Czerwenskys Neuer Markt

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Czerwenskys Neuer Markt Pichel

Czerwenskys Neuer Markt

 
#1


Czerwenskys Neuer Markt Report: Mit überlegter Auslandsexpansion bleibt
Medion der Überflieger am Neuen Markt

Diskussionen um Penny-Stock-Regeln und Glaubwürdigkeitsverluste des
Neuen Marktes prallen am Elektronikvermarkter Medion AG gänzlich ab. Die
Essener gehören zu den wenigen Werten, die den von der Deutschen
Börse noch immer hoch gehaltenen Anspruch eines
Wachstumswerte-Segments Quartal für Quartal erfüllen. Unser
Top-Ten-Wert (vgl. Czerwensky-Prognose 2002) sattelte trotz des
flauen Konsumklimas für Elektronik in den ersten 3 Monaten bei den
Erlösen mit 25,2% erneut kräftig drauf. Zwar wurde das Dauerziel
eines 30-prozentigen Wachstums nicht erreicht, denn ein Großauftrag
aus der Vorjahresperiode für Mitarbeiter-PC beim französischen
Mischkonzern Vivendi mit einem geschätzten Volumen von 40 Mio. bis 50
Mio. Euro hievte den Vergleichswert nach oben. Beim EBIT wurde die
Marke mit +31% dagegen geknackt.
Deutlich zeigen die Quartalszahlen den Erfolg der Strategie, Medion
im Ausland als Anbieter preisgünstiger und technisch hochwertiger
Produkte zu positionieren. Mehr als ein Viertel des Umsatzes (+ 8
Prozentpunkte) wird außerhalb Deutschlands reingeholt. Auch dort ist
die Einzigartigkeit des Geschäftsmodells - die Komplettlösung von
Produktkonfiguration bis Reparatur- und Garantieservice - Geheimnis
des Erfolgs. Verstärkt wird dieser durch gesteigerte Einkaufsmengen
bei den Herstellern, was die Konditionen weiter verbessert. So kann
ein Produkt zeitgleich in mehreren Länder und in hohen Volumina
vermarktet werden, denn der Hunger nach optimal ausgestatteter
Technik zu Aldi-Preisen ist grenzüberschreitend. Mit diesem Image -

preiswert UND gut - ist Medion auf dem Weg, seinen Namen als starke
Marke zu etablieren, der nicht nur einige wenige Discounter
ausschließlich mit PC oder Laptops beliefert, wie die österreichische
Gericom.
Skeptischer muss der für 2003 angepeilte "richtige" Markteintritt in
den USA gesehen werden. Die 1:1-Übernahme des Medion-Modells bedarf
kräftiger Investitionen in einem stärker gesättigten Markt, in dem
Billiganbieter zudem nichts Neues sind. Deshalb dürfte in der neuen
Welt langer Atem nötig sein, aber die Ertragskraft zur Finanzierung
dieser Schritts haben die Essener. Setzt sich die Erfolgsstory fort,
sind Kurse von 50 Euro und mehr (akt. 40,40 Euro, H/T 56/28) durchaus
realistisch. Auch das KGV 2003 von rund 20 lässt angesichts der
Wachstumskraft Spielraum. Kleiner Hinweis für
Charttechnik-Interessierte: Wer den Aktienkurs seit Beginn 2001 unter
die Lupe nimmt, erkennt eine umgedrehte Kopf-Schulter-Formation. Soll
diese weiter Bestand haben, darf der Kurs nicht mehr deutlich unter
35 Euro fallen.

Tipps und Termine

Ebenfalls zu den soliden Unternehmen am Neuen Markt darf die Augusta
Technologie AG gezählt werden, die freilich unter der schwachen
Konjunktur mehr als Medion leidet. Am 23. Mai (Donnerstag) legen die
Frankfurter ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Nach dem
in erster Linie akquisitionsbedingten Umsatzschub im vergangenen Jahr
(+35% auf 277 Mio. Euro) erlitt Augusta von Januar bis März einen
Umsatzrückgang auf etwa 57 Mio. Euro gegenüber dem sehr guten
Vorjahresquartal (73 Mio. Euro inkl. des inzwischen verkauften
Waagengeschäfts, das 4,6 Mio. beitrug), erfuhren wir. Was Hoffnungen
auf eine Trendwende bei Augusta nährt, ist die Entwicklung der
Auftragslage. Seit gut einem Jahr steigen die Ordereingänge beständig
an, allein im ersten Quartal nahm man 70 Mio. Euro neu in die Bücher.
Der Auftragsbestand von rund 120 Mio. Euro nimmt sich recht stattlich
aus.
Vor allem bei der ND SatCom scheinen die Geschäfte rund zu laufen. Nach
einem Großauftrag im März, der die weltweite Ausrüstung der
österreichischen Botschaften mit Satellitenkommunikationsnetzen
beinhaltet, schloss Augusta in dieser Woche einen Vertrag über satte
35 Mio. Euro für die schlüsselfertige Bereitstellung eines solchen
Netzes für die niederländischen Streitkräfte. Dieses Geschäft wäre
schon vor einigen Wochen zustandegekommen, wurde dann jedoch
verzögert, nachdem die niederländische Regierung ihren Rücktritt
verkündete. Gespannt sein darf man indes auf die Ergebnisentwicklung.
Planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte fallen bei dem nach US-Gaap
bilanzierenden Unternehmen übrigens nicht mehr an, im Gesamtjahr 2001
beliefen sich diese auf immerhin knapp 9 Mio. Euro. Die Börse hofft
offensichtlich auf respektable Geschäftszahlen, der Kurs stieg in
dieser Woche um gut 20% auf 8,50 Euro.





Gruß Pichel


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