Wandelanleihen: Kein Allheilmittel

Thema bewerten
Beitrag: 1
Zugriffe: 982 / Heute: 1
zombi17:

Wandelanleihen: Kein Allheilmittel

 
22.01.02 07:10
ftd.de, Di, 22.1.2002, 7:00

Wandelanleihen: Kein Allheilmittel
Von Martin Kolrep und Ulrich Leuchtmann

In der Baisse stabil, in der Hausse renditestark - mit diesen Vorzügen werden die Zwitterpapiere aus Aktie und Anleihe oft angepriesen. Die Risiken werden dabei gern vernachlässigt oder unterschätzt.

Der Markt für Wandelanleihen boomt. Unternehmen aus Amerika und Europa haben sich im vergangenen Jahr mehr Finanzmittel über Wandelanleihen beschafft als durch Aktien-Neuemissionen. Und dieser Trend scheint sich zu Beginn des neuen Jahres fortzusetzen.

Eine klassische Wandelanleihe (Convertible) ist auf den ersten Blick ein denkbar einfaches Finanzinstrument. Als Besitzer erhält man eine konstante Verzinsung des eingesetzten Kapitals und hat zusätzlich die Möglichkeit, am Ende der Laufzeit die Anleihe zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien zu tauschen. Ist der Aktienkurs entsprechend gestiegen, wird der Besitzer der Anleihe zum Aktionär, indem er sein Konversionsrecht ausübt, und erhält einen zusätzlichen Bonus in Form eines Aktienpakets, das mehr wert ist als der Rückzahlungsbetrag der Anleihe. Wenn jedoch die Aktie nicht gestiegen oder gar gefallen ist, verzichtet er auf den Tausch in Aktien und wählt stattdessen die Rückzahlung der Anleihe.


Der Kauf einer Wandelanleihe ist somit vergleichbar mit einer klassischen Absicherungsstrategie, der so genannten Bond-Call-Strategie, bei der der Anleger den überwiegenden Teil seines Vermögens in einen risikolosen Kurzläuferfonds anlegt. Um gleichzeitig an steigenden Kursen an den Aktienmärkten zu partizipieren, kauft er zusätzlich eine oder mehrere verschiedene Call-Optionen auf Aktien oder Indizes.



Vorteile für Unternehmen

Text zur Anzeige gekürzt. Gesamten Beitrag anzeigen »

Es gibt keine neuen Beiträge.
 Ich: 


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen