Börse = Nichts für Zocker und Hasardeure

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Börse = Nichts für Zocker und Hasardeure

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22.12.11 01:31

Hallo zusammen,

dies soll ein Thread für Werktätige sein, die sich in ihrer Freizeit mit der privaten Vermögensverwaltung an der Börse beschäftigen.

Im Fokus stehen als Spekulationsobjekte ausschließlich der Dax als Index und dessen Einzelwerte.

Der Anlagehorizont ist mittel-bis langfristig ausgerichtet.

Professionelle Chart- oder Fundamentalanalysen werden gerne zur Kenntnis genommen, werden jedoch weder verlangt, noch ist die Befähigung zu deren Erstellung nach meiner Erfahrung Voraussetzung, um an der Börse dauerhaft erfolgreich zu sein.

Vielmehr sind Kernthesen und somit Arbeitshypothesen dieses Threads folgende simple Punkte:

1) Als einzig zuverlassige Informationsquelle über das Börsengeschehen stehen uns "Normalbürgern " und "Freizeit-Börsianern" die historischen Kursniveaus des Dax und seiner Einzelwertewerte zur Verfügung (inkl. Charts natürlich).

2) Aus diesem Grund bieten uns auch nur diese hinreichend verlässliche und schnell zu überblickende Informationen darüber, wo sich unten und oben befinden bzw. was (relativ) billig und was teuer ist.

3) Aufgrund dieser begrenzten Erkenntnismöglichkeiten wird auch strikt nur gekauft, was unten ist und verkauft, was oben ist. Es wird also ein streng antizyklischer Ansatz verfolgt, der sich nahezu ausschließlich am gegenwärtigen Preisniveau (= historisch gesehen günstig oder teuer?) orientiert.

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Mal ein Beispiel, wie simpel die Börse tickt:

 
23.12.11 17:44

Ganz einfacher Chart vom Dax (beginnend Februar 2008).

Kauf- und Verkaufsentscheidungen "blind" am übereinstimmenden Signal von Slow Stochastik und RSI ausgerichtet.

Die grünen vertikalen Linien sind Käufe, die roten sind Verkäufe.

Die fetten vertikalen Linien kennzeichnen dabei diejenigen Trades, die mit o.g. Methode "schiefgegangen" sind.

Wie unschwer zu erkennen ist, fällt deren Anzahl kaum ins Gewicht.

Letzteres umso mehr, wenn man es gelernt hat, auf die strikte Einhaltung sog. Stopp-Loss-Marken Wert zu legen.

Ein solcher Chart mit o.g. Indikatoren ist kinderleicht für jeden Hobby-Börsianer erstellbar und auch die Signale für Kauf- und Verkauf sind von simpelster Natur und sehr einfach aus dem Chart "herauszulesen".

Was man hingegen benötigt und konsequent "erlernen" muss, sind Geduld und Vertrauen in die eigene Entscheidung.

Geduld dahingehend, u.U. über einen Monat auf "eindeutige" Siganale warten zu können und Vertrauen dahingegehend, den Signalen ohne jegliche Rücksicht auf den "Börsenrummel" (= das ganze Drumherum)zu folgen.

Dies klingt einfach, ist es aber nicht, da die menschlichen Psyche dem diametral entgegensteht.

Und was das Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit bzw. in die Signale anbetrifft, so ist es zwar unerlässlich, darf aber auf der anderen Seite natürlich nicht davon entbinden, konsequent die eigenen Postionen abzusichern.

Denn etwaige Verlust müssen unbedingt überschau- und somit kalkulierbar bleiben.

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Weiteres Beispiel

 
30.12.11 02:30

Sogar EUR/USD lässt sich relativ einfach in den Griff bekommen.

Versuche es jetzt mal etwas anschaulicher

Slow Stoch, RSI und - als Unterstützung - die BB´s genügen völlig, um hier im Daily vernünftig unterwegs zu sein.

Grüne (vertikale) Linien = Kauf

Rote (vertikale) Linien = Verkauf

Gelbe (vertikale) Linien = Trade ging in die Hose

Natürlich, jeder professionelle Devisentrader würde hier die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Aber wen interessiert´s, solange es funktioniert?

Soll also als weiteres Beispiel dafür dienen, dass man es möglichst einfach halten sollte und - vor allen Dingen - auch kann.

Fibos oder Pivot Levels sind nett, aber kein Muss.

Aufpassen muss man nur, wenn der Kurs sich beharrlich am oberen bzw. unteren BBand entlangschlängelt. Hier wird dann ofmals nochmal einer draufgesetzt. Daher hier mit besonderer Vorsicht agieren.

Im Übrigen: Per BM wurde ich mehrfach gefragt, warum ich das Handeln auf der längeren Zeitachse bevorzuge.

Dafür gibt es mehrere Gründe: 

1) Nur (sehr) wenig Zeit zur Verfügung.

2) Kurzfristige Bewegungen an der Börse sind kaum bzw. nur sehr schwer zu prognostizieren und mit unendlich vielen Unwägbarkeiten belastet, sodass es es selbst mit langjähriger Erfahrung und enormem Zeitaufwand nur sehr wenigen gelingt, aus diesen Bewegungen dauerhaft Kapital zu schlagen. Und hier stellt sich dann immer noch die Frage, ob Aufwand und Ertrag tatsächlich in einem annähernd adäquaten Verhältnis zueinander stehen.

3) Man läuft im Übrigen auf der Kurzfristschiene Gefahr, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr wahrzunehmen und sich im Klein-Klein des alltäglichen Börsenwahnsinns zu verlieren bzw. von den dort vorherrschenden Neurosen und (sonstigen) Stimmungen angesteckt zu werden. Daher halte ich einen gewissen Abstand zur Börse generell für sehr sinnvoll.

4) Preisliche Übertreibungen in die ein oder andere Richtung werden auf der längeren Zeitachse so gut wie immer korrigiert. Daher ist man hier in meinen Augen eher auf der sicheren Seite bzw. erhält generell ein besseres CRV (Chancen-Risiko-Verhältnis) für seinen Einsatz. Letzteres umso mehr, wenn man gelernt hat, seine Einsätze zu staffeln. Meistens gehört man dann nämlich zu denen, die erst so richtig loslegen, wenn die anderen schon längst aufgehört haben. Und Letzteres ist ja durchaus zielführend im Rahmen eines grundsätzlich antizyklischen Ansatzes.

So, jetzt aber die EUR/USD Spielerei nicht überbewerten, sondern wirklich nur als banales Beispiel dafür nehmen, dass man die Dinge nicht Verkomplizieren sollte.

Wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Gruß

NP

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