EUR/USD: Stellung behaupten

Donnerstag, 25.04.2024 13:30 von Société Générale - Aufrufe: 78

Heute ist es mal wieder soweit: Die USA wird ihren Wachstumsvorsprung aller Voraussicht nach mit knackigen Zahlen untermauern. Unsere Volkswirte gehen davon aus, dass die US Wirtschaft im ersten Quartal um 2,2%25 (auf Jahresrate hochgerechnet) expandiert hat, der Konsens geht sogar von 2,5%25 aus. Die Konsumlaune der privaten Verbraucher dürfte dabei ein maßgeblicher Wachstumstreiber gewesen sein. Allerdings wäre die Wirtschaft damit nicht mehr ganz so schnell gewachsen wie im dritten und vierten Quartal 2023.

Unterm Strich bleibt trotzdem festzustellen: Der Euroraum kann mit dieser Dynamik bei weitem nicht mithalten, freundliche Einkaufsmanagerindizes im Dienstleistungsbereich hin oder her (nota bene: der Index für die Industrie hat im April enttäuscht und signalisiert weiterhin Kontraktion). Die US Konjunktur bleibt trotz der vergangenen Zinserhöhungen dynamisch, was die Erwartungen untermauern dürfte, dass die Fed erst spät im Jahr den Leitzins senken dürfte.

Nun hat der Dollar im Wochenverlauf zwischenzeitlich etwas an Federn gelassen, da beispielsweise die US Einkaufsmanagerindizes am Dienstag andeuteten, dass die Konjunktur nicht ganz so dynamisch wie erwartet ins zweite Quartal gestartet sein dürfte. Kaum verwunderlich, denn auch ein “soft landing” zieht zwangsläufig eine Abschwächung der Konjunktur mit sich. Trotzdem hat der Markt verschnupft reagiert und EUR-USD konnte heute früh erneut über die 1,07-Marke steigen.

Die Reaktion des Markts zeigt meines Erachtens, dass schon viel im Dollar eingepreist ist, wie ein soft landing der Wirtschaft oder eine Fed, die erst deutlich später als zuvor gedacht den Leitzins senken wird. Weshalb es für den Dollar auch immer schwieriger wird, von Zahlen und Fakten, die diese Erwartung untermauern, zu profitieren, sondern im Gegenteil eher empfindlich zu reagieren, wenn der Markt angesichts nicht ganz so guter Daten Zweifel an seiner aktuellen Erwartung bekommt. Die Luft nach oben im Dollar wird allmählich dünner, obwohl er derzeit unangefochten die beliebteste Währung ist und auch bleiben dürfte.

Nach den Q2 BIP-Zahlen heute steht morgen dann noch der Preisindex für Konsumausgaben für den Monat März auf der Agenda. Mit einer monatlichen Veränderungsrate von 0,3%25 bleibt der Preisdruck zumindest in dem Ausmaß erhöht, dass trotz aller Erfolge bei der Inflationsbekämpfung das Inflationsziel von 2%25 doch noch nicht so schnell erreicht werden dürfte, was ebenfalls dafür spricht, dass die Fed mit einer ersten Zinssenkung noch warten wird, was sie auf ihrer Sitzung nächste Woche vermutlich auch deutlich formulieren wird.

Zwar wird die Luft dünner für den Dollar, aber dennoch gibt es gute Argumente, die dafür sprechen, besser doch nicht mit Dollarshorts in die Fed-Sitzung zu gehen. Insofern dürfte der Dollar seine Stellung erst einmal behaupten.

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