"KRIEG" zw. MOBILCOM und FRANCE TEL.

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Robin:

"KRIEG" zw. MOBILCOM und FRANCE TEL.

 
21.03.02 16:55
#1
Na dann lassen wir MObilcom mal einstellig werden. Erstmal unter 10 Euro die Aktie. Die meisten sind schon short.
klecks1:

Bericht dazu

 
21.03.02 17:15
#2
Mobilcom rutscht tief in Verlustzone
(Instock) Im abgelaufenen Geschäftsjahr fuhr Mobilcom aufgrund hoher Kosten für den UMTS-Netzaufbau einen Verlust von 205,6 Millionen Euro ein. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag noch bei 89,2 Millionen Euro. Der Verlust je Aktie stieg von 1,74 Euro im Jahr 2000 auf 3,14 Euro.

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) klaffte 2001 ein Loch von 65,5 Millionen Euro in der Firmenkasse – gegenüber einem Minus von 11,4 Millionen Euro im Jahr zuvor. Analysten hattten zuvor ein negatives EBITDA von rund 42 Millionen Euro prognostiziert. Im Kerngeschäft Mobilfunk, Festnetz und Internet sei das EBITDA mit 27,4 Millionen Euro nach eigenen Angaben jedoch positiv ausgefallen.

Der Umsatz weitete sich von 2,36 auf 2,59 Milliarden Euro aus und lag damit in etwa im Rahmen der Erwartungen. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Kunden von Januar bis Dezember 2001 von 6,5 auf 9 Millionen erhöht, teilte die Mobilfunkgesellschaft mit.

In den vorgelegten Zahlen sind allerdings bisher nur die UMTS-Vorlaufkosten enthalten. Die hohen Aufwendungen für die eigentliche UMTS-Lizenz sollen erst in der zweiten Jahreshälfte 2002 bilanziert werden.

Der Ausblick der Büdelsdorfer bleibt zunächst etwas verschwommen: Das Unternehmen erwartet lediglich eine „weitere Umsatzsteigerung“ und will „am Wachstum des Mobilfunkmarktes überdurchschnittlich teilhaben“.

Mobilcom-Chef Schmid übt Verkaufsoption aus

Wie weiter bekannt wurde, habe Firmengründer und Vorstandschef Gerhard Schmid seine Verkaufsoption über 33 Prozent der Mobilcom-Aktien gegenüber France Télécom ausgeübt. Die Franzosen, die 28,5 Prozent an der Telefongesellschaft halten, hätten jedoch abgelehnt, sagte ein Mobilcom-Sprecher. Ursprünglich sollte die Option erst ab November 2003 ausgeübt werden. Nun soll ein Vermittlungsverfahren die neuen Unstimmigkeiten klären, hieß es.

Bereits am Vortag waren Gerüchte aufgetaucht, wonach sich Schmid aus dem Unternehmen zurückziehen und seinen 42-prozentigen Anteil an ein Bankenkonsortium verkaufen werde. Die Banken sollten das Paket zu einem späteren Zeitpunkt an France Télécom weiterreichen.



 

France Telecom hat sich vergaloppiert

 
#3

Von Andreas Krosta, Hamburg

Die Franzosen unter Vorstandschef Michel Bon haben den europäischen Markt für Telekommunikation und die agierenden Unternehmen völlig falsch eingeschätzt. Nun kommt die Quittung.

Sie haben in den wichtigsten Märkten in Europa außerhalb Frankreichs auf Minderheitsbeteiligungen gesetzt. Es war ein Fehler, in Deutschland nur 28,5 Prozent an Mobilcom zu kaufen - ebenso falsch war es, an dem italienischen Mobilfunkanbieter Wind nur rund 27 Prozent zu erwerben. Die Franzosen haben in ihrer Rechnung nicht berücksichtigt, dass in Deutschland und Italien starke Partner mit eigenen Vorstellungen über Geschäftspläne und Strategien agieren. Nun muss Michel Bon lernen, dass Minderheitsbeteiligungen sich in einem solch hart umkämpften und rasant wachsenden Markt wie dem Mobilfunk nicht auszahlen. Sie werden früher oder später zu einem Boomerang für France Telecom und gefährden die Existenz des vom französischen Staat kontrollierten Unternehmens. Bons Plan funktioniert nicht.

Schon gar nicht, wenn Bon gleichzeitig für großzügige Investitionen in Deutschland garantiert. Und warum sollte Schmid nun die damaligen Zusagen aus Frankreich als ungültig erklären? Er hat keinen Grund dazu. Denn wenn er will, wird France Telecom ihre Schulden nicht verringern können. Das ist Druckmittel genug.

Die Quittung aus Deutschland

Nun bekommt France Telecom in Deutschland die Quittung dafür serviert, dass sie nicht sofort die Mehrheit an Mobilcom übernommen haben. Schmid setzt seinen französischen Partner mit einer Rechnung von sechs bis sieben Mrd. Euro unter Druck. Wenn France Telecom sein UMTS-Netz nicht wie vertraglich abgemacht finanziert, will er sie zwingen, seinen Anteil von 33 Prozent an Mobilcom zu übernehmen.

Seine Gründe: Unüberbrückbare Differenzen und Vertragsbruch. Er zieht damit sein letztes As, dass er im Ärmel hat. Aber es ist die beste Karte, die er ausspielen kann. Schmid will nicht aussteigen. Er liebt sein Kind Mobilcom. Er zeigt mit der Dohung, dass France Telecom keine andere Wahl hat, als zu investieren. Ansonsten käme es vor den französischen Riesen nur noch dicker.

France Telecom kann es sich derzeit nicht leisten, Geld auszugeben. Das Management kann weder Ausgaben für den Aufbau des UMTS-Netzes in Deutschland bereitstellen, noch kann es Milliarden Euro für die Mehrheit an Mobilcom ausgeben. France Telecom wird von ihren Schulden erdrückt. 60,7 Mrd. Euro stehen auf der Schuldenseite in der Bilanz. Damit gehört der Konzern wie auch die Deutsche Telekom zu den am höchsten verschuldeten Unternehmen der Welt.

Nur wenig Alternativen

Dem Konzern bleibt nur eines: Einlenken und Durchhalten. Ein paar hundert Millionen Euro mehr oder weniger für den Aufbau des Geschäftes mit der multimedialen Mobilfunkgeneration auszugeben, belastet die Bilanz des französischen Riesen weit weniger, als Mobilcom zu übernehmen. Michel Bon muss den Plan von Schmid absegnen und ein paar Monate noch den ungeliebten Partner an der Spitze seines deutschen Ablegers akzeptieren. Wenn Bon seine Investoren und Anleger davon überzeugt hat, dass er seine Schulden wie angekündigt abgebaut hat, wenn sich das Börsenklima ins positive gedreht hat, dann kann in Deutschland die Mehrheit an Mobilcom übernehmen.




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