Freitag, 21.01.2022 14:47 von dpa-AFX | Aufrufe: 1210

WOCHENAUSBLICK: Dax vor schwierigen Tagen - Tech-Konzerne und Fed im Fokus

Wertpapierkurse in einer Zeitung (Symbolbild). pixabay.com

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger fiebern in der neuen Börsenwoche auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) und Quartalsberichte großer US-Technologiekonzerne hin. Die Stimmung hierzulande ist hochnervös, denn für den deutschen Leitindex Dax ist der bislang trotz allem noch positive längerfristige Trend gefährdet. Das Chartbild hat sich stark eingetrübt.

Die meisten Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Fed aufgrund der hohen Inflation den Leitzins im März anheben wird. Am Aktienmarkt wird dieser Schritt sowie die Erwartung weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr zunehmend eingepreist, weshalb in letzter Zeit gerade der in der Pandemie stark gelaufene und auf Wachstum getrimmte Technologiesektor deutlich stärker unter Druck steht als Substanzwerte aus der "Old Economy".

Inzwischen können sich einige Experten sogar vorstellen, dass die Fed im März den Leitzins stärker erhöht als zunächst angenommen. Entsprechend achten Börsianer am Mittwoch auf Hinweise der Währungshüter, die diese Vermutung stützen könnten. Der US-Volkswirt der Fondsgesellschaft DWS, Christian Scherrmann, glaubt im Moment zwar noch nicht an eine Erhöhung um 0,50 statt 0,25 Prozentpunkte. Wenn aber die Inflation im Januar und Februar weiter anziehen sollte, könnte die Fed unter enormen Druck geraten und darauf letztlich doch mit einer Zinserhöhung von mehr als 0,25 Punkten reagieren, ergänzte er.

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Tiefschläge in Form schwacher Quartalszahlen aus den USA und Europa würden die Anleger wohl nur schwer verdauen, sagte ein Händler. Für den Dax könnte es in der neuen Woche also ungemütlich bleiben. Auch wenn der deutsche Leitindex im Vergleich mit den US-Technologiebarometern der Nasdaq derzeit noch etwas besser dasteht, verheißt das Chartbild wenig Gutes. Die 200-Tage-Durchschnittslinie als Indikator für den längerfristigen Trend ist als Unterstützung schwer ins Wanken geraten.

Immerhin dürfte nach Einschätzung der Helaba das am Dienstag anstehende Ifo-Geschäftsklima für Januar einen Vorgeschmack geben auf ein besseres Frühjahr. Es ist der wichtigste deutsche Frühindikator. Zusätzlich zum Ifo-Index ist das Wirtschaftswachstum Deutschlands und der USA im vierten Quartal von besonderem Interesse. Die Daten werden am Freitag beziehungsweise Donnerstag veröffentlicht. Gleich zum Wochenstart schauen die Anleger auf Stimmungsdaten aus der Industrie sowie dem Dienstleistungssektor in der Eurozone und den Vereinigten Staaten./ajx/ck/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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