Immobilien in Berlin (Symbolbild).
Donnerstag, 22.02.2024 15:59 von | Aufrufe: 261

Küchenmöbelhersteller besorgt über Wohnungsbau-Krise

Immobilien in Berlin (Symbolbild). © Nikada / E+ / Getty Images http://www.gettyimages.de

HERFORD (dpa-AFX) - Angesichts der erwarteten Einbrüche beim Wohnungsbau befürchtet die deutsche Küchenmöbelindustrie, dass sich die Auftragslage weiter verschlechtern könnte. "Die Krise im Wohnungsbau entwickelt sich für unsere Hersteller zu einer sehr ernsten Belastung", sagte Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie, am Donnerstag. Der Verband fordert unter anderem eine höhere Neubauförderung sowie eine Senkung der Grunderwerbsteuer.

Der von der Immobilienbranche bestellte "Rat der Immobilienweisen" hatte in dieser Woche vor dramatischen Bau-Einbrüchen gewarnt. Den Fachleuten zufolge fehlen in Deutschland in diesem Jahr 600 000 Wohnungen, 2027 sollen es 830 000 sein. Sie kritisieren hohe staatliche Abgaben und teils unzureichende Förderangebote. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, 400 000 Wohnungen im Jahr zu bauen.

Nach einer Prognose des Forschungsnetzwerks Euroconstruct, dem das Ifo-Institut angehört, dürften 2026 in Deutschland nur 175 000 Wohneinheiten fertiggestellt werden, 95 000 weniger als 2023. Die Zahl fertiggestellter Wohnungen in den 19 untersuchten europäischen Ländern geht in den kommenden Jahren demnach nur in Schweden noch stärker zurück. Das Ifo-Institut rechnet damit, dass die Zahl der jährlich neu gebauten Wohnungen bis 2026 um 35 Prozent zurückgehen wird. Der Bezug eines Neubaus zieht dem Küchenmöbel-Verband zufolge durch Folgeumzüge meist den Kauf von zwei bis drei weiteren Küchen nach sich.

Die Möbelhersteller machten zuletzt bedingt durch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher schon weniger Geschäft. Auch die deutsche Küchenmöbelindustrie leidet nach eigenen Angaben weiterhin unter einer schwachen Auftragslage. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der neuen Aufträge laut Verband um 11 Prozent zurück./cr/DP/mis


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