Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Dienstag, 23.04.2024 12:56 von | Aufrufe: 462

Ölpreise treten auf der Stelle - US-Sanktionen gegen Iran als Gefahr

Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild) © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Dienstag kaum von der Stelle bewegt. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 87,05 US-Dollar. Das waren fünf Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls geringfügig auf 81,91 Dollar (Dollarkurs).

Nach wie vor zeigen sich die Erdölpreise relativ unbeeindruckt von den aktuellen Ereignissen im Nahen Osten. Zwar liegen die Preise deutlich höher als noch zu Jahresbeginn. Auf die zuletzt hohen Spannungen zwischen Israel und dem Iran haben sie aber nur zeitweise mit steigenden Risikoaufschlägen reagiert. Aus dem Nahen Osten kommt ein erheblicher Teil des weltweiten Ölangebots.

Die Commerzbank (Commerzbank Aktie) sieht unterdessen Angebotsrisiken wegen neuer Sanktionen der USA gegen Iran. Sollten die verschärften Sanktionen dazu führen, dass der jüngste Anstieg iranischer Exporte wieder rückgängig gemacht werde, würde sich der Ölmarkt erheblich einengen, meint Experte Carsten Fritsch. Schon jetzt gilt das globale Angebot wegen Produktionsbeschränkungen durch den Ölverbund Opec+ als knapp.

Zuletzt sind die Rohölpreise tendenziell gefallen. Ein Belastungsfaktor ist der starke Dollar, der von der soliden US-Konjunktur profitiert. Hinzu kommt die Erwartung, dass die amerikanische Notenbank Fed ihre straffe Geldpolitik so bald nicht lockern dürfte. Hintergrund ist die hartnäckige Inflation in den USA. Ein starker Dollar spricht wegen Wechselkurseffekten für eine geringere Ölnachfrage./bgf/la/stk


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