US-Börsen nach Zinssenkung im Minus - Euro erholt sich schnell wieder
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Leitzinssenkung der US-Notenbank um 25 Basispunkte hat für leichte Kursabschläge an der Wall Street gesorgt. Der Standardwerte-Index Dow Jones notierte gegen 20.45 Uhr bei 10.303,74 Punkten mit 0,16 Prozent im Minus. Die Handelsspanne lag bislang zwischen 10.285,48 und 10.378,75 Zählern. Der NASDAQ Composite Index gab etwas stärker um 0,33 Prozent auf 1.875,21 Zähler nach. Hier betrug die Spanne 1.871,19 und 1.893,39 Punkte. Der Euro rutschte unmittelbar nach Bekanntgabe der Entscheidung durch die US-Notenbank Federal Reserve um 20.15 Uhr MESZ unter die Marke von 0,91 US-Dollar. Ebenso schnell erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung aber auch wieder. Der Euro kostete gegen 20.45 Uhr 0,9126 USD, nachdem sie kurz zuvor ihren Tagestiefstwert von 0,9078 Euro erreicht hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Nachmittag den Referenzkurs auf 0,9128 (Montag: 0,9149) US-Dollar festgesetzt. Ein Dollar war damit 2,1427 (2,1378) DM wert. ANALYST: ZINSSENKUNG WAR SCHON IN MARKTKURSEN EINGEPREIST "Die Senkung um 25 Basispunkte ist weitgehend in den Kursen an den Devisen- und Aktienmärkten eingepreist gewesen", sagte Stefan Klomfass, Devisenanalyst der Helaba Trust Investment Research. "Der Euro wird am Mittwoch wieder zulegen", meinte ein Düsseldorfer Devisenhändler. Der US-Dollar und die US-Wirtschäft hätten derzeit nicht genügend Power, um den Euro weiter nach unten zu drücken. Die geringe Reaktion der Aktienmärkte erklärte ein Frankfurter Händler ebenfalls mit dem Eintreten des allgemein erwarteten Zinsschrittes. "Es war klar, dass nicht allzu viel passieren würde", sagte der Aktienhändler. Schließlich hätte die überwiegende Mehrheit der Analysten die Absenkung um 25 Basispunkte vorhergesagt. Wichtiger sei, wie jetzt die Analyse der Experten zu den Äußerungen des Fed-Offenmarktausschusses ausfalle. Die Fed begründete ihre jüngste Entscheidung vor allem mit anhaltenden Risik en einer konjunkturellen Schwäche in den Vereinigten Staaten. Die mittelfristigen Wachstumsaussichten blieben aber vorteilhaft, betonte die Notenbank.