Heißer Stahl auf einem Förderband (Symbolbild).
Donnerstag, 23.05.2024 15:01 von | Aufrufe: 236

NRW-Minister Laumann: Thyssenkrupp-Führung soll Sozialpartnerschaft achten

Heißer Stahl auf einem Förderband (Symbolbild). © zhaojiankang/iStock / Getty Images Plus/Getty Images http://www.gettyimages.de/

ESSEN (dpa-AFX) - Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat an das Management von Thyssenkrupp (ThyssenKrupp Aktie) appelliert, beim geplanten Umbau der Stahlsparte mit der Arbeitnehmerseite zusammenzuarbeiten. Der Weg zum grünen Stahl müsse partnerschaftlich entwickelt werden, sagte Laumann am Donnerstag bei einer Kundgebung der IG Metall vor der Thyssenkrupp-Konzernzentrale in Essen. "Und wenn man etwas partnerschaftlich entwickeln will, dann ist man gut beraten, am Anfang ein paar Sätze auf einen Zettel zu schreiben, die gelten. Und da muss natürlich als Erstes stehen: Keine betriebsbedingten Kündigungen." Draufstehen müsse auch, dass Tarifverträge beachtet werden müssen. Auch müsse es einen Plan geben, "wie man mit welchen Maßnahmen Stahlstandort bleiben will und wie man es umsetzen kann und finanzieren kann".

Werbung

Keine betriebsbedingten Kündigungen bedeute, "dass auch die Arbeitnehmerschaft einen Weg der Veränderung mitgehen kann ohne Angst", sagte Laumann. "Denn man kann mit Angst keine Zukunft gestalten, mit Angst entscheidet man nichts Gutes für die Zukunft."

Anlass für die Protestkundgebung direkt vor der Konzernzentrale war eine Sitzung des Aufsichtsrats der Konzernholding am selben Tag. Arbeitnehmervertreter werfen dem Vorstand um den Vorsitzenden Miguel López unter anderem vor, sie nicht genügend und frühzeitig in wichtige Entscheidungen einbezogen zu haben. Konkret geht es um einen 20-Prozent-Einstieg der EPCG-Holding des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky in die Stahlsparte sowie um einen Abbau von Stahl-Erzeugungskapazitäten in Duisburg, der mit einem Stellenabbau verbunden sein soll. Einzelheiten dazu stehen noch nicht fest.

Natürlich sei die soziale Partnerschaft nicht immer eine Schönwetter-Veranstaltung, sagte Laumann. "Aber wenn man in einer schwierigen Phase ist, dann ist die Transparenz die Voraussetzung für Vertrauen. Ohne Transparenz kann niemals Vertrauen entstehen."

In Nordrhein-Westfalen gehöre die soziale Partnerschaft zur Staatsräson. "Wir wollen, dass die Probleme nicht im Klassenkampf, sondern in der sozialen Partnerschaft gelöst werden." Darauf würden Politik und Gewerkschaften sehr achten. Auch die Arbeitgeberverbände wollten diese soziale Partnerschaft. "Und deswegen sollte sich auch die Arbeitgeberseite in diesem Konzern daran halten, dass das die Voraussetzung für ein gutes Gelingen eines Planes für die Zukunft ist."/tob/DP/nas


ARIVA.DE Börsen-Geflüster

Werbung

Weiter aufwärts?

Kurzfristig positionieren in thyssenkrupp
ME9D2X
Ask: 0,13
Hebel: 18,90
mit starkem Hebel
Zum Produkt
ME8ZAZ
Ask: 0,27
Hebel: 7,26
mit moderatem Hebel
Zum Produkt
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: ME9D2X,ME8ZAZ,. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Kurse

4,272
+2,27%
thyssenkrupp Chart
Werbung

Mehr Nachrichten zur thyssenkrupp Aktie kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Andere Nutzer interessierten sich auch für folgende News