Zitate aus der EZB-Pressekonferenz vom 6. März

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Zitate aus der EZB-Pressekonferenz vom 6. März

 
06.03.03 15:03

Frankfurt, 06. Mär (Reuters) - Nachfolgend erhalten Sie Zitate aus der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 6. März. Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Aussagen von EZB-Präsident Wim Duisenberg.


ZUM ZINSNIVEAU:

"Insgesamt betrachtet haben die Leitzinsen der EZB ein sehr niedriges Niveau erreicht. Diese geldpolitische Haltung trägt mittelfristig zur Bewahrung von Preisstabilität bei und bietet ein Gegengewicht zu verschiedenen Faktoren, welche bremsende Wirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität haben.

"Für die Zukunft heißt das, das wahrscheinlichste Szenario ist, dass das Wirtschaftswachstum wieder anziehen wird, wenn die Faktoren, welche für Unsicherheit sorgen, verschwinden."


ZU ÖLPREISEN UND INFLATION

"Die anhaltenden Preisschwankungen an den Ölmärkten erschweren die kurzfristige Prognose der Inflationsentwicklung. Wenn dort eine Normalisierung eingetreten ist, dann sollten eher die fundamentalen Faktoren die Preisentwicklung dominieren."

"Wenn die Ölpreise - wie von den den Märkten erwartet - sich wieder mäßigen, dann ist das wahrscheinlichste Ergebnis, dass die Inflationsrate unter zwei Prozent fällt und dann deutlich auf einem Niveau der Preisstabilität bleibt."


ZU WACHSTUM

"Die wirtschaftliche Aktivität in der Euro-Zone ist Ende 2002 und in den ersten Monaten 2003 schwach geblieben. Angesichts der jüngsten Entwicklungen hat sich der Ausblick für das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone für 2003 im Vergleich zu früheren Erwartungen eingetrübt; Grund dafür sind vor allem die weltpolitischen Spannungen und der damit verbundene Anstieg der Ölpreise. Dementsprechend sollte für dieses Jahr nur eine sehr moderate Wachstumsrate für die Wirtschaft erwartet werden."


ZU PREISSTABILITÄT:

"Der Ausblick für die Preisstabilität hat sich in den jüngsten Monaten mittelfristig verbessert, was zum Teil auf das gedämpfte Wirtschaftswachstum zurückzuführen ist sowie dem Wechselkurs des Euro."


ZU GELDMENGE

"Das anhaltende starke Wachstum der Geldmenge spiegelt eine anhaltende Vorliebe für Liquidität wider angesichts eines Umfeldes hoher weltpolitischer Unsicherheit."

"Obwohl die Liquidität reichlich bleibt, erwarten wir nicht, dass sie im gegenwärtigen konjunkturellen Umfeld den Inflationsdruck erhöhen wird."


lex/kes/sme

(Alle Zitate wurden von Reuters übersetzt und sind keine offiziellen Übersetzungen der EZB.)



Beste Grüße vom Gesellen
first-henri:

Faktoren die für Unsicherheit sorgen ?

 
06.03.03 15:05
Der meint den Gerd, oder?
Idefix1:

Duisenberg ist das größte Arschloch

 
06.03.03 15:39
das in Europa jemals was zu sagen hatte. Zum Glück ist s bald vorbei mit ihm.

Kommt mir nicht mit Politikern - die sind auch unfähig - aber in einer Depression etwas von Preisstabilität zu faseln ist so unsinnig daß es nicht mehr in Worten zu beschreiben.

Aber die EZB ist sowieso eine Totgeburt inkl. ihrer Zielsetzung Preisstabilität - ihr oberstes Ziel ist sowieso eine ganz andere: Das was von rotgrüner Politik noch übrig gelassen wurde, endgültig zu schleifen. Nach Verlust der DM wurde das unverdient reich gewordene und wieder vereinte Deutschland endlich geschleift - sozusagen informelle Reparationsleistungen, etwas verspätet halt. Bei der Wahl des Deppen haben die Deutschen auch noch Hurra geschrien.... Unfaßbar.
Geselle:

Klasse finde ich den Spruch

 
06.03.03 15:47
"Für die Zukunft heißt das, das wahrscheinlichste Szenario ist, dass das Wirtschaftswachstum wieder anziehen wird, wenn die Faktoren, welche für Unsicherheit sorgen, verschwinden."

Dass ist doch ein klasse Analysten-Spruch! Damit kann ich jede Aktie bewerten auf buy, hold, sell, lost. Aussagekraft = 0

Beste Grüße vom Gesellen
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