Die Übereinstimmungen sind schon frappant: Erst böse Konkurs-Gerüchte, dann irreführende Zahlenspiele, schließlich ein dramatischer Ausverkauf, und die Wirtschaftsprüfer von KPMG - in der Branche mit "keiner prüft mehr genau" buchstabiert - haben ihre Finger in der Bilanz auch wieder drin. Doch damit erst einmal genug der Ähnlichkeiten zwischen den Moorhuhn-Machern von Phenomedia und den Kreativ-Bilanzierern von Comroad.
Die letzten Geschäftszahlen von Phenomedia vom März 2002 waren zwar ernüchternd, aber sind kein Grund für den desaströsen Aktienverlauf von bis zu 50 Prozent Minus am Montag. Schon mehr Sorgen bereitet der hohe Bestand an Forderungen, den das Unternehmen aufweist. Zusammen mit den immateriellen Vermögensgegenständen sind diese fast so hoch wie das veröffentlichte Eigenkapital.
Offenbar hat das Unternehmen starke Probleme hinsichtlich Liquidität und Finanzstruktur, was auch das im Markt kursiernde Gerücht von einer Entlassungswelle unterstreicht. Angeblich soll - von Phenomedia unkommentiert gelassen - 20 Mitarbeitern gekündigt worden sein. Es ist fraglich, ob Phenomedia mit dem verbleibenden Stellenpool die angekündigten Umsatzzahlen stemmen kann, so dass diese revidiert werden müssen.
In Branchenkreisen wird über zwei deutsche und einem ausländischen Fonds spekuliert, die massiv große Pakete verkaufen. Sie sollen besonders von der Informationspolitik des Unternehmens
frustriert sein. Tatsächlich ist die erbärmlich. Ursache für eine mögliche Pleite ist das aber auch nicht, sonst gäbe es schon morgen 50 Prozent weniger Unternehmen am Neuen Markt.
Ohne Zweifel: Das Unternehmen Moorhuhn steht auf der Kippe. Anleger sollten deshalb bei Phenomedia erst einsteigen, wenn die Schlachtung der Aktie vorüber ist. Wer schon drin ist, muss Sitzfleisch beweisen. Auf aktuellem Niveau lohnt ein Verkauf nicht mehr.
Gruß
Happy End
Die letzten Geschäftszahlen von Phenomedia vom März 2002 waren zwar ernüchternd, aber sind kein Grund für den desaströsen Aktienverlauf von bis zu 50 Prozent Minus am Montag. Schon mehr Sorgen bereitet der hohe Bestand an Forderungen, den das Unternehmen aufweist. Zusammen mit den immateriellen Vermögensgegenständen sind diese fast so hoch wie das veröffentlichte Eigenkapital.
Offenbar hat das Unternehmen starke Probleme hinsichtlich Liquidität und Finanzstruktur, was auch das im Markt kursiernde Gerücht von einer Entlassungswelle unterstreicht. Angeblich soll - von Phenomedia unkommentiert gelassen - 20 Mitarbeitern gekündigt worden sein. Es ist fraglich, ob Phenomedia mit dem verbleibenden Stellenpool die angekündigten Umsatzzahlen stemmen kann, so dass diese revidiert werden müssen.
In Branchenkreisen wird über zwei deutsche und einem ausländischen Fonds spekuliert, die massiv große Pakete verkaufen. Sie sollen besonders von der Informationspolitik des Unternehmens
frustriert sein. Tatsächlich ist die erbärmlich. Ursache für eine mögliche Pleite ist das aber auch nicht, sonst gäbe es schon morgen 50 Prozent weniger Unternehmen am Neuen Markt.
Ohne Zweifel: Das Unternehmen Moorhuhn steht auf der Kippe. Anleger sollten deshalb bei Phenomedia erst einsteigen, wenn die Schlachtung der Aktie vorüber ist. Wer schon drin ist, muss Sitzfleisch beweisen. Auf aktuellem Niveau lohnt ein Verkauf nicht mehr.
Gruß
Happy End
