Die russische Flagge.
Montag, 11.12.2023 06:37 von | Aufrufe: 825

Estlands Ministerpräsidentin warnt vor russischer Desinformation

Die russische Flagge. pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Die estnische Ministerpräsidentin Kaja Kallas hat vor gezielter Desinformation durch Russland im Ukraine-Krieg gewarnt. "Russlands Kampagne zielt darauf ab, demokratische Entscheidungsträger und Gesellschaften von der Unterstützung der Ukraine abzuhalten, innenpolitische Spaltungen zu provozieren und demokratische Abstimmungen zu beeinflussen - einschließlich der Entscheidungen, die wir in unseren Wahllokalen treffen", schrieb Kallas in einem Gastbeitrag für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). "Die Desinformationskampagne des Kremls erreicht über soziale Medien ein enormes Publikum - sie sitzt buchstäblich in unseren Hosentaschen, Handys und Apps."

Die "neueste Falle der russischen Desinformation" bestehe darin, "uns glauben zu lassen, dass die Unterstützung der Ukraine eine aussichtslose Sache ist, dass wir als Erste ermüden. Wir können das Gegenteil beweisen", schrieb Kallas weiter. Aus einer Angst heraus argumentierten einige, dass die Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung gegen eine Aggression eine Eskalation bedeute. "Meine Antwort darauf: Verteidigung ist keine Provokation. Widerstand provoziert Russland nicht - Schwäche schon."

"Wir müssen darüber nachdenken, wie wir Bots und Trolle daran hindern können, Desinformationen zu verbreiten", mahnte Kallas und fügte hinzu: "Seit der Invasion hat sich die Zahl der Abonnenten für vom Kreml unterstützte Accounts auf Telegram mehr als verdreifacht, auf Tiktok mehr als verdoppelt und auf YouTube um fast 90 Prozent erhöht." Und Facebook (Facebook Aktie) habe das größte Publikum für kremlnahe Profile.

Russland bereite sich auf einen langen Krieg gegen die Ukraine vor, schrieb Kallas. "An einen schnellen Sieg ist nicht zu denken, also müssen wir einen Plan für einen langen Kampf haben." Im Kern sei dies ein Kampf des Willens. "In diesem Kampf sollten wir nicht unsere eigene Stärke fürchten."/hme/DP/zb


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