Ein Bauer bei der Feldarbeit (Symbolbild).
Sonntag, 25.02.2024 13:47 von | Aufrufe: 143

Bauern begleiten Besuch von Ricarda Lang in Magdeburg mit Protesten

Ein Bauer bei der Feldarbeit (Symbolbild). pixabay.com

MAGDEBURG (dpa-AFX) - Den Besuch der Grünen-Bundesvorsitzenden Ricarda Lang anlässlich einer parteiinternen Veranstaltung am Samstag in Magdeburg haben Bauern mit stundenlangen Protesten begleitet. Ab dem Mittag hatten sie sich nach Polizeiangaben auf der Hauptverkehrsstraße im Stadtteil Buckau versammelt und diese blockiert - lediglich Straßenbahnen konnten den Versammlungsort passieren, wie es hieß. In der Spitzen seien es etwa 90 Traktoren und andere Fahrzeuge sowie rund 200 Demonstranten gewesen.

Während der Ankunft von Lang am späten Nachmittag habe es "Buh!"-Rufe und ein Hupkonzert gegeben, zudem hätten einige "Wir haben die Schnauze voll!" gerufen. Als die Grünen-Chefin wieder abfahren wollte, hätten einige Bauern den Weg blockiert. Vereinzelt mussten Teilnehmer von der Polizei abgedrängt werden, wie es hieß. Entlang der Abreiseroute waren mehrere Mahnfeuer entzündet worden, die Straße musste im Anschluss professionell gereinigt werden. Zu keiner Zeit war aber die Sicherheit der Politikerin gefährdet, so die Polizei.

Die Gruppe Freie Bauern teilte am Sonntag mit, von Lang "die Zusicherung für einen Gesprächstermin" erhalten zu haben. Dieser soll Anfang April stattfinden und sei von der Grünen-Chefin nach Abschluss der Veranstaltung selbst angeboten worden. Mit dem Büro der Politikerin stehe man bereits wegen des Gesprächs in Kontakt. "Jetzt versuchen wir noch, dieses von beiden Seiten so zu besetzen, dass es keine unverbindliche Plauderrunde wird, sondern wir Nägel mit Köpfen machen können, sagte ein Sprecher der Freien Bauern.

Gegen die Grünen hatte es zuletzt mehrfach heftige Proteste gegeben. So wurde Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Mitte Februar mit einem lauten Pfeifkonzert und "Hau ab!"-Sprechchören in Nürnberg empfangen. Lang wurde in Schorndorf bei Stuttgart ausgepfiffen, beschimpft und an der Abreise von einer Veranstaltung gehindert.

Die aus Sachsen-Anhalt stammende Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) sagte der "tageszeitung" (taz), sie sei mit Blick auf die Landtagswahlen in drei ostdeutschen Bundesländern im Herbst "wirklich sehr, sehr besorgt, dass der Hass auf die Grünen gezielt weiter geschürt wird". Sie räumte ein, dass die Partei manchmal den Eindruck erwecke, "es immer besser zu wissen"./gor/DP/jha


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