Logo von VW.
Dienstag, 27.02.2024 16:14 von | Aufrufe: 357

ROUNDUP 3: Zähe Winterkorn-Befragung zur Dieselaffäre - Klägeranwälte

Logo von VW. pixabay.com

(neu: weitere Details)

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Im milliardenschweren Anlegerprozess zur VW -Dieselaffäre hat die Klägerseite versucht, Ex-Konzernchef Martin Winterkorn mit aus ihrer Sicht widersprüchlichen Angaben zu konfrontieren. Mit den bisherigen Antworten des 76-Jährigen sei man nicht glücklich, weil er bestimmte Abläufe nicht plausibel genug schildere, sagte Anwalt Axel Wegner am Dienstag in Braunschweig. Winterkorn reagierte auf den Vorwurf nicht und beantwortete weiter geduldig die Fragen der Klägerseite. "Wenn Sie mich so konkret fragen, muss ich doch weiter ausholen", sagte er in einem Fall.

Die Befragung des früheren Konzernbosses zu den Abgasmanipulationen beim Wolfsburger Autobauer dauerte bereits den dritten Verhandlungstag an. Als "mittlerweile sehr zäh" beschrieben die wenigen Beobachter den Verlauf. Mit "Wie meinten Sie das genau?" oder "Ich kann das nicht nachvollziehen", sollte Winterkorn teils schon getätigte Aussagen immer wieder erneut aufgreifen.

Der als "Mr. Volkswagen (VW Aktie) " bekannte gewordene Topmanager ist als Zeuge in dem Zivilverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig geladen. In dem Prozess nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMug) wird seit 2018 über möglichen Schadenersatz für Investoren verhandelt, die nach dem Auffliegen des Skandals Kursverluste erlitten hatten. Derzeit geht es um rund 4,4 Milliarden Euro. Musterklägerin ist dabei die Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka Investment, die Beklagten sind die Volkswagen AG und die Dachholding Porsche SE .

Der Skandal kostete VW mehr als 30 Milliarden Euro und Winterkorn 2015 den Job. Die Verantwortung für die Manipulationen hatte der 76-Jährige zu Beginn der Vernehmung in der Braunschweiger Stadthalle bereits klar von sich gewiesen. "Ich halte diese Vorwürfe für unzutreffend", sagte er in einem Eingangsstatement Mitte Februar. Er bezog sich dabei auf die beiden Strafverfahren, die ebenfalls in Braunschweig gegen ihn anhängig sind.

Auf die Einleitung eines Anwalts "Ich muss sie noch einmal behelligen" reagierte am Dienstag sogar Richter Christian Jäde barsch. "Stellen Sie doch einfach Ihre Frage", forderte er. Teils fragte Winterkorn selbst zurück: "Was ist denn eigentlich die Frage?" Oder er leitete seine Antwort ein mit: "Ich kann mich nur wiederholen." Daneben blieb der Verhandlungstag geprägt von juristischem Detailstreit der Parteien. Beendet wurde die Befragung am Dienstag noch nicht. Am Mittwoch soll zunächst die Gegenseite Fragen an Winterkorn richten.

Der VW-Konzern wiederholte am Dienstag seine Sicht auf die zentralen Fragen des Verfahrens. "Wir sind überzeugt, dass die Volkswagen AG jederzeit ihre kapitalmarktrechtlichen Pflichten erfüllt hat", sagte ein Sprecher. Aus Unternehmenssicht bestätigen die laufende Beweisaufnahme und die Zeugenbefragungen das. "Volkswagen hält die anhängigen Anlegerklagen für unbegründet", sagte der Sprecher. Die Vernehmung Winterkorns soll am Mittwoch (10.00 Uhr) den vierten Tag fortgesetzt werden./bch/DP/jha


ARIVA.DE Börsen-Geflüster

Werbung

Weiter abwärts?

Kurzfristig positionieren in Porsche Automobil Holding SE Vz
UL542B
Ask: 0,68
Hebel: 5,76
mit moderatem Hebel
Zum Produkt
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: UL542B,. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Kurse

Porsche Automobil Holding SE Vz Chart
120,25
-2,47%
Volkswagen AG Vz Chart
Werbung

Mehr Nachrichten zur Volkswagen AG Vz Aktie kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Andere Nutzer interessierten sich auch für folgende News