Hauptsitz von BMW in München.
Dienstag, 28.05.2024 16:00 von | Aufrufe: 1255

BMW und Airbus profitieren von milliardenschwerer EU-Förderung!

Hauptsitz von BMW in München. - © servickuz/iStock Editorial / Getty Images Plus/Getty Images

In einer wegweisenden Entscheidung hat die EU-Kommission am Dienstag staatliche Beihilfen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro für die Förderung der Wasserstoffindustrie genehmigt. Diese Gelder sind für 13 verschiedene Projekte vorgesehen, die unter Beteiligung von Unternehmen wie Airbus und BMW umgesetzt werden sollen. Die Initiative, an der neben Deutschland auch Estland, Frankreich, Italien, die Niederlande, die Slowakei und Spanien beteiligt sind, zielt darauf ab, den Einsatz von Wasserstoff als nachhaltige Energiequelle zu fördern und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern voranzutreiben.

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Die Förderung wird voraussichtlich auch 3,3 Milliarden Euro an privaten Investitionen mobilisieren. Zu den Projekten gehört unter anderem die Entwicklung von Hochleistungs-Brennstoffzellentechnologien, die ausreichend Leistung für den Antrieb von Schiffen und Zügen liefern sollen. Ein weiteres Vorhaben befasst sich mit der Entwicklung leichter und stabiler Wasserstofftanks für den sicheren Einsatz in Flugzeugen. Die EU-Kommission erwartet, dass durch diese Projekte insgesamt rund 3600 direkte Arbeitsplätze entstehen und viele weitere indirekt geschaffen werden.

Die genehmigten Projekte sind Teil eines sogenannten wichtigen Vorhabens von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI). Diese Einstufung ermöglicht es, dass die üblichen strengen EU-Regeln für staatliche Beihilfen gelockert werden, um die Umsetzung solcher groß angelegten und strategisch wichtigen Projekte zu erleichtern. Es ist bereits das vierte IPCEI zur Förderung der Wasserstofftechnologie in Europa. Normalerweise unterliegen staatliche Unterstützungen strengen Regularien, um eine Verzerrung des Wettbewerbs zu verhindern. Die IPCEI-Ausnahme erlaubt jedoch eine gezielte Förderung ohne diese Einschränkungen.

Hoffnungsträger der Energiewende

Grüner Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien hergestellt wird, gilt als Hoffnungsträger der Energiewende. Wasserstoff kann als Grundlage für Kraft- und Brennstoffe dienen, um in Industrie und Verkehr Kohle, Öl und Erdgas zu ersetzen. Die Herstellung von Wasserstoff ist allerdings sehr energieintensiv und derzeit noch deutlich teurer als die Nutzung fossiler Energieträger. Trotz dieser Herausforderungen setzt die EU auf Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Zukunft.

In einer weiteren Entscheidung hat die EU-Kommission am selben Tag auch ein weiteres IPCEI genehmigt. Dabei handelt es sich um die Förderung der Entdeckung neuer Medikamente gegen seltene Krankheiten, die mit bis zu einer Milliarde Euro unterstützt werden soll. An diesem Vorhaben sind Unternehmen aus Frankreich, Spanien, Italien und weiteren EU-Staaten beteiligt.

Quellen: handelsblatt.de, dpa AFX


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