Finanzkrise - Was Aktionärsschützer raten

Beitrag: 1
Zugriffe: 212 / Heute: 1
Finanzkrise - Was Aktionärsschützer raten EinsamerSamariter

Finanzkrise - Was Aktionärsschützer raten

 
#1
Finanzkrise

Was Aktionärsschützer raten

Angesichts der US-Immobilienkrise raten Anlegerschützer zu erhöhter Wachsamkeit. Speziell bei Bankaktien sollten Aktionäre über Verkäufe nachdenken.

Bankenaktien stehen unter DruckReinhild Keitel von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sagte FOCUS Online, Anleger sollten die aktuelle Entwicklung sehr aufmerksam beobachten. „Der Umfang der Risiken ist noch nicht vollständig offengelegt.“ Man höre bislang „vor allem Beruhigendes“, es fehle aber an Detailinformationen.

Aktionäre sollten ihre Depotbestände prüfen und sich gegebenenfalls von Bankaktien trennen. Wer der Ansicht sei, dass die Krise ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe, solle die bereits jetzt stark gesunkenen Aktien der Finanzunternehmen verkaufen.

Was die Krise für Anleger bedeutetBei den Papieren von Industrieunternehmen empfiehlt Keitel hingegen abzuwarten. Diese Konzerne seien von der aktuellen Entwicklung weniger tangiert. Dennoch sei es sinnvoll, Kurssicherungen wie Stop-Loss-Orders einzubauen.

DSW rät zum Abwarten

Jürgen Kurz, Pressesprecher der konkurrierenden „Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz“ (DSW), rät hingegen zum Abwarten. Das „Worst-Case-Szenario“ einer US-Bankenkrise sei nicht wahrscheinlich: „Das sehe ich so nicht, und diese Sicht teilen fast alle Fachleute“, sagte Kurz FOCUS Online.

Bei den aktuellen Kursverlusten seien drei Faktoren zusammengekommen: Neben der US-Hypothekenkrise seien dies die historischen Rekordwerte zahlreicher Börsen sowie die handelsschwache Ferienzeit. Das alles habe einen „guten Nährboden für die aktuelle Krise“ ergeben. Der Markt sei derzeit hypernervös, es erfolge gerade eine neue Risikobewertung von Immobilienkrediten. Sobald Klarheit herrsche, wie diese Neubewertung aussieht, würden die Kurse wieder steigen. „Denn die allgemeinen Wirtschaftsdaten sind nach wie vor positiv“, erklärte Kurz.

Auf Stabilisierung setzen

Kurz rät Langfristanlegern, ihre Aktien zu halten, denn Verkäufe in fallenden Märkten brächten nichts. Kaufwillige sollten eine Marktberuhigung abwarten, dies könne noch etwa drei bis vier Wochen dauern.

Für die Zukunft ist Kurz optimistisch: „Wir hatten keine Blase, auch beim Dax-Stand von 8150 waren die Aktien angemessen bewertet, die Unternehmen verdienen gutes Geld.“ Das würde sich in weiter steigenden Kursen niederschlagen.

Hintergrund der Kursrutsche in den vergangenen Tagen sind ungesicherte Immobilienkredite in den USA. US-Banken hatten in Boomzeiten großzügig Kredite auch an zahlungsschwache Käufer vergeben. Vor allem diese Hausbesitzer haben nun angesichts fallender Hauspreise und steigender Zinsen Probleme mit der Rückzahlung. Die Darlehen erforderten häufig kein Eigenkapital, und in der Regel war ein flexibler Zinssatz vereinbart.


Quelle: focus.de

¡hasta pronto!

   Einsamer Samariter



Börsenforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--