Frankfurt am Main ist einer der wichtigsten Finanzplätze Europas. (Symbolfoto)
Donnerstag, 22.02.2024 14:41 von | Aufrufe: 512

Aktien Frankfurt: Nvidia-Hype treibt die Börsen hoch - Dax auf Rekordhoch

Frankfurt am Main ist einer der wichtigsten Finanzplätze Europas. (Symbolfoto) pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der KI-Hype um Nvidia (Nvidia Aktie) hat die Börsen am Donnerstag beflügelt. Mit starken Quartalszahlen übertraf der US-Chiphersteller die hohen Erwartungen am Markt und sorgte damit auch am deutschen Aktienmarkt für ausgelassene Stimmung.

Der Dax kletterte bereits mit dem Xetra-Start mühelos auf einen neuen Höchststand und stieg anschließend weiter bis auf rund 17 387 Zähler. Am Nachmittag gewann er 1,45 Prozent auf 17 365,73 Punkte. Mercedes-Benz punktete bei den Anlegern mit Aktienrückkäufen, sodass die Papiere des Autoherstellers an der Dax-Spitze um sechs Prozent zulegten.

Halbleiterwerte wurden von Nvidia mit nach oben gezogen. Infineon (Infineon Aktie) etwa gewannen 3,5 Prozent, Aixtron 4,8 Prozent und Süss Microtec 8,4 Prozent - in der Erwartung, dass mit Künstlicher Intelligenz und den dafür notwendigen Halbleitern und Komponenten die Gewinne in der Branche in den kommenden Jahren nach oben schnellen.

Der MDax der mittelgroßen Werte verzeichnete zuletzt einen Zuwachs von 1,66 Prozent auf 26 141,28 Punkte. Hier waren es vor allem die Aktien des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer (Gerresheimer Aktie) , die nach einem überzeugenden Geschäftsausblick mit plus 16 Prozent herausragten.

Weltweit wurden die Börsen am Donnerstag von den boomenden Geschäften bei Nvidia und den sich damit abzeichnenden rosigen Perspektiven in die Höhe getrieben. In Japan erreichte der Leitindex Nikkei 225 ein Rekordhoch - nach mehr als 34 Jahren. In den USA zeichnen sich am Donnerstag ebenfalls deutliche Gewinne ab. In Europa legte der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zuletzt um 1,5 Prozent zu.

"Die Latte lag sehr, sehr hoch, aber auch diese Höhe war für den Chip- und Grafikkartenhersteller Nvidia kein Problem", schrieb Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets. "Die für das vierte Quartal gemeldeten Umsätze und Gewinne seien erneut phänomenal gewesen und lesen sich zunächst wie ein Tippfehler, denn von solchen Zahlen können die meisten Unternehmen nur träumen."

Es war allerdings am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt nicht alles Gold (Goldkurs), was glänzte. MTU etwa rutschten im Dax um vier Prozent ab, womit die Anleger auf eine deutlich gekürzte Gewinnbeteiligung reagierten. Hintergrund sind teure Materialfehler bei Triebwerken.

Der Euro kostete am Nachmittag 1,0840 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0809 Dollar (Dollarkurs) festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,42 Prozent am Vortag auf 2,48 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,30 Prozent auf 125,00 Punkte. Der Bund-Future notierte mit minus 0,05 Prozent auf 132,29 Punkten./ajx/jha/


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--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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