Dicom Interview

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Dicom Interview ProMaiLer

Dicom Interview

 
#1
19.12.2000
Dicom Group (931586)
Christoph Löslein
Executive Director Investor Relations

Top-Interviews: Welche Geschäftsbereiche deckt Ihr Unternehmen ab und wie sehen Sie die Wachstumschancen in den einzelnen Segmenten?
Christoph Löslein: Die DICOM ist marktführend für den Bereich EDC (electronic Data and Document Capture). EDC ist Voraussetzung für viele Anwendungen und wird relevant wenn Informationen erfasst und interpretiert werden sollen. Da die meisten Information nicht digital (oder wenn digital, dann zumeist unstrukturiert) vorliegen, besteht ein grosser Bedarf an EDC Lösungen.

Top-Interviews: Welche Alleinstellungsmerkmale besitzt Dicom?
Christoph Löslein: DICOM verfügt heute über eigene Produkte und ist über ein weltumspannendes Netzwerk in 23 Ländern präsent. Dadurch haben unsere Partner die Möglichkeit mit einem Unternehmen zu arbeiten, das weltweit Serviceleistungen und Vertriebsunterstützung aus einer Hand bietet. Weiterhin weist unser Softwareprodukt Kofax Ascent, mit bereits 14.000 verkauften Lizenzen, gewisse Alleinstellungsmerkmale auf, wie die Internet gestützte Erfassung via XML.

Top-Interviews: Was hat es mit dem ASP Netzwerk auf sich und wie sehen Sie das Umsatzpotential?
Christoph Löslein: Wir sind dabei ASP (Application Service Provider) Netzerke aufzubauen, um Partnern und Kunden die Daten und Dokumentenerfassung durch Outsourcing anzubieten. Dies spart Zeit und ermöglicht den ortsunabhängien Zugriff auf Daten und Dokumente.

Top-Interviews: Wie sehen Ihre Prognosen für die nächsten drei Jahre aus?

Christoph Löslein: Wie alle Unternehmen die an der NASDAQ und der LSE (London Stock Exchange) notiert sind, ist es uns nicht erlaubt Prognosen zu veröffentlichen. Wir gehen von attraktivem Umsatzwachstum aus (20-30%). Ausserdem rechnen wir damit, dass sich unsere Investitionen in die eigenen Produkte (Akquisition der US Firma Kofax) und der massive Ausbau in unserer internationalen Präsenz in Form von höheren Gewinnmargen auszahlen wird.

Top-Interviews: Welche Konkurrenten gibt es und wie sehen Sie sich im Vergleich zu ihnen positioniert?
Christoph Löslein: Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die mit uns im Wettbewerb stehen, insbesondere was den reinen Vertrieb von EDC Produkten angeht. Im Bereich der Software Produkte stehen wir teilweise im Wettbewerb zu Readsoft (RSOF, Stockholm Stock Exchange), Action Point (NASDAQ: ACTP) und privaten Firmen wie Captiva.

Top-Interviews: In welchen internationalen Märkten ist Ihr Unternehmen vertreten und in welcher Region sehen Sie das größte Potential?
Christoph Löslein: Wir sind heute in allen wichtigen Märkten, mit Ausnahme von China und Japan vertreten. Rund 620 DICOM Mitarbeiter arbeiten heute in 23 Niederlassungen in Asien, Nord Amerika, Europa und Australien. Alle Märkte sind im Grunde genommen gleich wichtig.

Top-Interviews: Das Hoch der Aktie lag bei 20 Euro, wie erklären Sie sich den Kursverfall auf aktuell etwa 8 Euro?
Christoph Löslein: Der Ausgabepreis am Neuen Markt lag bei 12.50 Euro. Der Anstieg auf 20 Euro fand im der allgemeinen Überhitzung der Kapitalmärkte im Februar 2000 und direkt nach unserem Börsengang statt. Dieser Wert ist sicherlich kein geeigneter Referenzwert für unsere Kursperformance. Bei der Betrachtung der Performance unseres Kurses, im Vergleich zur Performance des Nemax All Share - Indexes, dann haben wir uns recht gut gehalten. Allerdings trauen wir dem DICOM Kurs noch erheblich mehr zu!

Top-Interviews: Wie erklären Sie sich die niedrige Bewertung des Papiers? Das KGV im Geschäftsjahr 2000/2001 wird ja mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich unter 10 liegen.
Christoph Löslein: DICOM war vor der Übernahme von Kofax eine reines Vertriebs und Serviceunternehmen. Erst diese Übernahme macht uns zum Hersteller und ich denke, dass dieser Fakt dann in die Bewertung einfliessen wird, wenn wir Resultate vorlegen die das unterstreichen. Ausserdem verfügt die DICOM über einen sehr hohen Free Float, was auf Grund der hohen Liquidität für den Anleger von Vorteil ist. Wir können jedoch nicht über eine kleine Gruppe von Institutionellen Anlegern den Kurs der Aktie "einfrieren", die durch Abschöpfung des Free Floats den Kurs der Aktie künstlich erhalten.

Top-Interviews: Wie wollen Sie sich gegen eine Übernahme schützen? Aufgrund der niedrigen Marktkapitalisierung und dem hohen Streubesitz wäre eine solche doch sicher denkbar?
Christoph Löslein: Diese Gefahr sehe ich im Augenblick nicht. Keiner unsere Wettbewerber hat so "tiefe Taschen", dass er eine solche Übernahme finanziern könnte.

Top-Interviews: Wie weit ist die Integration der übernommenen Kofax vorangeschritten?
Christoph Löslein: Sehr weit. Optimierung kann es immer geben im Rahmen einer so grossen Transaktion (für unsere Grössenverhältnisse), aber wir sind mit der Einbindung zufrieden.

Top-Interviews: Wie ist das Interesse institutioneller Anleger an Dicom? Wie war die Resonanz auf der vergangenen Road Show?
Christoph Löslein: Die Resonanz der Roadshow (5. bis 7.12. in Frankfurt) war gut. Wir planen weitere Roadshows Mitte Januar in London.

Top-Interviews: Warum wird auf diesem Kursniveau die Akquisition der kroatischen SIDUS zum Teil mittels einer Kapitalerhöhung finanziert?
Christoph Löslein: Wir können unser unternehmerisches Handeln nicht alleine vom Kursniveau abhängig machen. Wir hatten Vereinbarungen getroffen die einen gewissen Teil des Kaufpreises in Aktien darstellen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war das (allgemeine) Kursniveau noch ein ganz anderes. Wir gehen davon aus, dass die Akquisition eine Steigerung des Gewinns pro Aktie mit sich bringt und das ist für uns entscheidend.

Top-Interviews: Haben Sie schon Pläne für die Verwendung des Cashbestandes in Höhe von 10 Mio. Euro? Sind eventuell weitere Akquisitionen in Vorbereitung?
Christoph Löslein: Davon können Sie ausgehen. Ich kann hierzu allerdings nichts konkretes sagen.

Top-Interviews: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 haben Sie den Umsatz um 39,6 % auf 45,3 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern um 278 % auf 1,45 Mio. Euro steigern können. Wie zufrieden sind Sie mit diesen Zahlen?
Christoph Löslein: Wir sind damit zufrieden. Die Zahlen des ersten Quartals sind typischerweise immer eher tief und wir haben erreicht was wir uns vorgenommen haben. Wir konnten gegenüber unseren Erwartungen mehr Software absetzen, dafür lagen wir mit unseren Hardware Produkten etwas im Hintertreffen.

Top-Interviews: Ist es richtig, dass Gespräche mit zwei japanischen Kopiergeräteherstellern laufen und der Markt der Multifunktionsgeräte erschlossen werden soll? Wenn ja, können Sie uns schon etwas über den Verlauf der Gespräche mitteilen?
Christoph Löslein: Wir sprechen mit MFP (Multifunktionsprodukte) Herstellern, aber noch können wir keine Details dieser Gespräche bekannt geben.

Top-Interviews: Wo sehen Sie Dicom in drei Jahren?
Christoph Löslein: Der Capture / Daten und Dokumenterfassungsmarkt ist vielfältig. Die Papier und Faxerfassung und teilweise auch die Erfassung von digitalen Formularen (eForms) stehen heute im Vordergrund. Wir verdienen damit Geld und sehen ganz klar den Trend, dass Informationen die in IT Systemen weiterverarbeitet werden sollen immer erst erfasst werden müssen. Das wird hybrid (d.h. in mannigfacher) Form ablaufen. Es braucht Intelligenz um Informationen in Daten umzuwandeln und dies in automatisierter Form. Ich sehe die DICOM als Marktführer für alle Technologien, die die Schnittstelle Mensch / Maschine erheblich vereinfacht und IT Anwendungen in ihrer Leistungsfähigkeit bedeutend verbessert.

Top-Interviews: Vielen Dank!

quelle: www.top-interviews.de


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