Hapag-Lloyd-Container an einem Kran (Symbolbild).
Donnerstag, 30.05.2024 15:07 von | Aufrufe: 166

Hapag-Lloyd steuert Ukraine wieder auf dem Seeweg an

Hapag-Lloyd-Container an einem Kran (Symbolbild). © VanderWolf-Images / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Hamburger Containerrederei Hapag-Lloyd (Hapag-Lloyd Aktie) steuert die Ukraine wieder auf dem Seeweg an. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Donnerstag, dass die Reederei seit Anfang der Woche einen sogenannten Zubringerverkehr durch einen Drittanbieter anbiete. In diesem Rahmen transportiert ein kleineres Containerschiff in erster Linie landwirtschaftliche Güter wie Sonnenblumenöl und Getreide. Das Schiff mit einer Kapazität von 1100 Standardcontainern (TEU) verkehre alle fünf Tage zwischen dem rumänischen Constanta und dem ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Werbung

Die Hapag-Lloyd-Sprecherin betonte: "Wir haben nie aufgehört, einen Service anzubieten, aber nun wieder auf dem Seeweg." Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind viele Häfen nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar. Kremlchef Wladimir Putin hatte die Häfen zunächst monatelang blockieren lassen. Dann wurde der Export von Agrargütern zwischenzeitlich mithilfe eines durch die Vereinten Nationen und die Türkei vermittelten Abkommens gewährleistet. Das ließ Moskau aber im Sommer 2023 auslaufen. Außerdem werden Exportrouten über Land genutzt.

Seit dem vergangenen August hat Kiew eigenständig einen Korridor für die sichere Passage von Handelsschiffen ausgewiesen. Zwar griff Russland seitdem wiederholt Hafenanlagen mit Raketen und Drohnen an. Doch bislang hält die ukrainische Armee russische Schiffe erfolgreich mit Seedrohnen und Antischiffsraketen auf Distanz. Die Ukraine konnte so nach eigenen Angaben in den letzten fünf Monaten des vergangenen Jahres knapp 15 Millionen Tonnen Waren über das Schwarze Meer exportieren. Insgesamt haben demnach 469 Frachter die drei Schwarzmeerhäfen Odessa, Tschornomorsk und Piwdennyj angelaufen.

Die ukrainischen Exportmengen liegen jedoch immer noch weit unter denen vor Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022. So wurden im Jahr 2021 über alle ukrainischen Seehäfen mehr als 100 Millionen Tonnen exportiert. Die Häfen von Mariupol und Berdjansk am Asowschen Meer sind allerdings inzwischen von russischen Truppen besetzt./klm/DP/jha


ARIVA.DE Börsen-Geflüster

Kurse

169,00
+0,12%
Hapag-Lloyd AG Chart
Werbung

Mehr Nachrichten zur Hapag-Lloyd Aktie kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse
Benachrichtigungen von ARIVA.DE
(Mit der Bestellung akzeptierst du die Datenschutzhinweise)

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.