Treffen von Selenskyj mit den Staatsoberhäuptern von Polen, Litauen, Lettland und Estland
Dienstag, 21.05.2024 05:48 von | Aufrufe: 125

Selenskyj beklagt mangelndes Tempo westlicher Hilfen bei Flugabwehr

Treffen von Selenskyj mit den Staatsoberhäuptern von Polen, Litauen, Lettland und Estland ©Creative Commons Public Domain Mark 1.0

CHARKIW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einmal mehr auf die Dringlichkeit von Flugabwehrwaffen hingewiesen. Die Ukraine brauche am dringendsten weitere Flugabwehrsysteme und die westlichen Kampfjets, sagte Selenskyj am Montag in seiner täglichen Videoansprache. "Leider fehlt es der freien Welt in diesen beiden Fragen an Schnelligkeit." Aufgrund der Luftüberlegenheit könne Russland mit Gleitbomben Städte und Verteidigungsstellungen der Ukrainer vernichten. Aktiv nutzten die Russen seinen Angaben nach die zerstörerische Taktik an den Frontabschnitten bei Charkiw, sowie im Gebiet Donezk in Richtung Tschassiw Jar und Pokrowsk.

Bereits mehrfach hatte Selenskyj in den vergangenen Tagen um die Lieferung von zwei weiteren Flugabwehrsystemen des Typs Patriot gebeten. Damit könne das immer wieder aus der Luft angegriffene Charkiw besser geschützt werden, sagte er. Die Millionenstadt im Nordosten der Ukraine ist eine der am schwersten vom Krieg getroffenen Orte.

Die ebenfalls von Selenskyj angesprochenen Kampfjets wurden der Ukraine bereits vor einem Jahr versprochen. Bislang sind die F-16 aber offiziellen Angaben nach immer noch nicht im Land angekommen. Nach Ansicht von Experten erlauben die generell langen Lieferzeiten des Westens es Russland, sich auf die neuen Waffen vorzubereiten.

Neben dem Kampfgeschehen ging Selenskyj aber auch auf den Friedensgipfel in der Schweiz ein. Dieser Gipfel werde "wahrhaft global", es hätten sich Staats- und Regierungschefs aus allen Kontinenten angesagt. Russland wurde zu dem Treffen allerdings nicht eingeladen. China, dem großer Einfluss auf Entscheidungen in Moskau nachgesagt werden, hat sich trotz Einladung bislang nicht entschieden, ob das Land eine Delegation in die Schweiz entsenden will./bal/DP/zb


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