar mit der früherer Jahre zu sein, als im August wegen der Urlaubszeit der Handel zeitweise nur sehr schleppend verlief.

Aktuelles Beispiel ist Schwarz Pharma. Die am Monheimer Unternehmen beteiligten Familien haben sich am Donnerstag von bis zu zwei Millionen Aktien getrennt, die bei institutionellen Anlegern platziert wurden. Gewöhnlich hätte man sich in früheren Jahren für eine solche Transaktion einen anderen Monat als den August ausgesucht. Schließlich gelten die Monate August und September traditionell als schwach. In dieser Zeit hat der Dax seit seiner Gründung im Jahr 1988 im Schnitt rund acht Prozent an Wert verloren. „Aber die alten Gesetze scheinen nicht mehr zu greifen“, heißt es im Aktienhandel einer großen Bank.

Nach Ansicht von Steffen Fuchs von der Deutschen Bank gibt es gerade von ausländischer Seite derzeit ein riesiges Interesse daran, in Deutschland zu investieren. Fuchs sieht deswegen auch lediglich auf der Preisseite eine Konsolidierung, die Umsatzzahlen im Aktienhandel zeigen trotz weiter aktuell fallender Kurse weiter ein stabiles Bild. Gerade US-Pensionsfonds würden derzeit mit großem Interesse den deutschen Markt verfolgen. „Liquidität sucht Rendite und Beta“, bringt er es auf den Punkt.

Mit dem Betafaktor bezeichnen Brokerhäuser die künftige Kursentwicklung einer Aktie in Relation zum Gesamtmarkt. Ein Wert über eins bedeutet eine bessere Kursperformance als sie dem Gesamtmarkt zugetraut wird.

Insgesamt gehen die führenden Banken davon aus, dass es an den Aktienmärkten nach einer Phase des Durchatmens in den nächsten Wochen wieder deutlich bergauf geht. Bis dahin könnte der Dax nach Ansicht von Ingo Ralf Mainert noch in den Bereich von 4 700 bis 4 750 Punkte zurückfallen, ehe es anschließend wieder deutlich nach oben gehen soll. „Das Korrekturpotenzial ist nicht allzu sehr ausgeprägt“, sagt Mainert.

Die wichtigen Rahmendaten zeigen nach Ansicht von HVB-Analyst Greetfeld mittelfristig nach oben. Auf Sicht von sechs Monaten erwartet er den Dax bei 5 400 Punkten. Das wäre gegenüber dem Stand vom Freitag ein Plus von über zehn Prozent. Die Commerzbank sieht den Dax am Jahresende bei 5 100 Punkten, was einem Zuwachs von vier Prozent entsprechen würde.

Quelle: HANDELSBLATT, Montag, 22. August 2005, 11:04 Uhr

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