Sie waren einst die absoluten Lieblinge der Börsianer: der Discountbroker ConSors [ WKN: 542700 ] und das Softwareunternehmen Intershop. Vom Ruhm vergangener Tage ist nicht mehr viel übrig geblieben. Doch während die Aktie von ConSors am Freitag ihren zweiten Frühling erlebt, fällt das Wertpapier von Intershop [ WKN: 622700 ] ins Bodenlose und wird zum Penny-Stock.
Der Grund für die Kursrallye bei ConSors – zwischenzeitlich legen die Titel um mehr als 15 Prozent zu – liegt in einem Übernahmeangebot von mindestens vier Banken. Laut der Tageszeitung Die Welt zählen zu den Kaufinteressenten die BNP-Paribas und der US-Online-Broker E*Trade. Auch die Société Générale wolle ConSors gerne übernehmen. Die Deutsche Bank sei wohl aus der Auktion ausgestiegen. Die Frist für das unverbindliche Angebot war am 4. Februar abgelaufen.
Dafür ist die Commerzbank offenbar interessierter denn je. Die Frankfurter hätten ein unverbindliches Gebot für ConSors abgegeben, so ein Sprecher zum Nachrichtendienst vwd. Zur Angebotshöhe und weiteren Details wollte er sich nicht äußern. Das schürt die Fantasie der Anleger. Den fairen Preis für ConSors sehen Branchenkenner nach Angaben der Welt bei 15 Euro je Aktie. Am Freitagvormittag notiert das Papier bei 11,58 Euro.
Trauriges Schicksal von Intershop
Die Kursentwicklung von Intershop treibt den Anleger mittlerweile Tränen in die Augen. Im Frühjahr 2000 blätterten die Börsianer noch 135 Euro für die Aktie des einstigen ostdeutschen Vorzeigeunternehmens hin. Am Freitag kostet das Papier gerade einmal so viel wie ein Liter Benzin.
Die Analysten halten mittlerweile überhaupt nichts mehr von Intershop. Zu oft hat das Unternehmen in der Vergangenheit enttäuscht. Die Bankgesellschaft Berlin hat das Coverage für die Aktie eingestellt. Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg haben ihr Rating auf "Reduzieren" gesenkt.
Zudem schwebt über Intershop das Damoklesschwert der möglichen Firmenpleite. Der schwindende Cashbestand ist Dauerthema. Nach den Insolvenzanträgen von Brokat, Carrier 1 und Kinowelt sind die Anleger jetzt besonders vorsichtig.
© 15.02.2002 www.stock-world.de
Der Grund für die Kursrallye bei ConSors – zwischenzeitlich legen die Titel um mehr als 15 Prozent zu – liegt in einem Übernahmeangebot von mindestens vier Banken. Laut der Tageszeitung Die Welt zählen zu den Kaufinteressenten die BNP-Paribas und der US-Online-Broker E*Trade. Auch die Société Générale wolle ConSors gerne übernehmen. Die Deutsche Bank sei wohl aus der Auktion ausgestiegen. Die Frist für das unverbindliche Angebot war am 4. Februar abgelaufen.
Dafür ist die Commerzbank offenbar interessierter denn je. Die Frankfurter hätten ein unverbindliches Gebot für ConSors abgegeben, so ein Sprecher zum Nachrichtendienst vwd. Zur Angebotshöhe und weiteren Details wollte er sich nicht äußern. Das schürt die Fantasie der Anleger. Den fairen Preis für ConSors sehen Branchenkenner nach Angaben der Welt bei 15 Euro je Aktie. Am Freitagvormittag notiert das Papier bei 11,58 Euro.
Trauriges Schicksal von Intershop
Die Kursentwicklung von Intershop treibt den Anleger mittlerweile Tränen in die Augen. Im Frühjahr 2000 blätterten die Börsianer noch 135 Euro für die Aktie des einstigen ostdeutschen Vorzeigeunternehmens hin. Am Freitag kostet das Papier gerade einmal so viel wie ein Liter Benzin.
Die Analysten halten mittlerweile überhaupt nichts mehr von Intershop. Zu oft hat das Unternehmen in der Vergangenheit enttäuscht. Die Bankgesellschaft Berlin hat das Coverage für die Aktie eingestellt. Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg haben ihr Rating auf "Reduzieren" gesenkt.
Zudem schwebt über Intershop das Damoklesschwert der möglichen Firmenpleite. Der schwindende Cashbestand ist Dauerthema. Nach den Insolvenzanträgen von Brokat, Carrier 1 und Kinowelt sind die Anleger jetzt besonders vorsichtig.
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