Donnerstag, 30.06.2016 09:44 von ARIVA.DE Redaktion | Aufrufe: 6444

Mein Depot ist Gold wert: Investition in das beliebte Edelmetall

Eine Form des Investments: Goldbarren - © Shutterstock.com

Schon  während des Altertums übte Gold eine besondere Faszination auf die Bevölkerung aus. Bereits 3100 v. Chr. verarbeiteten die Ägypter das Edelmetall zu filigranem Schmuck und der legendäre Herrscher Krösus lies 550 v. Chr. die ersten Goldmünzen prägen. Bis heute hat das Edelmetall seinen Status als Tauschmittel beibehalten und in den letzten 4000 Jahren seinen Wert niemals vollständig verloren. Grund genug, sich näher mit einem Investment in Gold zu beschäftigen.

 

Direktinvestment

Barren

Für eine Anlage in Gold stehen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: ein direktes Investment oder eine Partizipation über entsprechende Wertpapiere. Wer Gold langfristig als Ergänzung zum bestehenden Depot halten möchte, sollte über den direkten Erwerb von Goldbarren oder –münzen nachdenken. Bei Ersterem handelt es sich um Goldschmelzen, die in standardisierte Formen gegossen werden. Der Wert wird ausschließlich durch den Materialwert und das Gewicht bestimmt. Statt auf Gramm wird hierzu oftmals auf das internationale Gewichtsmaß Unze zurückgegriffen, wobei eine Unze gerundet 31,10 Gramm entspricht. Auf Goldbarren finden sich neben dem Gewicht auch Angaben zu Hersteller und Feinheit. Übersteigt das Gewicht 250 Gramm wird in der Regel auch eine Seriennummer eingeprägt. Häufig liest man in diesem Zusammenhang auch die Begriffe Feinunze oder Feingold. Hinter ihnen verbirgt sich reines Gold mit einem Reinheitsgrad von 999 Promille bzw. 24 Karat. Handelt es sich nicht um Feingold, dann ist das Anlageprodukt legiert. Dies bedeutet, dass neben Gold mindestens noch ein weiteres Metall verarbeitet wurde (z.B. Kupfer oder Silber). Legierungen werden insbesondere vorgenommen, um Gold widerstandsfähiger zu machen und kommen deshalb weniger bei Barren und häufiger bei Schmuck vor.

Münzen

Bei Münzen lassen sich grundsätzlich zwei Arten unterscheiden: Anlagemünzen und Sammlermünzen. Anlagemünzen, auch Bullionmünzen genannt, werden in hoher Stückzahl geprägt und weichen in ihrer Gestaltung kaum voneinander ab. Diese Vereinheitlichung wirkt sich nicht nur positiv auf die Kosten für Herstellung und Erwerb aus, sondern macht auch einen späteren Verkauf einfacher. Bei ihrer Prägung werden Anlagemünzen in der Regel mit einem Bildmotiv, einer Feinheits- und Gewichtsangabe sowie einer Währungsnennwertangabe versehen. Letztere ist zum Ausgabezeitpunkt der Münze stets niedriger als ihr Edelmetallwert nach Börsenkurs und zeigt, dass die Münze von einer staatlich autorisierten Prägestelle hergestellt wurde. Die Bildmotive auf Anlagemünzen haben sich meist seit dem ersten Prägungsjahr nicht verändert, was ihren Bekanntheitsgrad und Wiedererkennungswert erhöht. Zu den populärsten Motiven gehören der südafrikanische Krugerrand, das kanadische Maple Leaf, die Wiener Philharmoniker und der American Eagle.

Kurse

  
1.844,77 $
+0,24%
Goldpreis Realtime-Chart

 

Partizipation über Wertpapiere

Neben dem Kauf von physischem Gold haben Anleger auch die Möglichkeit, über eine Investition in Wertpapiere an der Entwicklung des Goldpreises teilzuhaben. Während sich physisches Gold zur langfristigen Absicherung des Vermögens anbietet, sollten spekulative Anleger lieber in Zertifikate, Aktien oder ETFs investieren, deren Entwicklung sich am Goldpreis orientiert. Ein Vorteil ist, dass sie sich über die Börse handeln lassen, so dass auf Preisänderungen schnell regiert werden kann. Es fallen weder Aufgeld noch Lagerkosten an. Abhängig vom jeweiligen Wertpapier können Gewinne jedoch der Abgeltungssteuer unterliegen.

 

Fazit

Egal ob physischer Kauf oder Partizipation über Wertpapiere, Gold zählt zu den elementaren Bestandteilen eines gut diversifizierten Depots. Der Anteil sollte nach Expertenmeinungen zwischen 10 bis 15 Prozent liegen. Viele Deutsche beherzigen diesen Rat, so dass sich der Goldkauf anhaltender Beliebtheit erfreut. Dank der einfachen und schnellen Abwicklung ist das Portfolio im Handumdrehen um das inflationssichere Edelmetall ergänzt. Anleger sollten jedoch beachten, dass auch der Goldpreis kurzfristig starken Schwankungen ausgesetzt sein kann. Deshalb sollte auch nach Erwerb stets genügend Liquidität vorhanden sein, um in Krisenzeiten nicht zu einem schlechten Kurs verkaufen zu müssen.

Mehr Nachrichten zur S Immo Aktie kostenlos abonnieren

Werbung
E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptieren Sie die Datenschutzhinweise)

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Andere Nutzer interessierte auch dieser Artikel: