Wahlkampf pur

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Wahlkampf pur ottifant

Wahlkampf pur

 
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Berlin – Erstmals im Wahlkampf gibt es jetzt Krach in der Union-Spitze: Bei einer Sitzung des Wahlkampfteams „40 plus“ gerieten Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) und sein Schattenwirtschaftsminister Lothar Späth (CDU) aneinander. Es ging um Äußerungen Späths zu Vorschlägen einer Regierungs-Kommission für eine Radikalkur bei den Arbeitslosen. Dienstagabend, vertrauliche Konferenz der Union-Spitze in der Berliner CDU-Zentrale – neben Stoiber sitzen u. a. CDU-Chefin Angela Merkel, Fraktionschef Friedrich Merz, und CSU-Landesgruppenchef Michael Glos mit am Tisch. Es herrscht eine gereizte Stimmung. Stoiber ist mächtig sauer auf Späth. Der hatte in Interviews die Vorschläge der von der rot-grünen Bundesregierung eingesetzten Reformkommission als „revolutionäre Ideen“ gelobt. Die Sitzung hat bereits begonnen, als Lothar Späth hinzustößt. Vor versammelter Mannschaft kritisiert der Union-Kanzlerkandidat lautstark Späths Aussagen: „Das ist ein Irrweg!“ Späth habe die Vorschläge vorschnell und ohne vorherige Absprache begrüßt – er hätte sich „differenzierter“ äußern sollen. Stoiber gibt die Linie vor, die Späth einhalten soll: Die Vorschläge der Regierungs-Kommission seien nicht revolutionär, sondern vielmehr ein Beweis für das „Versagen“ der Regierung Schröder. Fraktionschef Merz nickt, unterstützt Stoibers Kritik an Späth ebenfalls in deutlichen Worten. Dann rechtfertigt sich Späth kleinlaut: An den Vorschlägen sei doch „einiges dran“. Schließlich räumt er aber ein, die Regierungs-Kommission habe manches bei der Union „abgeschrieben“. Nach der Sitzung sind sich die Teilnehmer einig: Lothar Späth, der Superstar in Stoibers „Kompetenzteam“, hat einen ordentlichen Dämpfer erhalten. Späth, wegen seiner selbstsicheren Art in der Union nicht sehr beliebt, sei von Stoiber


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